In den letzten Wochen haben wir und meine KollegInnen von Brand Management intensiv über Chancen, Möglichkeiten und Nutzen viraler Video-Kampagnen diskutiert.
Ingrid Götz – in der Österreich Werbung zuständig für Corporate Language im Brand Management hat mich gerade auf ein geniales Beispiel innovativer Tourismus-Werbung hingewiesen.
Marokko begiebt sich mutig, mit viel (schwarzem) Humor auf neue Wege touristischer Kommunikation. Mit einem skurril-witzigen “Krisen-Berater”, schrägen Video-Interviews “ehemaliger” Nutzern der Marokko-Therapie und einem äußerst ungewöhnlichen Gesuncheits- und Lebens-Fragebogen
präsentieren sie den idealen Lösungsvorschlag für Alltagsprobleme stressgeplagter Mitteleuropäer: ein Urlaub in Marokko.
Die Aktion ist so gestaltet, dass der User erst am Ende “entdecken” soll, dass es sich um Tourismus-Werbung handelt.
Fazit: Die Kampagne ist mutig. Sie hat großes Potential aufgrund der “schrägen” Geschichten in den Videos auf hohe Reichweite durch virale Verbreitung. Aus der subjektiven Brille eines Österreich Werbers betrachtet: Die Verbindung der Stories zum tatsächlichen Tourismus-Produkt (Wellness-Urlaub in Marocco) ist noch ein wenig holprig und weit hergeholt (Anm.: fühlt sich ein tatsächlich potentieller Burn-Out gefährdeter Mitteleuropäer durch die Geschichte zu einem Entfaltungs-Urlaub in Marocco inspiriert???). Und dennoch: Geht es nicht viel mehr darum im Meer an gleichlautenden Tourismus-Botschaften sich mutig zu differenzieren, als einzigartige “Trauminsel” vom Mitbewerb abzuheben? Und ist “Humor” nicht der Wind in den Segeln erholungssuchender, potentieller Gäste.
Das ist aus Sicht meiner KollegInnen und mir dem Tourismusland Marokko bzw. der französischen Agentur definitiv gelungen. Gratulation, liebe KollegInnen from Marokkanischen Fremdenverkehrsamt. Von dieser viralen Kampagne können auch wir erfolgsverwöhnten TouristikerInnen aus Österreich uns getrost einiges abschauen …
Ja, es gibt sie. Jene Hotels die nicht den Vorstellungen eines Urlaubers entsprechen. Genauso wie es verdorbene Hamburger, schlechten Wein und verwelkte Blumen gibt. Ich denke jeder stimmt mir zu, dass ein Abstreiten dieser Tatsache absurd wäre.
Ja, das Web ändert sich. Von einem Informationsmedium zu einem Kommunikationsmedium. D.h. nicht mehr Unternehmen, respektive Hotels, Reiseveranstalter, Medien informieren – one way. Vielmehr kommunizieren, interagieren Menschen und Unternehmen miteinander, untereinander und auch oft einfach nur an viele andere im World Wide Web.
Ob wir wollen oder nicht. Der User übernimmt heute selbst die Verantwortung zur Kommunikation und Bewertung von Produkten. Er oder sie zeigen im Internet schonungslos was ihm oder ihr passt – und detto das was nicht gefällt. Dafür nutzt er Plattformen wie You Tube (Durchaus selbstkritische Anmerkung: gibt man “beautiful hotel austria” ein erscheint an erster Stelle eine traurige Urlaubstragödie und an zweiter Stelle ein Hotel aus Slowenien und erst an dritter Stelle ein Hotel aus Österreich. Da wird mir nun wohl ebenso jede/r TouristikerIn zustimmen: Österreichs Tourismus hat Nachholbedarf bei Social Media Optimisation!!!), FlickR, Google Earth oder wie in diesem Fall TripAdvisor.
Vorhang auf: Die schmutzigsten Hotels der Welt, gekürt von TripAdvisor Nutzern. Lag zwar auf der Hand dennoch freut es mich natürlich: aus Österreich ist keines dabei. Zum Glück und viel wichtiger aber ist, dass TripAdvisor auch die besten Hotels der Welt zeigt. Das freut nicht nur das Herz des globalen Weltreisenden sondern vor allem auch uns Tourismusmanager …
Was kann man mit GPS Daten, Kreativität und guten Computergrafikern machen? Z.B. folgendes, wenn man das Budget von BBC zur Verfügung hat. Anhand der GPS Daten von Flugzeugen werden deren Routen im Zeitraffer dargestellt.
