Die Eidgenossen

Ein Gast-Beitrag von Carmen Breuss, Markt Managerin ÖW Schweiz

„Lern dieses Volk der Hirten kennen“ hat einst der österreichische Schriftsteller Hans Weigel über die Schweiz getitelt. Die Zeiten haben sich geändert – obwohl, noch immer ziert ein Alphirte das Fünffrankenstück! Was die Schweizer prägt, beschäftigt und wie sie sich und ihr Land sehen, wird in diversen Studien erforscht.

Die Credit Suisse, eine der Schweizer Grossbanken, publiziert regelmässig vielbeachtete Berichte. Mit Spannung erwartet werden jeweils das Sorgen-, das Jugend- und das Identitätsbarometer, die Rückschlüsse auf die Befindlichkeit der Schweizer zulassen. Ein paar Kernaussagen haben wir herausgegriffen.

  • Wie entwickelt sich das Selbstverständnis der Schweiz im Kontext der Globalisierung?
  • Welche Elemente bilden heute den Kern des nationalen Basiskonsens?
  • Was ist der Jugend wichtig?

Uhr82 Prozent der Schweizer sind stolz oder sehr stolz auf ihr Land, 81 Prozent bezeichnen das Image ihres Landes im Ausland als sehr oder eher gut. Der Nationalstolz gründet auf der Wirtschaft – auf nicht weniger als sieben wirtschaftliche Merkmale sind 95 und mehr Prozent der Bevölkerung sehr oder eher stolz – so viele wie auf die Eigenständigkeit – das stärkste politische Identifikationselement. Mehrheitlich “sehr stolz“ sind die Befragten auf die Uhrenindustrie, den internationalen Ruf der hohen Qualität und die starken Schweizer Marken im Ausland. Die Stärken des eigenen Landes orten die Schweizer bei der Qualität, der Neutralität, der Bildung, den Mitspracherechten und dem Frieden. Unter die Top Ten geschafft hat es auch der Bereich Freizeit/Tourismus.

 Das Jugendbarometer (16- 25-Jährige) zeigt eine etwas „grüner“ gewordene Jugend, der traditionelle Werte wichtig sind: Freunde, auf die man sich verlassen kann (95 Prozent) und eine gute Partnerschaft beziehungsweise ein gutes Familienleben (89 Prozent). Zwar geben viele Jugendlichen an, das Leben in vollen Zügen geniessen zu wollen (85 Prozent), aber wichtiger sind ihnen Ehrlichkeit (89 Prozent) und Treue (87 Prozent). Ebenfalls hohe Werte erzielen: ein spannender Beruf (85 Prozent), als Persönlichkeit respektiert werden (80 Prozent), verantwortungsbewusst leben (78 Prozent), eine gute Aus- und Weiterbildung (77 Prozent) sowie Toleranz beziehungsweise Selbstständigkeit (je 73 Prozent).

Die Studien der Credit Suisse hier im Detail.



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 Martina Pürkl am 21.08.2011  

3. Eurobarometer Tourismus Studie der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission hat im Februar die dritte Erhebung zum Reiseverhalten der Europäer durchgeführt und die Ergebnisse nun gratis veröffentlicht.
=> Link zum vollständigen pdf-Bericht
Es wurden wieder Themen wie die Reiseplanung 2011, Informationsverhalten, Organisation der Reise, Urlaubsarten, etc. untersucht. Es ist in dieser Form die umfassendste gratis öffentlich zugängliche Untersuchung in immerhin 27 europäischen Ländern.

Hier einige interessante Ergebnisse der Untersuchung:

Eurobarometer1
Angeführt ist die Reiseintensität (Inland- und Auslandsreisen mit mindestens einer Übernachtung) im europäischen Vergleich. Die nordischen Länder haben die höchste Reiseintensität. Fast 90 Prozent der Bevölkerung hat 2010 eine oder mehr Reisen unternommen.

Eurobarometer2
Die Grafik zeigt die genutzten Verkehrsmittel im Vergleich der letzten 3 Jahre. Es wird immer mehr mit dem Flugzeug verreist zu Lasten des Autos. Hier hat über die letzten Jahre begünstigt durch die Budget-Airlines und z.B. der kommerziellen Nutzung / Öffnung von Regionalflughäfen eine kräftige Veränderung stattgefunden. Die Europäer sind es mittlerweile gewohnt, schnell, bequem und günstig in ihr Urlaubsziel zu fliegen. Österreich steht hier vor großen Herausforderungen.

Eurobarometer3
Das Internet wird bei der Reiseplanung und Informationsbeschaffung immer wichtiger. Soviel ist bekannt. Wie sich die europäischen Länder bei der Informationsbeschaffung über das Internet unterscheiden zeigt die obige Grafik.

Eurobarometer5
Die Bedeutung von klassischen Reiseveranstaltern sinkt seit Jahren zu Gunsten des Internets. Die höchste Bedeutung für die Informationssuche haben Reiseveranstalter momentan in Italien und Spanien.

