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Kommentare

Kritisch betrachten ...
... ist im Web immer wichtig. Dein Beitrag ist sehr...
Martin Schobert - 6. Sep, 16:43
Hallo Martin, cooles...
Hallo Martin, cooles RSS Video, wie du sagst, es wird...
Matthias Wieser - 30. Aug, 11:41
Alternativer RSS-Reader
Hallo Martin, volle Zustimmung, RSS-Feeds werden sich...
Uwe Frers - 29. Aug, 12:49
danke
für den hinweis, das schweizer und italienische...
Christian Lendl - 28. Aug, 23:01
Tja
Manchmal sollte ich mehr lesen als die erste zeile...
Florian (Tourismuszukunft) - 28. Aug, 12:08
Ned ganz! :)
"das erste barcamp zum thema tourismus" mittlerweile.. .
Florian (Tourismuszukunft) - 28. Aug, 12:06
Ein paar Eckdaten zum...
- Domestic Travel: über 1 Milliarde Reisende pro...
Tao - 27. Aug, 11:47
danke :)
Bettina Kuprian - 26. Aug, 09:56

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Alle Beiträge von Petra Öhlböck

Wertvolles Web 2.0

Ich sag gleich vorweg - mit einem Augenzwinkern in Richtung meiner Blogger- und Arbeitskollegen Christian und Martin: Was folgt, ist ein Web 2.0 kritischer Beitrag ;-)

Sie sind Mitglied bei XING? Außerdem ist Ihr Profil auf Facebook zu finden? "Dann sind Sie eine ganze Menge wert", so die letzte Profilausgabe (Nr. 35, 39. Jg.), die sich in einer mehrseitigen Reportage mit Datenhandel beschäftigt…
…und welchen wertvollen Beitrag Web 2.0 Anwendungen dazu liefern!

xing
facebook

Den meisten Österreichern – so heißt es in dem Profil-Beitrag – ist gar nicht bewusst, dass sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit längst in mindestens einer privaten Datenbank erfasst sind: Angefangen von Namen und Beziehungen, über Reise- und Essgewohnheiten, Hund und Katz im Haushalt, bis hin zu Kontoverbindungen. Adresshändler verdienen daran Millionen. Die größten Gewinner sind dabei Betreiber von Social Web Plattformen, auf denen User emsig und bereitwillig persönliche Daten preisgeben. Und Hand aufs Herz: Wer von uns liest die kleingedruckten AGBs, die genau das erlauben, was wir meistens nicht wollen, den Verkauf der dort eingegebenen Daten?!

studivz-screen

"Bist du schon drin?"
Tja, und eigentlich darf ich mich darüber gar nicht aufregen - ich "bin ja schon (mitten)drin!" Für StudiVZ bin ich bares Geld wert: Sie kennen 97 meiner Freunde, meine Adresse, Studienrichtung, Vorlieben, welchen Hobbies ich nachgehe und dass ich voriges Jahr in Irland auf Urlaub war.
Anfang 2007 kaufte das Verlagshaus Holtzbrinck die Studentenplattform – inkl. seiner damals einer Million Mitglieder – um kolportierte 100 Millionen Euro!

Ich bin mir nicht sicher, ob uns die gesamte Tragweite dieser Entwicklungen schon bewusst ist. Sicher bin ich mir aber, dass dieses Thema in Zukunft noch für sehr heiße Diskussionen sorgen wird!

Themen:

Von Bergsteigern und Gipfelstürmern

Ich hab heuer meinen Sommerurlaub im Montafon verbracht: Ein wunderbar-erholsamer Pot Pourri aus Bergsteigen, kulinarischen Highlights, zubereitet von unserer Vorarlberger Gastgeberin, beeindruckenden Naturerlebnissen und Zeit zum faulenzen und lesen.

Als ich nach zwei Wochen mit g’sunder Farbe, trainierten Wadln und bestens erholt in die Arbeit zurückkehrte, erwarteten mich bereits die ersten spannenden Ergebnisse aus T-MONA, dem Tourismus Monitor Austria…
…und siehe da: Bergsteigen war in der heurigen Sommervorsaison (Mai/Juni 08) ein beliebtes Thema. 17% der Urlauber waren in den Bergen unterwegs. Und damit sind richtige, sportive Berg- und Gipfeltouren, oft oberhalb der Baumgrenze, gemeint, mit mindestens 3 Stunden Gehzeit.

Was verrät uns T-MONA sonst noch Spannendes über die Bergsteiger und Gipfelstürmer?

