TrendOne arbeitet mit 80 Trendscouts weltweit und identifiziert die wichtigsten Microtrends, die in eine Datenbank eingespeist werden und den Nutzern online zur Verfügung stehen. Die Trendscouts berichten von den weltweit innovativsten Produkten, neuen Technologien und kreativen Marketingansätzen. Die Trendanalysten von TrendOne analysieren die Innovationen und ordnen sie Microtrends zu.
Die Innovationen müssen dabei folgende Kriterien erfüllen:
neu
intelligent
leistungsstark
strukturverändernd
Die neuesten Tourismusmicrotrends, die von TrendOne identifiziert werden, finden sich übrigens seit neuestem auch in der “Bulletin”-Zeitschrift der Österreich Werbung.
Ich habe ein interessantes Interview mit Oliver Puhe (Senior TrendAnalyst bei TrendOne) auf der itb geführt. Er hat auch gleich eine interessante Innovation auf seinem ipad vor der Kamera vorgeführt. Anschauen.
Ein Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, International Market Management, Österreich Werbung
Der neuseeländische Universitätsprofessor Ian Yeoman (www.etfi.eu) nahm die Teilnehmer des ITB Marketing & Distribution Days mit auf eine Reise in die Tourismuszukunft. Die drei wesentlichen Faktoren, die die Zukunft der Welt beeinflussen werden, treiben auch den Tourismus an:
Wohlstand
Ressourcen und
Technologie.
Layar-App
Ja, das Wachstum kommt aus Asien. Aber nein, der Wohlstand wird nicht unbedingt gleichmäßiger verteilt. Die neuen/jungen Märkte sind vor allem in Indien und Brasilien zu finden. Die europäischen Märkte altern rapide – soweit altbekannte demografische Entwicklungen. Die offenen Münder im Publikum entstanden dann jedoch bei der Vorstellung von neuen hochtechnologischen Entwicklungen, die schon bald auch den Tourismus maßgeblich beeinflussen werden: Gestural interfaces, Besucherzentren mit Robotern (Banco Santander), Hologramme (japanisches Popkonzert) und den Brillen und Kontaktlinsen mit “augmented reality-Funktionen”. Yeoman spannte den Bogen weiters über viele Facetten des gesellschaftlichen Wandels und wie Experience Economy, Fluid Identity und dem Spannungsfeld zwischen Materialismus und der Balance zwischen Fortschritt und Ökologie.
Fazit trotz allem technischen Fortschritts: Der Mensch bleibt im Mittelpunkt und die Marke wird wichtiger denn je. Zum Abschluss gab uns Prof. Yeoman noch einen Tipp mit: Die gelungene Marketingkampagne von Südkorea Tourismus, die einige der erwähnten Strömungen bereits jetzt mit Storytelling intelligent verbindet: „An extraordinary journey“: www.haru2010.com
Ein Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, International Market Management
Christine Petersen von Tripadvisor zeigt im Interview zwei wesentliche aktuelle Trends im Online Travel Bereich auf: Einerseits “From Wisdom of crowds to wisdom of friends!“ (Online Freundschaftsempfehlungen) und andererseits „Movement from desktop to second screens (tablets, smart phones)”. Bedeutet also: Mobiles Internet wird zunehmend zum wichtigsten Onlinezugang. Dr. Bernd Fauser von Google schlägt mit seinen Aussagen wie „Mobile first! in dieselbe Kerbe. Das heisst, in Zukunft werden alle neuen Google-Entwicklungen zuerst für mobile Anwendungen konzipiert. Aus der explosionsartigen Verbreitung von mobilen Onlinezugängen entstehen interessanterweise auch neue Buchungsmuster wie „Most bookings on mobile are on Friday, while most bookings on desktop are on Monday“. Bereits 10% der Google-Suche stammt von Smartphones. Zum Abschluss seiner Präsentation beeindruckt Google das Publikum mit Demos von Google Places (Augmented Reality) oder Google goggles. Ganz nach dem Firmenmotto „Don’t be evil!“
Tripatini = Frag einen Spezialisten
Das „ Facebook für Reisende“ (New York Post) schließt Touristen mit Profis (Reisebürovertreter, Reisejournalisten etc.) zusammen und ermöglicht den Usern, Fragen an Insider zu stellen und individuelle Antworten zu bekommen.