Eurobarometer4
Die höchste Bedeutung des Inlandstourismus hat für 2011 die Türkei. 78% der Reisen gehen ins Inland. Österreich liegt mit 32% im Mittelfeld. Bei den Österreichischen Befragten waren allerdings zum Zeitpunkt der Erhebung noch 21% unentschlossen, bzw. gaben an, keinen Urlaub machen zu wollen. Im letzten Jahr waren in Österreich zum gleichen Zeitpunkt noch 33% unentschlossen (bzw. gaben an, keinen Urlaub machen zu wollen). Für den Inlandsurlaub hatten sich nur 20% entschieden. Das deutet darauf hin, dass die Urlaubsplanung wieder “nachkrisenbedingt” stabiler geworden ist und dass das Inland als Reiseziel nichts an Attraktivität verloren hat.



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 Holger Sicking am 24.05.2011  

KUONI's Global Holiday Report

Ein Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, International Market Management

KuoniDer Schweizer Reisekonzern KUONI präsentierte zum Start der ITB 2011 erstmals den KUONI Global Holiday Report. Mit der Übernahme von GTA (Gulliver Travel) wieder auf Expansionskurs, schlägt KUONI eine klare Differenzierungsstrategie im Wettbewerb mit den großen Mitbewerbern TUI und Co. ein: KUONI will gleichzeitig „Trusted advisor“ und „Destination insider“ für den anspruchsvollen, reiseerfahrenden Gast sein. Dazu gehört fundiertes Wissen über die Zielgruppe und deren Reiseverhalten und –bedürfnisse. Mit dem Global Holiday Report liegt ein aufschlussreiches Psychogramm über die KUONI-Kunden vor: In 12 Märkten wurden 12.000 Kunden vor und nach einer Reise im November/Dezember 2010 befragt. Spannende kulturelle Unterschiede wurden durch diese Consumer Insights deutlich wie z.B. Franzosen sparen beim Essen und Spanier gehen am lockersten mit dem Geld um. Sehr wichtiges Marktwissen, das auch österreichischen Anbietern helfen kann ihr Angebot noch besser auf die Gästebedürfnisse auszurichten. Einziger Wermutstropfen: Der wichtigste Reisemarkt Deutschland ist nicht in der Studie zu finden, da KUONI dort (noch) nicht am Markt präsent ist.

Download unter: www.kuoni.com/holidayreport



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 Martina Pürkl am 11.03.2011  

Die Deutschen reisen wieder mehr

Ich hatte gestern einen Marktforschungs-Vortrags-Marathon hinter mir und bin bombardiert worden mit neuen Zahlen, Fakten, Analysen. Ich werde versuchen die wichtigsten Tendenzen aus den neuesten Umfragen auf einen gemeinsamen Punkt zu bringen. Dieses ist nicht so einfach, da die Quellen recht unterschiedlich ausfallen. Es stehen Daten zur Verfügung von IPK International, der Deutschen Reiseanalyse, ADAC Reise-Monitor, BAT Stiftung für Zukunftsfragen, GFK Travelscope bzw. GFK Travel Insight und der Commerzbank Studie. Wir verlassen uns in unseren Analysen zum deutschen Markt in der Regel auf die Auswertungen der Deutschen Reiseanalyse, da die Studie mit 7.700 persönlichen Interviews pro Jahr aus unserer Erfahrung über Jahre die validesten Ergebnisse liefert. Auf internationaler Ebene sind die Ergebnisse von IPK International dank großer Stichprobe und gesicherter Methodik über Jahre die valideste Quelle. GFK geht mit dem Travel Insight methodisch einen interessanten Weg, da nicht Urlauber befragt werden, sondern direkt auf Buchungszahlen von internationalen Reisebüros zugegriffen wird. Seit 2011 werden erstmals auch 20 Online-Buchungsplattform in die Auswertung aufgenommen.

Kurz die wichtigsten Aussagen:
2010 war touristisch bei den deutschen Urlaubern insgesamt ein gutes Jahr, 2011 sollte noch besser werden. Es wird sowohl international als auch bei den Urlaubsreisen der Deutschen von einem Wachstum ausgegangen. Österreich wird von diesem Wachstum aller Voraussicht nach weniger in Bezug auf die Haupturlaube als vielmehr bei den Kurzreisen profitieren können.
Die Zahl der Reisen der Deutschen mit 5+ Tagen Dauer stagnierte 2010 auf hohem Niveau und liegt nun bei 63,3 Mio. Urlaubsreisen. Die Kurzreisen konnten stark zulegen und stiegen von 74,1 Mio. auf 79,7 Mio. Reisen. Österreich liegt bei den Reisen mit 5+ Tagen Dauer hinter Deutschland, Spanien, Italien und der Türkei auf Rang 5 und hat leicht Marktanteile von 5,9% auf 5,6% verloren. Bei den Kurzreisen ist Österreich das mit Abstand beliebteste Reiseziel der Deutschen im Ausland mit insgesamt 4,3 Mio. Kurzreisen in 2010.

IPK International hat gestern die Pressemitteilung zu den aktuellen Ergebnissen des Europäischen Reisemonitors versendet. Hier liegt Österreich mit einem Marktanteil von 17% bei den Europäischen Urlaubsreisen der Deutschen mit einer Reisedauer von 1 Übernachtung und mehr auf dem 1. Platz vor Spanien und Italien. Österreich konnte demnach sogar leicht zulegen während Spanien und Italien leicht verloren in 2010. Hier die vollständige Pressemitteilung.