Junge, beruflich etablierte Zielgruppe.
Rund ein Drittel war zwischen 30 und 39 Jahre alt, darunter überdurchschnittlich viele Selbstständige und leitende Angestellte. Mehr als die Hälfte der Bergsteiger kam aus Deutschland, jeder Fünfte war Österreicher, auch Niederländer waren überdurchschnittlich oft in den Gipfelregionen anzutreffen.
Erholung für Körper und Geist.
Zentrales Motiv ist die aktive, sportliche Betätigung in der Natur - daneben sehnen sich Bergsteiger viel häufiger als andere Urlaubsgäste nach „Echtem“ und „Ursprünglichem“ um Kraft für Körper und Geist zu tanken.
Intensives Urlaubserlebnis.
Ein Thema allein reicht dem Bergsteiger nicht aus: Neben sportlichen Aktivitäten jeglicher Art begeistern sie sich auch für Ausflüge, Naturattraktionen, sowie kulturelle und kulinarische Genüsse.
Rundum zufrieden.
Der gesamte Urlaubsaufenthalt wird im Durchschnitt mit 1,6 (Skala von 1-6) sehr gut benotet; sensationelle Bewertungen erhielten vor allem die schöne Landschaft (1,1), die Naturattraktionen (1,3) und das vielfältige Sportangebot (1,4).
Gastfreundlich und gepflegt.
Fast alle Bergsteiger sehen Österreich als gastfreundliches, gepflegtes und sympathisches Urlaubsland, in dem man erholsame Ferien verbringen kann. Es strahlt Lebensfreude und Aktivität aus, ohne dabei an Gemütlichkeit einzubüßen. Im Vergleich zum Österreichurlauber insgesamt unterstreichen sie sehr stark die sportliche Komponente, aber auch das Traditionsbewusstsein: Österreich ist ein aktives, sportliches Urlaubsland, in dem das „Ursprüngliche“ und das „Echte“ bewahrt wird und der Umweltschutz hoch gehalten wird.

Themen:

Wie viel ist Ihnen Wissen wert?

Eines wusste ich schon als Fünfjährige ganz genau: Bei welcher Nachbarin es die besten und größten Marmeladenbrote inkl. picksüßer Kracherl gibt. Folglich verlagerte ich sämtliche Aktivitäten auf das Grundstück ebenjener Nachbarin, die ihrerseits gerne meine kleinen, dafür umso eifrigeren Dienste in Haus und Garten in Anspruch nahm.

Wissen kostet.
Wohin werden Unternehmen ihre Aktivitäten verlagern, um mit den eingesetzten Mitteln den größtmöglichen Gewinn zu erzielen? Es liegt wohl auf der Hand, dass dafür fundiertes Wissen über den Markt und den Kunden von essentieller Bedeutung sind.
Wie viel ist uns aber dieses Wissen wert? Leider ist viel zu oft der Preis das entscheidende Kriterium bei der Umsetzung von Marktforschungsprojekten, was jedoch weder unter pragmatischen, noch monetären Gesichtspunkten besonders intelligent ist – „billige Marktforschung“ kann für ein Unternehmen mitunter sehr teuer kommen! Dumping Preise schlagen sich nur zu oft in schlechter Qualität nieder: Entweder leidet das Studiendesign, die Feldarbeit, die Analyse und Aufbereitung der Daten oder die Interpretation und Ableitung von Empfehlungen. Oder alles zusammen.

Österreich unter Niedrigstpreisländern.
In der ESOMAR Preisstudie 2006 wurde untersucht, wie viel Marktforschung weltweit kostet. Dabei wurden Preise in insgesamt 2.530 Instituten in 99 Ländern erhoben. Die befragten Institute wurden gebeten Preise für 8 unterschiedliche Mafo-Projekte zu liefern, darunter quantitative und qualitative Verbrauchererhebungen, eine b2b Befragung und eine Mehrländererhebung.
Die Ergebnisse sprechen für sich: Stellt man hier Österreich anderen Westeuropäischen Ländern gegenüber, so zählen österreichische Mafo-Institute zu den Billigstbietern – nur Griechenland und Portugal sind noch günstiger!!!

Orientierungshilfen.
Welche Möglichkeiten hat nun aber der Kunde, verschiedene Angebote in Hinblick auf die zu erwartende Qualität zu bewerten? Anregungen und praktische Tipps dazu sind auf der Homepage des VMÖ (Verband der Marktforscher Österreichs) zu finden:
Anforderungen an ein Basisoffert
Auszüge aus der Esomar Preisstudie 2006

Themen:

Fair Play am Fußballfeld – eine Floskel?

