Wege zur Innovation

Das Beratungsunternehmen Arthur D. Little hat in einer internationalen Studie unter 400 Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen, deren Zugang zum Thema Innovations- und Ideenmanagementinnovation kekse untersucht.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten werden Innovationsprozesse leider oft Opfer von Einsparungen. Weiterentwicklungen finden so nur im begrenzten Rahmen der bestehenden Produkte und Märkte statt, wogegen gerade in diesen Phasen völlig neue Produktideen und Geschäftsmodelle gefragt wären.

Für Unternehmen in der Dienstleistungsindustrie empfiehlt die Studie einen Ideen-basierten Zugang zu Innovation, Im Rahmen eines strukturierten Ideenmanagements wird dabei eine Vielzahl kreativer Ideen generiert. Aus diesem Ideenpool werden die erfolgversprechendsten Ansätze gefiltert, und im Zeitraum der nächsten 1-5 Jahre umgesetzt.

Die ausführlichen Ergebnisse der Arthur D. Little Studie „Pathways to Innovation Excellence“ finden Sie hier.

Auch „Urlaub in Österreich“ braucht innovative Produkte, um sich vom Mitbewerb abzuheben und eine eindeutigere Positionierung zu erreichen. Durch Produktinnovations-Workshops unterstützt die Österreich Werbung heimische Touristiker in der Entwicklung von neuen Produktideen um so neue Marktpotenziale zu erschließen. Für die Teilnehmer an diesen Workshops fallen keine Kosten an, da die Leistungen der ÖW durch eine Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend gedeckt sind.

Kontakt für weitere Informationen und Rückfragen: florian.felder@austria.info



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 Florian Felder am 15.07.2010  

Urlaubsplanung der Europäer

Die Notfall- und Serviceagentur Europ Assistance hat jetzt eine aktuelle Studie veröffentlicht. Es wurden 3.500 Europäer (in Frankreich, Deutschland, UK, Belgien, Österreich, Italien und Spanien) zu ihren Urlaubsplanungen für den Sommer 2010 befragt und es schaut nicht schlecht aus für den Tourismusstandort Österreich. Zwar sind die Fallzahlen pro Land bei einigen Fragen in der Studie nicht sonderlich hoch, so dass einige Detailergebnisse mit Vorsicht zu genießen sind, aber Tendenzen lassen sich schon sehr gut erkennen und decken sich auch im Wesentlichen mit unseren eigenen Erkenntnissen.

- die Nachfrage insgesamt in Europa ist stabil

- in den meisten Ländern zieht das Urlaubsbudget wieder an

- das persönliche Budget ist nach einem Höhepunkt in 2009 wieder unwichtiger geworden für die Urlaubsentscheidung, 2010 spielt wieder das Wetter/Klima die größte Rolle

- der Wunsch nach Urlaub in den Bergen steigt leicht an

- Österreich als Urlaubsdestination ist wieder leicht beliebter

- starker Anstieg von österreichischen Befragten, die angeben im eigenen Land Urlaub machen zu wollen

Die komplette Studie gibt es hier zum Download.

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 Holger Sicking am 25.06.2010  

Conversation Studie von Marketagent

Menschen reden miteinander. Wie Paul Watzlawick schon anmerkte, man kann nicht nicht kommunizieren. Gerade im Tourismus ist das Gespräch vor, während und nach dem Urlaub das vielleicht wichtigste Marketinginstrument (wird es überhaupt als Instrument wahrgenommen?). Das österrechischen Marktforschungsinstitut Marketagent.com und die Agentur Publicis haben sich dem Thema nun angenommen und eine “Conversation Study” veröffentlicht, die unter die Lupe nimmt, wie Menschen miteinander über Marken, Produkte oder Werbung sprechen.

Hier der Link zu den Ergebnissen.