Erfreulich haben sich die Ausgaben für Urlaubsreisen insgesamt der Deutschen entwickelt in 2010. Hier war ein Plus zu verzeichnen. Für 2011 stehen die Ampeln auf grün. Die wirtschaftlichen Aussichten werden positiv gesehen, die Absicht in den Urlaub zu fahren ist schon zu Jahresbeginn so konkret wie lang nicht. Die Ausgabebereitschaft steigt weiter. Das zeigt sich auch in den tatsächlichen Buchungsdaten laut GFK für den Sommer 2011. Allerdings wird auch auf mögliche Störfaktoren hingewiesen. Belastend für die Nachfrage nach Urlaub in Österreich könnten sich steigende Benzinpreise erweisen. Auch das Thema Inflation könnte in 2011 eine wichtige Rahmenveränderung darstellen.

Die Reisedauer der Deutschen Urlaube insgesamt konnte sich stabilisieren und liegt nunmehr nach 12,2 Tagen in 2009 bei 12,3 Tagen in 2010. Laut den Experten der Dt. Reiseanalyse sollte sich in Bezug auf die Reisedauer mittlerweile ein Boden gebildet haben.

Information / Buchung:
Bei der Organisation und Buchung von Urlaubsreisen setzt sich die Strukturverschiebung fort. Bei den Buchungsstellen gewinnen die Onlineportale und Unterkünfte (direkt) zulasten der Reisebüros. Es werden vermehrt Einzelleistungen auf Kosten von Pauschalreisen gebucht. IPK International weist darauf hin, dass das „Dynamic Packaging“ immer wichtiger wird, also die flexiblere Zusammenstellung von Einzelleistungen in ein Paket.

Die Dt. Reiseanalyse hat 2011 einen interessanten Blick in die Tiefe der Online-Suche geworfen und stellt fest, dass die Online-Urlaubsinformationssucher im Durchschnitt 13 verschieden Websites zur Urlaubsvorbereitung besuchen. 22% der Online-Informierer suchen sogar auf über 20 verschiedenen Websites. Im Durchschnitt verbringen die Online-Informierer 9 Stunden! mit der Urlaubsvorbereitung im Internet. Insgesamt haben 70% der deutschen Bevölkerung einen Online-Zugang, 50% nutzen das Internet für die Urlaubsvorbereitung und 30% buchen über das Internet.
Der Kampf um den Gast wird auf jeden Fall härter. Die vorliegenden Daten zeigen, dass vor allem der deutsche Urlauber immer reiseerfahrener wird und sich für eine immer weiter ansteigende Anzahl von Reisezielen und Urlaubsformen interessiert. Sie sind „multioptional“ und sehen verschiedene Möglichkeiten ihre Urlaubsbedürfnisse zu befriedigen. Destinationen werden dadurch immer austauschbarer, selbst wenn sie sich objektiv betrachtet unterscheiden. Das stellt das Marketing im Tourismus vor große Herausforderungen. Gepaart mit der Tendenz zur vollen Angebots- und Kostentransparenz durch das Internet, wird der Urlauber immer mehr zum „lachenden Dritten“ im harten Wettbewerb der Anbieter. Konsequente Kundenorientierung ist erfolgsrelevant. Eine starke Marke und eine gute Position im „Potential Set“ wichtiger denn je.

Ein weiterer Punkt, der mir erwähnenswert scheint, sei kurz angerissen. Es geht um den Zeitpunkt der Reiseplanung. Gemäß dem ADAC-Reise-Monitor fangen 2/3 der Urlauber spätestens ½ Jahr vor der Reise an, ihren Urlaub zu planen. ½ Jahr vor Reisebeginn haben bereits 65% sich für das Land entschieden, 59% für den Ort und 45% für die Unterkunft. Während Land und Ort konstant blieben, wird die Unterkunft immer später geplant. Das hat sicherlich mit den besseren Hotel-Recherchemöglichkeiten über das Internet zu tun. Betrachtet man sich die tatsächlichen Buchungen über Reisebüros und über Online-Buchungsplattformen (Quelle GFK), zeigt sich, dass 35% aller Reisebüroumsätze 6 Monate und früher (61% 4 Monate und früher) und 26% aller Online-Buchungsumsätze 6 Monate und früher (52% 4 Monate und früher) verbucht werden.

GFK liefert gleich auch die Länderunterschiede mit. So wird die Spitze bei den Buchungen für den Sommerurlaub bei Reisebüros in den Niederlande, Deutschland und Großbritannien bereits im Jänner erreicht, bei Frankreich im März und bei Italien und Russland im Juni/Juli. Die Daten beziehen sich auf Auslandsurlaube insgesamt, also auch auf Fernreisen, die einen längeren Planungshorizont haben und sind nicht eins zu eins auf Österreich übertragbar. Die Informationen in Kombination mit österreichspezifischen Kennzahlen sind aber sicher hilfreich für die Marketingplanung.
Zusammengefasst: Der Deutsche Urlauber scheint die Krise überwunden zu haben und wird in 2011 wieder mehr reisen und auch mehr Geld ausgeben. Österreich ist bei den Kurzreisen stärker gefragt als bei den längeren Aufenthalten. Internet wird noch wichtiger. Der Gast ist multioptional und wird immer anspruchsvoller und differenzierter.