Jetzt steht es endgültig fest: Die Finalisten der diesjährigen Fußball EM heißen Deutschland und Spanien! Obwohl ich im „normalen Leben“ ein erklärter nicht-Fußballfan bin, hat mich die Leidenschaft und Begeisterung für das runde Leder im Laufe des letzten Monats sehr wohl gepackt: Die Stimmung in den Host Cities war einzigartig, die Spiele verliefen – abgesehen von einigen Ausnahmen – friedlich.

In Zahlen lässt sich die EURO vor dem Finale laut offiziellen Spielstatistiken der UEFA so zusammenfassen: 30 Spiele in insgesamt 8 Österreichischen und Schweizer Hostcities, 76 Tore, davon 4 als Elfmeter. Auf der anderen Seite wurden während dieser 30 Spiele über 1000 Fouls begangen, 118 gelbe und 3 rote Karten vergeben.

Beachtlich finde ich hier die Initiative der Host City Innsbruck gemeinsam mit dem Tiroler Fußballverband: Mit Beginn der Frühjahrsmeisterschaft am 22.März 2008 wurde bei allen Begegnungen der Spielgruppen U9 - U18 der Fair Play Würfel der Initiative „Sports4Peace*“ eingesetzt. Ein aufblasbarer Würfel ist mit sechs Fair Play – Regeln bedruckt. Die Regeln geben ein Motto für das bevorstehende Spiel vor, d.h. jene Regel, die erwürfelt wird, soll von den Mitspielern während des Spiels befolgt und so gut wie möglich umgesetzt werden.

Unter dem Motto „Fair Play zahlt sich aus“ wurden bis 31. Mai 2008 alle roten und gelben Karten addiert. Die Mannschaft mit den wenigsten Karten wurde zum Intersport Training mit Spielern des FC Wacker Innsbruck eingeladen. Als fairste Mannschaft konnte sich die Spielgemeinschaft Mittelgebirge Ost-B qualifizieren. Mehr zu dieser bemerkenswerten Initiative ist im Pressespiegel der Host-City Innsbruck zu finden.

In Punkto Datenschutz...

Seit Anfang Juni liegt jeden Morgen die Presse vor meiner Tür – druckfrisch und gerade rechtzeitig zum ersten morgendlichen Aufwach-Espresso. Aber halt – hab ich die überhaupt bestellt? Die freundliche Mitarbeiterin beim Abonnentenservice ist auch nicht schlauer als ich: „Ihre Anmeldung als Testleserin ist online gekommen. Mehr kann ich Ihnen dazu nicht sagen. Wahrscheinlich haben Sie bei einem Gewinnspiel mitgemacht und bei der Angabe Ihrer persönlichen Daten vergessen, ein Häkchen wegzunehmen.“

In Zeiten wie diesen, wo die Digitalisierung von Daten aller Art zunimmt, reagieren viele Menschen auf den Schutz persönlicher Daten immer sensibler. Hochleistungsfähige Computer ermöglichen die Verarbeitung und Vernetzung riesiger Datenmengen und Datenbanken. So findet die nächste Volkszählung im Jahr 2010 als Registerzählung statt: D.h. die erhobenen Informationen werden nicht wie bisher direkt von den Bürgern eingeholt, sondern den vorliegenden Verwaltungsregistern (z.B. dem zentralen Melderegister, dem Bildungsstandregister, dem Unternehmensregister etc.) entnommen.

Speziell in der Werbung und Marktforschung müssen wir dem Thema Datenschutz und Datensicherheit große Aufmerksamkeit schenken und den Sorgen der Menschen Rechnung tragen, sonst führen wir uns selbst ad absurdum.
Zu diesem topaktuellen Thema fand am Freitag, den 30. Mai eine Veranstaltung vom Expertenforum Onlineforschung statt. Besonders interessant und praxisorientiert war der Vortrag von Dr. Harald Krassnigg (Rechtsanwalt, evolaris), der über die Kombination von Datenschutz und Kontaktierungen für Marktforschungszwecke als Werbung im Sinne des Telekommunikationsgesetzes sprach. Weiters präsentierte er die notwendige Zustimmung zum Erhalt von elektronischer Post zum Zweck der Marktforschung. Krassnigg beeindruckt und überzeugt durch seine fachliche Kompetenz in diesem Bereich, die Unterlagen seiner Präsentation mit praktischen Tipps gibt es hier zum download.

Zurück zur morgendlichen Presse auf meinem Fußabstreifer: Am Ende meiner Überlegungen zu Datenschutz und Datensicherheit dämmerts mir doch noch dunkel herauf. Es war wohl die Onlineabstimmung zum „Beauty Innovation Award 2008“, bei der ich aufgrund einer flehentlichen Email einer lieben Freundin teilgenommen habe… und wahrscheinlich so zur frisch gekürten Presse Testleserin wurde :-)

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