Es wird deutlich, dass vor allem das Thema Reise / Urlaub auf Empfehlungen beruht. Egal ob persönlich bei Bekannten und Freunden oder über Social Web Medien. Immerhin 44% haben angegeben, dass die Empfehlungstipps über Social Web Plattformen wichtig für ihre Reise/Urlaubsentscheidungen sind. Dann folgen die Themen “Ausgehen / Party” und “Arbeit / Job”.

Im Detail wird in der Studie beleuchtet, wie wichtig und kompetent verschiedene Informationsquellen bei der Reisebuchung wahrgenommen werden. Mitarbeiter in Reisebüros werden kompetenter als der eigene Partner eingeschätzt, aber den Ausschlag gibt der Partner. Auf Platz drei folgt erfreulicherweise bereits die Websites der Anbieter / Branche. Social Media Plattformen werden als kompetent wahrgenommen und spielen in einer Liga mit Freunden / Bekannten, aber den Ausschlag für eine Reiseentscheidung geben sie noch eher nicht.

Marketagent Umfrage

Über die Studienmethodik: Computer Assisted Web Interviews (CAWI) über die Marketagent.com reSEARCH Plattform. n = 500 Netto-Interviews web-aktiver Personen aus Österreich zwischen 14 und 59 Jahren, die sich innerhalb der letzten 2 Jahre entweder ein Auto oder eine Fotokamera gekauft oder eine Urlaubsreise gebucht haben.
Erhebungszeitraum Februar 2010.



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 Holger Sicking am 23.06.2010  

Neue Ergebnisse für Prognose 2010

Wagen wir doch einmal einen Blick ins nächste Jahr. Welche Urlauber werden weniger reisen, wem kommen die Tränen beim Blick in die Urlaubsgeldbörse, wo und wie wird gespart (wenn überhaupt)? Die Europäische Kommission versucht sich mit ihrer neuen Tourismus-Studie in der Beantwortung dieser Fragen auf europäischem Niveau. Im September 2009 wurden dafür 24.000 Europäer in 27 Ländern zu ihrem Urlaubsverhalten befragt. Die gesamten Ergebnisse gibt es hier.

Beispielergebnisse aus der Studie:

 FlashEurobarometer1

 FlashEurobarometer2

 

Die wichtigen Quellmärkte Niederlande, Deutschland, Österreich und überraschenderweise auch Großbritannien scheinen für 2010 verhältnismäßig stabil in Bezug auf die Nachfrageerwartungen. Knapp 50% der Österreicher geben an, sich 2010 ohne Probleme einen Urlaub leisten zu können.
Besonders gut schaut es in den nördlichen Ländern aus. In Osteuropa wird etwas skeptischer in die Zukunft geschaut. Slowenen, Tschechen und Polen werden anscheinend den Gürtel noch am wenigsten eng schnallen müssen.
Der Wahrheit wird man allerdings wohl erst auf die Spur kommen, wenn die gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Stichwort Arbeitslosigkeit) für 2010 offensichtlicher wird.



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 Holger Sicking am 21.10.2009  

Full Value of Search – auch für TouristikerInnen

Google veröffentlicht seit einiger Zeit ausgezeichnete Marktforschungs-Informationen zum Suchverhalten seiner Nutzer und stellt diese – kostenlos – auf seiner Website “Full Value of Search” zur Verfügung.

Spannend ist dabei die ROPO-Studie “Wie das Internet das Kaufverhalten beeinflusst.

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Ein “must read” für jeden Touristiker ist dabei die “ROPO-in-der-Touristik”-Studie, die Google gemeinsam mit der TUI erstellen lies (hier zum Download ROPO-in-der-Touristik (pdf, 518 KB)). Das Ergebnis in einem Satz: potentielle Gäste recherchieren Online ihren Urlaub und kaufen Offline über das Reisebüro oder direkt beim Hotelier, Fluglinie, Bahn über Telefon oder persönlichen Besuch.

Nicht dass wir TouristikerInnen dies nicht gewusst hätten, jetzt ist es nur dokumentiert. Kritisch betrachtet heisst mein Fazit: Clicks, Online-Actions & Buchungen durch User können nicht einziges Online-Ziel für uns sein!