Die Studien:
Dt. Reiseanalyse (aktuelle Ergebnisse online noch nicht verfügbar)
ADAC Reise-Monitor
GFK Travelscope
GFK Travel Insight
 (ITB Präsentation nicht online verfügbar)
Commerzbank Studie
World Travel Monitor IPK International: Weltweite Reisetrends und ITB Travel Trends  Report
Tourismusanalyse 2011 BAT Stiftung für Zukunftsfragen



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 Holger Sicking am 10.03.2011  

Nicht nur das Wandern ist der Schweizer Lust.

Carmen

Ein Gastbeitrag von Carmen Breuss,
Marktmanagerin ÖW Schweiz

Bei meinen Biketouren oder Wanderungen erlebe ich es immer wieder: Die Schweiz ist multisportiv. Im täglichen Leben zuhause und in den Ferien. Und dank der Erfahrung im eigenen Land recht wetterfest und gut ausgerüstet. Ein Paradies für Outdoor-Ausstatter! Jeder dritte Schweizer gibt Sport sogar als Reisemotiv an. Für Österreich spannend: Wandern hat in den letzten Jahren wieder deutlich an Beliebtheit zulegen können. Was steht nun wo auf der Rangliste der Aktivitäten?

Zu den beliebtesten Sportarten der Schweizer gehören Radfahren/Mountainbiken (35 %), Wandern/Walking (33,7%) und Schwimmen (25.4%). Laut der neuesten Studie des Bundesamtes für Sport „Sport Schweiz – Das Sportverhalten der Schweizer Bevölkerung“ treiben 40% der Schweizer Bevölkerung mehrmals pro Woche mindestens drei Stunden Sport. Dieser Anteil ist in der Deutschschweiz mit 45% sogar noch höher. Obwohl sich die Befragten in rund 200 verschiedenen Sportarten engagieren, gibt es einige klare Spitzenreiter in der Gunst der Aktiven: Radfahren, Wandern/Walking, Schwimmen. Der Sport hat in der Schweizer Wohnbevölkerung ein ausgezeichnetes Image: 98 Prozent der Befragten glauben, dass der Sport einen positiven Beitrag an die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen leistet. Mehr Infos dazu finden Sie hier.



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 Martina Pürkl am 17.02.2011  

"Verkaufen Sie noch, oder lösen Sie schon?"

Unter diesem Titel  hat die Technische Universität Dortmund (Juniorprofessur für Dienstleistungsmanagement) eine Studie erstellt, und darin „Solution Selling“ – also das kundenorientierte Verkaufen von Lösungen –  als Strategieoption für den Handels- und Dienstleistungssektor untersucht.

 

Die Studie betrachtet die Thematik branchenübergreifend vom Elektrofachhandel über Finanzdienstleister bis hin zu Reiseveranstaltern, und leitet daraus folgende spannenden Ergebnisse und Erfolgsfaktoren ab:

 

  • Die Leistungsangebote und Positionierungen der Anbieter in den einzelnen Branchen sind zumeist sehr austauschbar. Daher differenzieren sich besonders erfolgreiche Unternehmen stärker als kundenorientierte „Lösungsanbieter“, als beispielsweise nur über den Preis. Restaurant Neni, Naschmarkt
  • Kunden von lösungsorientierten Anbietern sind zufriedener, kaufen öfter wieder, empfehlen öfter weiter, nutzen häufiger Cross-Selling-Angebote und kaufen häufiger höherpreisige Produkte.
  • Um von den Kunden als Solution Seller wahrgenommen zu werden, bedarf es vor allem eines hohen Individualitätsgrades der Leistung, intensiver Beratung und dem Paketlösungscharakter der Leistung.

 

Die Österreich Werbung behandelt den Aspekt der Problemlösung im Rahmen der Innovationsworkshops, um das bewusste Lösen von Kundenproblemen und –anforderungen auch in den Mittelpunkt innovativer touristischer Produkte & Angebote zu stellen.

 

Kontakt für weitere Informationen und Rückfragen: florian.felder@austria.info



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 Florian Felder am 09.11.2010  

Wege zur Innovation

Das Beratungsunternehmen Arthur D. Little hat in einer internationalen Studie unter 400 Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen, deren Zugang zum Thema Innovations- und Ideenmanagementinnovation kekse untersucht.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten werden Innovationsprozesse leider oft Opfer von Einsparungen. Weiterentwicklungen finden so nur im begrenzten Rahmen der bestehenden Produkte und Märkte statt, wogegen gerade in diesen Phasen völlig neue Produktideen und Geschäftsmodelle gefragt wären.

