Daniel Amersdorffer, Managing Partner von Tourismuszukunft, spricht über aktuelle Entwicklungen im Bereich Social Media und Tourismus.
Tags: Online, Social Web, Travel 2.0, Web 2.0
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Daniel Amersdorffer, Managing Partner von Tourismuszukunft, spricht über aktuelle Entwicklungen im Bereich Social Media und Tourismus.
“Couchsurfing” ist ja nicht wirklich neu und wurde über die letzten Jahre beliebter. Mittlerweile tummeln sich auf der größten Couchsurfing-Website couchsurfing.org ca. 2,7 Mio. Couchsurfer weltweit. Während das Couchsurfing an sich keine kommerziellen Interessen verfolgt, sind in der Zwischenzeit Start-Ups auf dem Markt, die die Idee des Couchsurfings mit Gewinnorientierung verbinden. Das US-Unternehmen airbnb.com lässt seit 2008 Privatpersonen auf einer Internetplattform ihre Zimmer vermitteln. Seit 2009 bietet gloveler.com einen ähnlichen Service an. Wimdu.at ist eine weitere Plattform. Stärkeren Schwung bekommt der Trend zur privaten Zimmervermittlung durch die Gründung des Start-Ups 9flats.com des deutschen Entrepeneurs Stephan Uhrenbacher, der sich auch schon für Qype verantwortlich zeigte. Im Grunde ist 9flats.com eine Kopie des airbnb.com Konzepts. Das Konzept von 9flats.com: Jeder Onliner kann über die Plattform seine Wohnung, ein Zimmer oder eine Couch im Wohnzimmer kostenlos anbieten. Bei jeder Buchung bekommt 9flats.com eine Provision. Die Zahlung zwischen Mieter und Vermieter übernimmt 9flats.com dabei komplett selbst. Ausgezahlt wird der Übernachtungsbetrag allerdings erst nach der ersten Nacht, um den Reisenden abzusichern, dass das Geld erst überwiesen wird, wenn die Leistung erbracht wurde. Bei einem ersten Check der Angebote stelle ich fest, dass die Appartments/Zimmer teilweise wirklich toll sind, aber auch nicht unbedingt billig. Es stellt sich schon die Frage, warum man für ein Privatzimmer ohne Frühstück fast so viel zu zahlen bereit wäre wie für ein Hotelzimmer incl. Frühstück. Auf der anderen Seite hat man die Möglichkeit in wirklich guten Appartments unterzukommen mit authentischem Flair. Hier ein typisches Beispiel einer Wohnung in Wien: Link. Wird jetzt jeder Besitzer einer interessanten Wohnung zum potenziellen Touristiker? Wer füllt die Meldezettel aus?
Screenshot 9flats.com

KLM hat gemeinsam mit Yahoo eine interessante simple Art der Reiseempfehlungssuche entwickelt. Zu Beginn steht die Frage: “Was wollen Sie in ihrem Urlaub tun oder sehen?”, die der Nutzer mit Schlagworten beantwortet. Dann wird nach dem persönlichen Budget für die Reise gefragt. Die dann präsentierten Infos speisen sich aus WikiTravel, Twitter, Flickr und Google Maps. Der Reisende bekommt so einen recht persönlichen Eindruck von möglichen Reisezielen.
Hier der Link: KLM Travlr
Screenshots:


Kevin May ist Gründer und Herausgeber der Online-Plattform Tnooz, die sich als Anbieter von Nachrichten, Analysen und Kommentaren zum Thema eTourisms versteht.
Als Branchenkenner haben wir ihn zum Thema Video- und Bewegtbild im Tourismus sowie nach seiner Einschätzung zum Verhältnis von Suchmaschinen und Social Media gefragt:
Ein Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, International Market Management
Christine Petersen von Tripadvisor zeigt im Interview zwei wesentliche aktuelle Trends im Online Travel Bereich auf: Einerseits “From Wisdom of crowds to wisdom of friends!“ (Online Freundschaftsempfehlungen) und andererseits „Movement from desktop to second screens (tablets, smart phones)”. Bedeutet also: Mobiles Internet wird zunehmend zum wichtigsten Onlinezugang. Dr. Bernd Fauser von Google schlägt mit seinen Aussagen wie „Mobile first! in dieselbe Kerbe. Das heisst, in Zukunft werden alle neuen Google-Entwicklungen zuerst für mobile Anwendungen konzipiert. Aus der explosionsartigen Verbreitung von mobilen Onlinezugängen entstehen interessanterweise auch neue Buchungsmuster wie „Most bookings on mobile are on Friday, while most bookings on desktop are on Monday“. Bereits 10% der Google-Suche stammt von Smartphones. Zum Abschluss seiner Präsentation beeindruckt Google das Publikum mit Demos von Google Places (Augmented Reality) oder Google goggles. Ganz nach dem Firmenmotto „Don’t be evil!“
Gastkommentar von David Ruetz
Wie keine andere Plattform steht facebook heute für die Sozialen Netzwerke. Und damit auch für Glamour, Geld und große Wirkung: Der Film „The Social Network” hat für ein breites Publikum gesorgt. Er ist frisch mit einem Oscar für die beste Buchadaption gekürt worden und Mark Zuckerberg ist längst Milliardär. Nur knapp zwölf Monate sind vergangen, seitdem die neue Social Media Lounge auf der ITB Berlin in Halle 25 das Gesprächsthema und ein wahrer Besuchermagnet war. Aber seitdem haben sich die sozialen Netzwerke zu einer Selbstverständlichkeit im Alltag entwickelt. Auch im Tourismus sind sie nicht mehr wegzudenken.