Aus meiner Sicht ist für Online-TouristikerInnen wieder eines erfolgsentscheidend: guter Content, kontextuell dort platziert wo der User ist. TripAdvisor, HolidayCheck, Wikipedia, FlickR, You Tube und v.a. Meta-Suchfunktionen wie Kayak, YahooAnswers / Yahoo Locals oder Google Maps – das sind die Plattformen wo das Reisegeschäft in Zukunft entschieden wird. Egal ob der Kauf dann online oder offline erfolgt!

Übrigens, haben Sie schon einmal in Google Maps nach “Hotel” Ihren Destinationsnamen gesucht? Erschreckend, in wievielen Destinationen noch immer nur einige Hotels erscheinen wiewohl es hunderte Betriebe in der Region gibt. Noch überraschender ist dies, weil Hotels dort kostenlos Fotos, Content – ja sogar Gutscheine (!) usw. hochladen können. Ein “best practice” vor den Vorhang: Tourotel Hotel Wien!

Ein kurzer Nachsatz: Für all jene die das Tourotel auf Google Maps nicht gleich finden: Geben Sie in Google Maps einfach “Hotel wien” ein (Achtung – achten Sie auf Gross- und Kleinschreibung, aber mehr verrate ich jetzt nicht mehr …!)



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 Österreich Werbung am 18.08.2009  

Social Web statt Tourismus-Messen?

In den letzten Jahren führt diese Frage immer wieder zu heftigen Diskussionen unter TouristikerInnen. Vielleicht ist ja das Business-Netzwerk XING und seine Partner-Sites wie Doodle, slideshare und Dopplr ja inzwischen heute schon bedeutender als etablierte Tourismus-Fachmessen?

XING-Partner

Betrachten wir einmal Zahlen:

80.000 Besuchern auf einer Tourismus-Messe. Ist das viel oder wenig?
Wenn man schätzt, dass davon 50% am Messestand stehenbleiben, sich – wenn auch nur für Sekunden – mit meiner touristischen Marke auseinander setzen heisst das bei einer 4-tägigen Veranstaltung 10.000 Besucher / Tag.

10.000 User pro Tag ist das viel oder wenig? Wir haben am internationalen Länderportal der Österreich Werbung nicht ganz das Doppelte – täglich, 365 Tage im Jahr. Internationale Player im Social Web haben ein Vielfaches davon, die Reise-Bewertungsplattform TripAdvisor rund 3 Millionen und die Reise-Community WAYN rund 1 Million Besucher pro Tag. Das ist viel.

Noch mehr reise-relevanter Content (Fotos, Videos, Empfehlungen, Erlebnisse, Tipps, …) wird täglich von Millionen Menschen auf den “Social Web”-Leadern Facebook oder You Tube konsumiert. Doch woher sollen wir TouristikerInnen die Ressourcen nehmen um touristische Marken im Social Web zu führen. Was wäre wenn Mitarbeiter statt Kataloge auf Messen authentische, persönliche Meinungen zu touristischen Angeboten bei “Gesprächen” im Web”verteilen”? Diese wären noch Monate später über Google, Bing & Co von Anderen “auffindbar”. Doch ist dies wirklich effizienter als eine Messe-Präsenz? Wie beweise ich meinem Vorstands-Gremium dass Social Web Aktivitäten überhaupt messbar sind und daraus auch Resultate zu erzielen sind, im Idealfall sogar – Buchungen?

Mit dieser unter TouristikerInnen eben schwer-diskutierten Fragestellung hat sich jüngst der PR Blogger auseinander gesetzt. Ein sehr lesenswerter Post, der unter anderem auch mit Mythen zum Medienkonsum von Teenagern aufräumt,
Nielsen
auch PR Fundsachen beschäftigt sich mit der äußerst interessanten Studie von Nielsen. Die Antwort:

Nielsen-Grafik

Also wenn es tatsächlich ein Mythos ist, dass junge Konsumenten ausschließlich über das Web erreichbar sind, wie wird dann die Konsum-Entscheidung heute tatsächlich getroffen? Ist gar das Informations-Verhalten anders als wir es bislang vermuteten, also doch nicht Web – sondern bleiben wir besser beim historisch sehr professionell organisiertem Marketing auf Reise- & Tourismus-Messen?