Für Unternehmen in der Dienstleistungsindustrie empfiehlt die Studie einen Ideen-basierten Zugang zu Innovation, Im Rahmen eines strukturierten Ideenmanagements wird dabei eine Vielzahl kreativer Ideen generiert. Aus diesem Ideenpool werden die erfolgversprechendsten Ansätze gefiltert, und im Zeitraum der nächsten 1-5 Jahre umgesetzt.

Die ausführlichen Ergebnisse der Arthur D. Little Studie „Pathways to Innovation Excellence“ finden Sie hier.

Auch „Urlaub in Österreich“ braucht innovative Produkte, um sich vom Mitbewerb abzuheben und eine eindeutigere Positionierung zu erreichen. Durch Produktinnovations-Workshops unterstützt die Österreich Werbung heimische Touristiker in der Entwicklung von neuen Produktideen um so neue Marktpotenziale zu erschließen. Für die Teilnehmer an diesen Workshops fallen keine Kosten an, da die Leistungen der ÖW durch eine Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend gedeckt sind.

Kontakt für weitere Informationen und Rückfragen: florian.felder@austria.info



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 Florian Felder am 15.07.2010  

Urlaubsplanung der Europäer

Die Notfall- und Serviceagentur Europ Assistance hat jetzt eine aktuelle Studie veröffentlicht. Es wurden 3.500 Europäer (in Frankreich, Deutschland, UK, Belgien, Österreich, Italien und Spanien) zu ihren Urlaubsplanungen für den Sommer 2010 befragt und es schaut nicht schlecht aus für den Tourismusstandort Österreich. Zwar sind die Fallzahlen pro Land bei einigen Fragen in der Studie nicht sonderlich hoch, so dass einige Detailergebnisse mit Vorsicht zu genießen sind, aber Tendenzen lassen sich schon sehr gut erkennen und decken sich auch im Wesentlichen mit unseren eigenen Erkenntnissen.

- die Nachfrage insgesamt in Europa ist stabil

- in den meisten Ländern zieht das Urlaubsbudget wieder an

- das persönliche Budget ist nach einem Höhepunkt in 2009 wieder unwichtiger geworden für die Urlaubsentscheidung, 2010 spielt wieder das Wetter/Klima die größte Rolle

- der Wunsch nach Urlaub in den Bergen steigt leicht an

- Österreich als Urlaubsdestination ist wieder leicht beliebter

- starker Anstieg von österreichischen Befragten, die angeben im eigenen Land Urlaub machen zu wollen

Die komplette Studie gibt es hier zum Download.

europ1



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 Holger Sicking am 25.06.2010  

Conversation Studie von Marketagent

Menschen reden miteinander. Wie Paul Watzlawick schon anmerkte, man kann nicht nicht kommunizieren. Gerade im Tourismus ist das Gespräch vor, während und nach dem Urlaub das vielleicht wichtigste Marketinginstrument (wird es überhaupt als Instrument wahrgenommen?). Das österrechischen Marktforschungsinstitut Marketagent.com und die Agentur Publicis haben sich dem Thema nun angenommen und eine “Conversation Study” veröffentlicht, die unter die Lupe nimmt, wie Menschen miteinander über Marken, Produkte oder Werbung sprechen.

Hier der Link zu den Ergebnissen.

Es wird deutlich, dass vor allem das Thema Reise / Urlaub auf Empfehlungen beruht. Egal ob persönlich bei Bekannten und Freunden oder über Social Web Medien. Immerhin 44% haben angegeben, dass die Empfehlungstipps über Social Web Plattformen wichtig für ihre Reise/Urlaubsentscheidungen sind. Dann folgen die Themen “Ausgehen / Party” und “Arbeit / Job”.

Im Detail wird in der Studie beleuchtet, wie wichtig und kompetent verschiedene Informationsquellen bei der Reisebuchung wahrgenommen werden. Mitarbeiter in Reisebüros werden kompetenter als der eigene Partner eingeschätzt, aber den Ausschlag gibt der Partner. Auf Platz drei folgt erfreulicherweise bereits die Websites der Anbieter / Branche. Social Media Plattformen werden als kompetent wahrgenommen und spielen in einer Liga mit Freunden / Bekannten, aber den Ausschlag für eine Reiseentscheidung geben sie noch eher nicht.

Marketagent Umfrage

Über die Studienmethodik: Computer Assisted Web Interviews (CAWI) über die Marketagent.com reSEARCH Plattform. n = 500 Netto-Interviews web-aktiver Personen aus Österreich zwischen 14 und 59 Jahren, die sich innerhalb der letzten 2 Jahre entweder ein Auto oder eine Fotokamera gekauft oder eine Urlaubsreise gebucht haben.
Erhebungszeitraum Februar 2010.



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 Holger Sicking am 23.06.2010  

Neue Ergebnisse für Prognose 2010

Wagen wir doch einmal einen Blick ins nächste Jahr. Welche Urlauber werden weniger reisen, wem kommen die Tränen beim Blick in die Urlaubsgeldbörse, wo und wie wird gespart (wenn überhaupt)? Die Europäische Kommission versucht sich mit ihrer neuen Tourismus-Studie in der Beantwortung dieser Fragen auf europäischem Niveau. Im September 2009 wurden dafür 24.000 Europäer in 27 Ländern zu ihrem Urlaubsverhalten befragt. Die gesamten Ergebnisse gibt es hier.