Boots N All und Lonely Planet Thorntree Forum = Frag einen Reisenden
Solide Plattformen mit Foren und message boards, die sehr viele Tipps liefern und wo man seine Fragen stellen kann. BootsnAll liefert Hitlisten der populärsten Reiseziele, Informationen über Schnäppchen und bietet Argumente, warum man gerade jetzt dort oder dahin reisen sollte.
TripWolf = Tipps von Experten und Reisenden
Kombiniert Berichte, Erfahrungen von Reisenden mit jenen von Reise-Spezialisten (z.B. Footprint Reiseliteratur). Es gibt sogenannte „Trip-Gurus“, die Reisetipps geben und ihre Lieblingsorte beschreiben. Über einen Reise-Planer kann jeder sein persönliches Reise-Handbuch produzieren und es mit Freunden teilen.
Trip Advisor / Virtual Tourist = Berichte von Reisenden
Trip Advisor ist mit 35 Millionen monatlichen Usern die größte Reisecommunity weltweit. Virtual Tourist gehört seit 2008 zum Trip Advisor Media Network. Beide sind sehr nützlich, um sich Informationen zu Hotels und Restaurants weltweit zu verschaffen. Qualitätsmängel werden gnadenlos aufgedeckt. In der Facebook-Applikation von Trip Advisor kann ich mir anschauen, welche meiner Freunde in Orten waren, für die ich mich gerade interessiere („Cities I‘ve visited“)
Dopplr = Erfahre, wohin deine Freunde reisen werden
Kategorie ”smart trip planning”. Dopplr zielt auf aktive und regelmäßig kommunizierende Reisende ab.
TripSay Kategorie „smart trip planning“. Es erleichtert die Reisevorbereitungen und bringt Abwechslung in die Planung, da Informationen gefiltert angeboten werden, die auf die eigenen Urlaubspräferenzen abgestimmt sind. Es verbindet mich mit anderen Reisenden, denen die gleichen Orte gefallen wie mir und zeigt neue Möglichkeiten auf.
WAYN = Social Network mit Reisebezug
“where are you now?” ist weltweit die größte Reise- und Lifestyle Community. Mitglieder müssen sich im System anmelden und eine Profil-Seite erstellen (wie bei Facebook). WAYN verbindet Menschen mit ähnlichen Vorlieben, Gesinnungen auf Basis ihrer Aktivitäten in der Vergangenheit und ihrer Wünsche/Planungen für die Zukunft. Man kann über instant messaging, Email oder SMS mit anderen kommunizieren.
Foursquare = “Twitter for travel”
Ist eine sogenannte „location-based“ Applikation, mit der über Erfahrungen/Ereignisse z.B. am Wohnort berichtet werden kann. Foursquare wird hauptsächlich mobil genutzt und oft mehr als Spiel gesehen, es gewinnt stark an Beliebtheit.
Falls Sie nicht am International Seminar on Demographic Change and Tourism an der Modul University Vienna teilnehmen konnten - schade, es war wirklich gut – stehen Ihnen die Präsentationen online zur Verfügung (auf der Site hinunterscrollen).
Auftakt des Tages bildete die Einführung in eine neue Publikation der Welttourismusorganisation (UNWTO) und European Travel Commission (ETC), das ”Handbook on Demografic Change and Tourism” (erhältlich um 75 Euro online bei der European Travel Commission).
Nach einer Einführung in internationale Bevölkerungsbewegungen und zukünftige Szenarien/Herausforderungen widmeten sich die Teilnehmer in Arbeitsgruppen der Frage, wie die Tourismuswirtschaft mit den demografischen Veränderungen umgehen kann. Refereten aus Österreich, Schweden, Irland, UK und den USA zeigten Ansätze für Produktentwicklungen und Strategien auf, die im Werben um die agilen 50+ Reisenden erfolgversprechend sein werden.