Klaus Eck zitiert als Antwort dazu eine andere Studie:

“Einer Studie von Marketing Sherpa zufolge sind face-to-face Events wie Messen extrem in der Gunst der Entscheider gefallen, während “virtuelle Events” und Suchmaschinen sowie Social Media stark an Relevanz gewonnen haben. Ein weiterer Beleg dafür, dass sich Unternehmen bei der Entscheidungsfindung zunehmend auf die Meinungen im Web stützen.”

Marketing-Sherpa

Für mich ist dieses Zitat eindeutig – und Antwort genug! Aber ich bin ja der Online – Verantwortliche der Österreich Werbung und somit wohl herrlich subjektiv. Doch objektiv wird die Einstiegsfrage wohl niemals zu beantworten sein… .



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 Österreich Werbung am 07.08.2009  

West- und ostdeutsche Gäste im Vergleich

20 Jahre nach der Wiedervereinigung zeigen West- wie Ostdeutsche inzwischen ein recht ähnliches Reiseverhalten. Unterschiede sind nur noch im Kleinen zu bemerken. So präsentiert sich der ostdeutsche Österreich-Urlauber nach wie vor etwas erlebnishungriger, naturverbundener und gesundheitsorientierter als der westdeutsche Gast. Bei der Vorbereitung auf den Urlaub geht der Ostdeutsche faktenorientierter vor: er achtet verstärkt auf den Preis, stellt öfter Preisvergleiche an (gibt aber letztendlich genau so viel aus wie der Westdeutsche), liest Bewertungen und Tipps anderer Gäste und informiert sich öfter über Ausflugs- und Sportangebote. Dem Westdeutschen sind hingegen das Veranstaltungsangebot und die visuellen Eindrücke der potenziellen Urlaubsregion (Internet) wichtiger.

Das Reisebüro spielt beim ostdeutschen Österreich-Urlauber sowohl als Infoquelle als auch als Buchungsstelle eine überdurchschnittlich wichtige Rolle. Das Internet ist aber seine liebste Infoquelle: Hier bevorzugt er häufiger die Websites von Reisezielen/-regionen und Reiseportale während der Westdeutsche häufiger Websites von Unterkünften nutzt. Für die Reiseentscheidung nimmt er sich tendenziell etwas mehr Zeit: So entscheidet er sich häufiger zwischen 1 bis 2 Monate, aber auch 4 bis 6 Monate vor der Anreise. Bei den Kurzfristentscheidern ist er im Gegensatz zum Westdeutschen hingegen (noch) kaum anzutreffen.

Vor Ort ist der Ostdeutsche deutlich aktiver: Ist er ein Städtetourist, nutzt er alle Kultur- und Unterhaltungsangebote häufiger. Als Wintersportler fährt er öfter Ski, geht aber auch häufiger Rodeln und Eislaufen. Im Sommer unternimmt er häufiger Wanderungen und Ausflüge (auch organisierte). Und für all dies nimmt er sich auch etwas mehr Zeit als der Westdeutsche: zwar machen beide am liebsten eine Woche Urlaub in Österreich, aber abseits von den 1-Woche-Urlaubern bleiben die Ostdeutschen bevorzugt länger, während die Westdeutschen eher Kurzurlaub machen.

Die Ostdeutschen sind tendenziell kritischere Gäste, wie ihre Image- und Zufriedenheitsbewertungen zeigen: Sie vergeben bei fast allen Punkten niedrigere Werte als die Westdeutschen. Nur von der Qualität der österreichischen Unterkünfte zeigen sie sich beeindruckter als die Westdeutschen.

Weitere Informationen können Sie hier nachlesen!



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 Marion Michenthaler am 05.08.2009