Beispielergebnisse aus der Studie:

 FlashEurobarometer1

 FlashEurobarometer2

 

Die wichtigen Quellmärkte Niederlande, Deutschland, Österreich und überraschenderweise auch Großbritannien scheinen für 2010 verhältnismäßig stabil in Bezug auf die Nachfrageerwartungen. Knapp 50% der Österreicher geben an, sich 2010 ohne Probleme einen Urlaub leisten zu können.
Besonders gut schaut es in den nördlichen Ländern aus. In Osteuropa wird etwas skeptischer in die Zukunft geschaut. Slowenen, Tschechen und Polen werden anscheinend den Gürtel noch am wenigsten eng schnallen müssen.
Der Wahrheit wird man allerdings wohl erst auf die Spur kommen, wenn die gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Stichwort Arbeitslosigkeit) für 2010 offensichtlicher wird.



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 Holger Sicking am 21.10.2009  

Full Value of Search – auch für TouristikerInnen

Google veröffentlicht seit einiger Zeit ausgezeichnete Marktforschungs-Informationen zum Suchverhalten seiner Nutzer und stellt diese – kostenlos – auf seiner Website “Full Value of Search” zur Verfügung.

Spannend ist dabei die ROPO-Studie “Wie das Internet das Kaufverhalten beeinflusst.

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Ein “must read” für jeden Touristiker ist dabei die “ROPO-in-der-Touristik”-Studie, die Google gemeinsam mit der TUI erstellen lies (hier zum Download ROPO-in-der-Touristik (pdf, 518 KB)). Das Ergebnis in einem Satz: potentielle Gäste recherchieren Online ihren Urlaub und kaufen Offline über das Reisebüro oder direkt beim Hotelier, Fluglinie, Bahn über Telefon oder persönlichen Besuch.

Nicht dass wir TouristikerInnen dies nicht gewusst hätten, jetzt ist es nur dokumentiert. Kritisch betrachtet heisst mein Fazit: Clicks, Online-Actions & Buchungen durch User können nicht einziges Online-Ziel für uns sein!

Aus meiner Sicht ist für Online-TouristikerInnen wieder eines erfolgsentscheidend: guter Content, kontextuell dort platziert wo der User ist. TripAdvisor, HolidayCheck, Wikipedia, FlickR, You Tube und v.a. Meta-Suchfunktionen wie Kayak, YahooAnswers / Yahoo Locals oder Google Maps – das sind die Plattformen wo das Reisegeschäft in Zukunft entschieden wird. Egal ob der Kauf dann online oder offline erfolgt!

Übrigens, haben Sie schon einmal in Google Maps nach “Hotel” Ihren Destinationsnamen gesucht? Erschreckend, in wievielen Destinationen noch immer nur einige Hotels erscheinen wiewohl es hunderte Betriebe in der Region gibt. Noch überraschender ist dies, weil Hotels dort kostenlos Fotos, Content – ja sogar Gutscheine (!) usw. hochladen können. Ein “best practice” vor den Vorhang: Tourotel Hotel Wien!

Ein kurzer Nachsatz: Für all jene die das Tourotel auf Google Maps nicht gleich finden: Geben Sie in Google Maps einfach “Hotel wien” ein (Achtung – achten Sie auf Gross- und Kleinschreibung, aber mehr verrate ich jetzt nicht mehr …!)



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 Österreich Werbung am 18.08.2009  

Social Web statt Tourismus-Messen?

In den letzten Jahren führt diese Frage immer wieder zu heftigen Diskussionen unter TouristikerInnen. Vielleicht ist ja das Business-Netzwerk XING und seine Partner-Sites wie Doodle, slideshare und Dopplr ja inzwischen heute schon bedeutender als etablierte Tourismus-Fachmessen?

XING-Partner

Betrachten wir einmal Zahlen:

80.000 Besuchern auf einer Tourismus-Messe. Ist das viel oder wenig?
Wenn man schätzt, dass davon 50% am Messestand stehenbleiben, sich – wenn auch nur für Sekunden – mit meiner touristischen Marke auseinander setzen heisst das bei einer 4-tägigen Veranstaltung 10.000 Besucher / Tag.

10.000 User pro Tag ist das viel oder wenig? Wir haben am internationalen Länderportal der Österreich Werbung nicht ganz das Doppelte – täglich, 365 Tage im Jahr. Internationale Player im Social Web haben ein Vielfaches davon, die Reise-Bewertungsplattform TripAdvisor rund 3 Millionen und die Reise-Community WAYN rund 1 Million Besucher pro Tag. Das ist viel.

Noch mehr reise-relevanter Content (Fotos, Videos, Empfehlungen, Erlebnisse, Tipps, …) wird täglich von Millionen Menschen auf den “Social Web”-Leadern Facebook oder You Tube konsumiert. Doch woher sollen wir TouristikerInnen die Ressourcen nehmen um touristische Marken im Social Web zu führen. Was wäre wenn Mitarbeiter statt Kataloge auf Messen authentische, persönliche Meinungen zu touristischen Angeboten bei “Gesprächen” im Web”verteilen”? Diese wären noch Monate später über Google, Bing & Co von Anderen “auffindbar”. Doch ist dies wirklich effizienter als eine Messe-Präsenz? Wie beweise ich meinem Vorstands-Gremium dass Social Web Aktivitäten überhaupt messbar sind und daraus auch Resultate zu erzielen sind, im Idealfall sogar – Buchungen?