Das Market-Institut hat jetzt 500 Österreicher gefragt, wie sich verschiedene Urlaubsarten in den nächsten 20 Jahren entwickeln könnten. Bei welchen Urlaubsarten wird das Interesse sich sehr verstärkt haben? Mal abgesehen davon, dass solche Fragen nach zukünftigen Entwicklungen immer mit etwas Vorsicht zu genießen sind (wer hätte vor 20 Jahren die Entwicklung des Internets vorhersagen können?), lassen sich aber doch einige Tendenzen ablesen.
Was mir auffällt, sind gesellschaftliche Trends, die sich in den veränderten Urlaubsgewohnheiten widerspiegeln.
Es vollzieht sich ein demographischer Wandel. Menschen werden älter, dementsprechend können Seniorenreisen zunehmen. Menschen werden individualistischer, das Modell der lebenslangen Partnerschaft erodiert. Individualreisen, Singlereisen und Urlaub als Partnerbörse könnten profitieren. Urlaub war immer schon Gegenwelt zum Alltag. In dem Maße wie der Beruf(stress) immer mehr den Alltag bestimmt, wird in Zukunft der Urlaub noch stärker zum Ort des Abschaltens, Kraft tankens, Auszeit. Folgerichtig steht der Punkt “Reisen als Entgegensteuerung von Burn-Out-Syndromen” auf einem vorderen Platz.
In dem Maße wie man sich im Alltag verausgabt, dient der Urlaub immer stärker zum Aufladen der Batterien. Entsprechen bietet Urlaub die Möglichkeit, sich um sich selbst zu kümmern. Dieses Kümmern betrifft Körper, Geist und Seele. Daher gewinnen nicht nur Gesundheitsurlaube, sondern auch Urlaubsformen, die die geistigen und seelischen Energieressourcen wieder aufladen (Selbstfindungsreisen, Weiterbildungsreisen). Was die Ergebnisse nicht zeigen, ist die gesteigerte Multioptionalität der Urlauber. Es wird versucht immer mehr in einen Urlaub zu packen, d.h. dass die Anzahl der genannten Urlaubsarten für einen einzigen Urlaub, Anzahl der Aktivitäten, etc. immer weiter zunimmt.
Plastische Chirurgiereisen muten sehr exotisch an, aber im Trend liegen die Schönheitsoperationen ja und durchaus möglich, dass in Zukunft mehr Moskauer zum Schlemmen in die Steiermark und anschließendem Fettabsaugen nach Wien fliegen. Dr. Worseg wird es freuen.
Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Tourismus, Trends und Tendenzen
9.45 Uhr: Begrüßung
10.00 bis 11.15 Uhr: Präsentation der UNWTO/ETC-Studie “Demographic Change and Tourism”
11.15 bis 11.45 Uhr: Pause
11.45 bis 12.45 Uhr: Marketingbeispiele aus Österreich, Irland, Schweden
12.45 bis 14.15 Uhr: Mittagspause
14.15 bis 15.15 Uhr: Zukünftige Herausforderungen für das Marketing
15.15 bis 15.45 Uhr: Pause
15.45 bis 17.00 Uhr: Workshop/Think Tank
Am 16.9. findet der ETC/ECM -TourMIS User Workshop an der Modul Universität Vienna statt. Der Teilnehmerkreis rekrutiert sich hauptsächlich aus VertreterInnen von europäischen nationalen Tourismusorganisationen und Städtetourismusorganisationen, die Daten in das TourMIS einwarten. Alle Touristiker, die sich dafür interessieren, wie und welche Daten aus dem TourMIS genutzt werden können, sind herzlich willkommen. Über das TourMIS (Tourismus Marketing Informationssystem) können kostenlos Ankünfte/Nächtigungen in Österreich bzw. in europäischen Ländern und Städten abgerufen werden.
Wir sind für Sie da:
Montag bis Freitag
von 9.00 bis 17.00 Uhr
Impressum
Die in diesem Blog getroffenen Aussagen geben ausschließlich die persönlichen Meinungen der Autoren wieder und stellen keinen offiziellen Standpunkt der Österreich Werbung dar.
Für den Inhalt der Autoren dieses Weblogs verantwortlich ist: Martina Pürkl
Österreich Werbung
Kundenmanagement
Margaretenstraße 1
A-1040 Wien
Die Autoren dieses Weblogs übernehmen keine Verantwortung oder Haftung für die Inhalte externer Websites.