Was lernen wir daraus? Urlaubern GPS Geräte in die Hand geben und die Urlaubsbewegungen aufzeichnen. Dann können wir ähnliches anfertigen für den Sommerurlaubsgast in Österreich. Das Tolle ist, dass durch iPhone und anderen Handies mit GPS Ortung in Zukunft solche Aufzeichnungen nicht einmal unrealistisch sind. Ähnlich wie Kundenlaufstudien in Lebensmittelgeschäften oder bei IKEA gibt es dann die Urlauberlaufstudie in einem Ort, einer Region oder einem Land.
Die Schweizer können das mit den Flugzeugen übrigens sogar in Echtzeit:
Heute früh hat mich ein nettes Email mit den neuesten Schnee-Infos aus Saalbach-Hinterglemm erreicht. Auch mir, als deklarierten Sommer-Fan, macht das integrierte Kurz-Video mit Interviews von Gästen so richtig Lust auf Spazierengehen und Laufen im Schnee. Ein gutes Beispiel, wie mit Web 2.0 schnell und sympathisch Gäste informiert werden können.
Beachtliche 2/3 aller Deutschen haben eine E-Mail-Adresse!
53% rufen Ihre E-Mails täglich ab. Ca 90% der Onliner nutzen das Internet, um E-Mails zu senden und zu empfangen. Und sind somit potentielle EmpfängerInnen auch von Ihrem Newsletter. Damit ist E-Mail die meistgenutzte Online-Anwendung. 80% der US-Marketingleiter bezeichnen E-Mail-Marketing als das erfolgreichste Werbemedium.
Mehr lesen Sie in der Broschüre “Praxistipps E-Mail-Marketing 2.0″ von Torsten Schwarz, einem der führenden Experten für E-Mail-Marketing in Deutschland. Gratis-Download
27% lesen nur im Vorschaufenster
27% der E-Mail-Nutzer öffnen die E-Mail nicht, sondern lesen sie nur im Vorschaufenster. 59% blockieren laut Marketingsherpa Bilder generell. Wer E-Mails versendet, sollte beachten, dass diese oft sehr schnell gelesen wird. Viele nutzen das Vorschaufenster der E-Mail-Programme, ohne die ganze E-Mail zu öffnen. 59% sparen sich das Laden der Bilder. Quelle: marketingSherpa
Ein Tipp in diesem Zusammenhang: bei Bildern in einem Newsletter immer auch einen Bildtext angeben, sonst erscheint nur das rote “X”. Der Bildtext kann ruhig nett ausformuliert sein, das erhöht dann die Chancen darauf, dass die Leserin auch die Fotos herunterlädt!
Ergebnisse von Umfragen in den USA
80% halten E-Mail für leistungsstärksten Werbekanal
Laut Datran ist für 80,4% der US-Unternehmen E-Mail der leistungsstärkste Werbekanal – vor Suchmaschinenmarketing (57%). 59% steigern ihr Budget. Newsletter (62%) und Adressgewinnung (54%) sind die meistgenannten Aktivitäten.
Was passiert wenn sich das Stadtmarketing mit Google zusammenschließt und alle technischen Möglichkeiten für die Touristeninfo ausreizt? In New York kann man das bereits sehen. Vielleicht auch irgendwann in Wien?
Interessant auch zu sehen, wie die Google Applikationen erstens mobil und zweitens haptisch erfahrbar werden.
Einfach Video anschauen und staunen über die Zukunft der Tourismusinfo. Würde sicher nicht nur mit Städten funktionieren, sondern auch mit Bergen und Tälern (Flug über Österreich?).
Wir suchen einen Online Projekt-Manager. Einen Guten, natürlich. Und gut mit Österreich und der Marke “Urlaub in Österreich” auskennen, sollt’ er sich auch, natürlich.
Helfen wird uns vielleicht dies: Helge, ein österreichischer gut gelesener Blogger hat heute darüber geschrieben. Danke für deine “Vorschuss-Lorbeeren” und dein Blog-Post. Das ist gar nicht selbstverständlich, natürlich.
Ein weiteres, geniales Job-Recruiting, nein eine geniale Job-”Bewerbung” betreibt auch die Region Zell am See / Kaprun. Sie stellen das Recruiting-Video nicht auf die eigene Website, nein. Sie machen sich als Arbeitgeber dort attraktiv, wo die Anderen – potentielle Bewerber – schon sind – im Web 2.0.
Der Clou daran: Die Aktion ist nicht nur perfekt um als Arbeitgeber zu glänzen und zu attraktiven Bewerbern zu kommen. Sie ist auch perfekt geeignet die Region zu bewerben: Heute hat der wohl meistgelesenste, private deutschsprachige Blogger (den täglich bis zu 40.000 Leser lesen !!!!) über dieses Recruiting-Video hier gebloggt.
Genial einfach. Einfach Genial. @ Rainer – eine der gelungensten Online-Werbeaktionen die ich kenne. Gratulation.
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