Mit dieser unter TouristikerInnen eben schwer-diskutierten Fragestellung hat sich jüngst der PR Blogger auseinander gesetzt. Ein sehr lesenswerter Post, der unter anderem auch mit Mythen zum Medienkonsum von Teenagern aufräumt,
Nielsen
auch PR Fundsachen beschäftigt sich mit der äußerst interessanten Studie von Nielsen. Die Antwort:

Nielsen-Grafik

Also wenn es tatsächlich ein Mythos ist, dass junge Konsumenten ausschließlich über das Web erreichbar sind, wie wird dann die Konsum-Entscheidung heute tatsächlich getroffen? Ist gar das Informations-Verhalten anders als wir es bislang vermuteten, also doch nicht Web – sondern bleiben wir besser beim historisch sehr professionell organisiertem Marketing auf Reise- & Tourismus-Messen?

Klaus Eck zitiert als Antwort dazu eine andere Studie:

“Einer Studie von Marketing Sherpa zufolge sind face-to-face Events wie Messen extrem in der Gunst der Entscheider gefallen, während “virtuelle Events” und Suchmaschinen sowie Social Media stark an Relevanz gewonnen haben. Ein weiterer Beleg dafür, dass sich Unternehmen bei der Entscheidungsfindung zunehmend auf die Meinungen im Web stützen.”

Marketing-Sherpa

Für mich ist dieses Zitat eindeutig – und Antwort genug! Aber ich bin ja der Online – Verantwortliche der Österreich Werbung und somit wohl herrlich subjektiv. Doch objektiv wird die Einstiegsfrage wohl niemals zu beantworten sein… .



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 Österreich Werbung am 07.08.2009  

West- und ostdeutsche Gäste im Vergleich

20 Jahre nach der Wiedervereinigung zeigen West- wie Ostdeutsche inzwischen ein recht ähnliches Reiseverhalten. Unterschiede sind nur noch im Kleinen zu bemerken. So präsentiert sich der ostdeutsche Österreich-Urlauber nach wie vor etwas erlebnishungriger, naturverbundener und gesundheitsorientierter als der westdeutsche Gast. Bei der Vorbereitung auf den Urlaub geht der Ostdeutsche faktenorientierter vor: er achtet verstärkt auf den Preis, stellt öfter Preisvergleiche an (gibt aber letztendlich genau so viel aus wie der Westdeutsche), liest Bewertungen und Tipps anderer Gäste und informiert sich öfter über Ausflugs- und Sportangebote. Dem Westdeutschen sind hingegen das Veranstaltungsangebot und die visuellen Eindrücke der potenziellen Urlaubsregion (Internet) wichtiger.

Das Reisebüro spielt beim ostdeutschen Österreich-Urlauber sowohl als Infoquelle als auch als Buchungsstelle eine überdurchschnittlich wichtige Rolle. Das Internet ist aber seine liebste Infoquelle: Hier bevorzugt er häufiger die Websites von Reisezielen/-regionen und Reiseportale während der Westdeutsche häufiger Websites von Unterkünften nutzt. Für die Reiseentscheidung nimmt er sich tendenziell etwas mehr Zeit: So entscheidet er sich häufiger zwischen 1 bis 2 Monate, aber auch 4 bis 6 Monate vor der Anreise. Bei den Kurzfristentscheidern ist er im Gegensatz zum Westdeutschen hingegen (noch) kaum anzutreffen.

Vor Ort ist der Ostdeutsche deutlich aktiver: Ist er ein Städtetourist, nutzt er alle Kultur- und Unterhaltungsangebote häufiger. Als Wintersportler fährt er öfter Ski, geht aber auch häufiger Rodeln und Eislaufen. Im Sommer unternimmt er häufiger Wanderungen und Ausflüge (auch organisierte). Und für all dies nimmt er sich auch etwas mehr Zeit als der Westdeutsche: zwar machen beide am liebsten eine Woche Urlaub in Österreich, aber abseits von den 1-Woche-Urlaubern bleiben die Ostdeutschen bevorzugt länger, während die Westdeutschen eher Kurzurlaub machen.

Die Ostdeutschen sind tendenziell kritischere Gäste, wie ihre Image- und Zufriedenheitsbewertungen zeigen: Sie vergeben bei fast allen Punkten niedrigere Werte als die Westdeutschen. Nur von der Qualität der österreichischen Unterkünfte zeigen sie sich beeindruckter als die Westdeutschen.

Weitere Informationen können Sie hier nachlesen!



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 Marion Michenthaler am 05.08.2009  

Chancen von Ferienwohnungen-/häusern

Im Zuge unserer Sommer-Aktion „Dem deutschen Gast auf der Spur“ wurde die Frage gestellt, wie die Chancen von Ferienwohnungen/-häusern in Zukunft einzustufen sind.