In diesem Jahr stellen wir auf der ITB fest, dass es in der Reiseindustrie eine Verschiebung von der Produkt-Innovation zur Prozess-Innovation gegeben hat. Es zählen weniger die neuen Reiseprodukte, als vielmehr alle Bereiche, die dieses Produkt entstehen lassen oder vermarkten. Der Bereich Travel Technology ist deshalb auf der ITB Berlin noch wichtiger geworden. Das Segment expandiert stark. Und auch das 2010 neu eingeführte Segment „Mobile Travel Service“ boomt. In Kombination mit Social Media hat sich ein Trio gebildet, das inhaltlich und technisch immer stärker zusammengewachsen ist.
Als Konsequenz haben wir die Bereiche zusammengelegt und und das neue Forum „eTravel World“ geschaffen. Es soll die Diskussion um die Gestaltung der Reisezukunft bereichern und anschaulicher machen. Die „eTravel World“ wird so auf der ITB Berlin Treffpunkt für alle, die sich für die Verknüpfung der Themen Social Media, Mobile und Tourismus interessieren. Gleich drei verschiedene Locations laden zum Zuhören und Diskutieren ein: Auf der Bühne warten Vorträge und Diskussionsrunden, der Konferenzraum bietet Platz für Workshops und die Lounge lädt dazu ein, Gespräche in entspannter Atmosphäre fortzusetzen.
Am ersten Tag der Messe erwartet die Besucher auf der Bühne der Leiter der Unternehmenskommunikation des Hamburger Airports, Matthias Quaritsch. Er erläutert, warum der Hamburg Airport twittert und auf Facebook aktiv ist. Direkt im Anschluss referieren Bianca Keybach und Benjamin Buhl: Die Geschäftsführer des Oberstaufen Tourismus Marketing, die im letzten Jahr mit einer Google Streetview Kampagne für Gesprächsstoff sorgten, berichten über ihre Tourismuskampagne. Auch im Bereich Mobile wird es spannend: „Vor, nach und während der Reise – näher am Kunden dank mobiler Services“ heißt der Vortrag, den Thomas Berger von CLANMO und Mario Klass von TUI Deutschland an diesem Tag präsentieren.
Am zweiten Messetag hält Oliver Puhe von Trend One um 11 Uhr auf der Bühne einen Mobile-Vortrag zum Thema „Weltweite Trends und Innovationen im Tourismus“. Am Nachmittag bekommen die Messebesucher einiges zur Social Media Entwicklung im Tourismus zu hören: Karen Liller, Social Media Spezialistin bei STA Travel, hält um 15 Uhr auf der Bühne einen Vortrag zum Thema „Corporate blogging for tourism organisations“.
Am Messe-Freitag freue ich mich auf Prof. Dr. Holger Lütters von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, der seine Studie zum Thema „Web2.0 in the Tourism Industry – status quo 2011“ auf der Bühne vorstellt. Im Anschluss daran kommt der Geschäftsführer von Berliner Brandung, Andreas Bersch, zu Wort und widmet sich dem beliebten Thema: „Facebook im Tourismus – Erfolgsfaktoren & Trends“. Nicht nur auf der Bühne warten Vorträge und Referenten, auch die Konferenzräume sind an allen drei Tagen gut gefüllt: Am Freitag verrät zum Beispiel Benjamin Buhl von Trust You mehr zum Thema: „How to profit from Social Media in Travel “. Ab 16 Uhr gibt es dann an allen drei Tagen abschließende Diskussionsrunde mit vielen renommierten Entscheidern aus der Tourismusbranche und ab 17 Uhr bei eine Happy Hour in der Lounge.
Interessant dürften außerdem die Aussteller im Bereich Mobile Travel Services sein. In diesem Jahr zum ersten Mal präsentieren sich Komoot, die Gewinner des letztjährigen VIR Innovationswettbewerbs aus der Kategorie Start-up und internationale Unternehmen wie Vodafone, Voyavo aus den USA und Leadcall aus Großbritannien. Ebenfalls neu mit einem Stand auf der weltweit führenden Reisemesse sind TravelSIM aus Estland, Worldmobi aus Großbritannien und die österreichische A1Telekom Austria AG vertreten. Durch die räumliche Nähe zum Bereich Travel Technology können sich die Besucher außerdem schnell bei den Technologieanbietern informieren. Und zum guten Schluss möchte ich den Kongress empfehlen. Mark Zuckerberg konnten wir zwar nicht als Redner gewinnen, aber es gibt jede Menge spannende Sessions zum Thema Social Networks.
David Ruetz ist Projektleiter der ITB Berlin
Im Forschungslabor «Medienwandel – Gesellschaftswandel» des Instituts für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IMPZ) der Universität Zürich ist eine spannende Zeitreise durch die Mediennutzung entstanden. Vier Minuten, die die Dimension des Wandels eindrücklich aufzeigen.