Sowohl Ferienwohnungen/-häuser als auch Hotels haben in den letzten drei Jahrzehnten starke Zuwächse verzeichnet. Während das Hotel bei den deutschen Urlaubern auch in den letzten 10 Jahren noch zulegen konnte, weisen Ferienwohnungen/-häuser aber inzwischen eine stagnierende Entwicklung auf. Diese Entwicklung gilt auch für die Österreich-Reisen der Deutschen.

Laut RA-Trendstudie 2020 ist in Zukunft weiterhin mit leicht steigenden Marktanteilen der Hotels zu rechnen. Aber auch für die mehr individuellen Wohnformen in Ferienwohnungen- /häusern zeigen sich Zukunftspotenziale. Hintergrund dafür ist u.a. der weiterhin steigende Qualitätsanspruch der deutschen Urlauber. Dazu gehört auch der Wunsch nach einer geschützten Privatsphäre.
Es könnte zukünftig also zu einer Art Polarisierung kommen: Einerseits haben Unterkunftsformen, die rundum einen kompletten Service anbieten können, eine steigende Tendenz, andererseits auch solche, die mehr Individualität bzw. Intimität bieten, wie etwa Urlaub im Ferienhaus.
Wobei das eine (Komplettservice) das andere (Privatsphäre) aber nicht ausschließen muss. Schon jetzt ist der Trend zu „mehr Service und Qualität“ in Ferienwohnungen/-häusern zu beobachten: Einerseits über mehr Serviceangebote (Frühstück, Putz-/Waschservice, Einkaufen, etc.) andererseits über eine bessere Ausstattung (u.a. technische Annehmlichkeiten).

Chancen für Ferienwohnungen/-häuser sind also vor allem in der Kombination von “Qualität und Intimität” zu sehen. Hier spielen auch flexiblere Raumaufteilungen oder sogar flexiblere Raumteilungskonzepte, die der unterschiedlichen Zusammenstellung der Gästegruppen und ihrer Privatsphäre Rechnung tragen, eine Rolle.

Detaillierte Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.



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 Marion Michenthaler am 30.07.2009  

Dem deutschen Gast auf der Spur

Gerade in schwierigen Zeiten ist das Wissen über das Reiseverhalten auf unseren Herkunftsmärkten von besonderer Wichtigkeit. Wir wollen daher den Sommer 2009 dem deutschen Urlauber widmen. Dabei ist uns wichtig, auf Ihre Anliegen einzugehen. Gibt es etwas, das Sie schon immer über den Deutschen wissen wollten oder sind gerade jetzt – vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise – Fragen aufgetaucht, die wir Ihnen beantworten können?
Wir haben diesen Aufruf bereits vor einer Woche über unsere ÖW News gestartet und können daher gleich mit der Beantwortung der ersten Frage starten:

Wie wirkt sich die Wirtschaftskrise auf die Preissensibilität des deutschen Gastes aus?
Der Deutsche ist ein reiseerfahrener Urlauber, dessen Reisekompetenz sich (unabhängig von der Wirtschaftskrise) natürlich auch in einer kritischen Preis-Leistungsorientierung äußert. Der Anteil jener, der bei den Reisen aber nur auf den Preis schaut, ist mit 11% eher gering. Qualität ist für den Deutschen also wichtig, besonders auf Österreich-Reisen.

Betrachtet man die Wintersaison 2008/09, so war auf den ersten Blick von einer Sparneigung der deutschen Ö-Gäste keine Rede: mit Tagesausgaben von 133 Euro pro Kopf haben Sie rund 10 Euro mehr als noch vor zwei Jahren ausgegeben. Mehr wurde vor allem für die Unterkunft und für Unterhaltung bezahlt. Gespart wurde allerdings bei den Restaurantbesuchen, bei einem gleichzeitigen Anstieg der Ausgaben für Essen/Getränke in Supermärkten.

Diese Tendenz zum Selbstversorger wird sich im Sommer noch verstärken. Der deutsche Ö-Sommergast zählt häufiger als der Ö-Wintergast zur Mittelschicht, die Anfang des Jahres überdurchschnittlich oft angab, sich an den Reisekosten des Vorjahres orientieren zu wollen und keine höheren Ausgaben zu planen. Die deutschen Ö-Sommerurlauber werden also an ihren Qualitätsstandards zumindest festhalten (höhere Ausgaben für die Unterkunft sind unwahrscheinlich) und vorrangig Einsparungen bei den Nebenausgaben – verstärkt bei der Verpflegung und bei kostenfreien Urlaubsaktivitäten (z.B. Wandern) – suchen.

Der Deutsche zeigt von sich aus also keine verstärkte Neigung, bei der Qualität zu sparen, er hat aber gelernt sich „umzuschauen“. Wenn Qualität zu günstigem Preis zu haben ist (Stichwort: Preisdumping), wird er diese natürlich auch nutzen.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Haben Sie ebenfalls eine Frage zum deutschen Urlauber? Dann teilen Sie mir diese bitte mit. Ich freue mich darauf!



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 Marion Michenthaler am 22.07.2009