ITB World Travel Trends Report

Ein Gastbeitrag von Erich Neuhold, Bereichsleiter International Market Management, Österreich Werbung

Forecasting Global and European Tourism – in Cooperation with IPK Int.
Berlin, 10.03.2010

KopfhörerSechs Milliarden Umsatz macht das Tourismus- und Marktforschungsunternehmen IPK weltweit, mit dem IPK „Travel Monitor“ werden seit 1988 in über 60 Ländern Daten analysiert und 500.000 Befragungen zu „Outbound Travel“ durchgeführt. Die Teilnahme an der Präsentation der „World Travel Trends“ bei der ITB ist daher für viele Touristiker ein „Muss“. Die Ergebnisse von Rolf Freitag, dem CEO von IPK Int. in aller Kürze:

2009 hat erstmals eine „Schuldenkrise der Banken“ (und nicht SARS, die Schweinegrippe oder ein Terroranschlag) auf den Tourismus eingewirkt. Wie und ob die Konjunkturpakete greifen werden, bleibt abzuwarten.

„Worst Case“ wäre, wenn die „Schuldenkrise der Banken“ in eine langfristige „öffentliche“ Krise einmünden und eine „Epidemie“ auslösen würde (das gilt insbesondere für Irland, GB, Spanien, Portugal und Griechenland).

Ankünfte, Umsätze und Rentabilität sind gesunken, nicht aus mangelndem Interesse an Urlaubsreisen, sondern aufgrund der gesunkenen „consumer confidence“.  Die Reisen sind kürzer geworden, kein Verzicht, aber bei der Reise wird gespart. Wertschöpfung, Umsätze und Übernachtungen sind zurückgegangen, die Währungsabwertungen z.B. in GB und Schweden haben die Lage noch zusätzlich verschärft, die Urlaubsreisen wurden dadurch teurer.

Langstrecken-Reisen waren stärker betroffen als Kurzreisen, ein für Krisenzeiten typisches Verhalten (nicht zu weit weg von zu Hause). „High End“-Reisende machen zwar nur 1 Prozent der Reisenden aus, auf Ihr „Konto“ gehen jedoch 27 % der Ausgaben.

Der Buchungsanteil im Internet steigt, zurückzuführen u.a. auf die verbesserten Buchungsplattformen.

Bei den Verkehrsmitteln haben der Flug- und der Busverkehr am stärksten gelitten, PKW-Reisen haben zugenommen.

In Deutschland nehmen Inlandsreisen kontinuierlich zu, gerade im Hinblick auf nachhaltige und „gesunde“ Reisen wurden neue Produkte entwickelt. Schnee, -Sport- und Eventreisen liegen ebenfalls im Trend, negative Entwicklung bei den Geschäftsreisen.

PK ITBFür 2010 wird langsamer Aufschwung erwartet, aber es gibt nach wie vor Gefahren und noch keine klaren Signale für ein nachhaltiges Wachstum. Siemens z.B. sagt „Jahre des langsamen Wachstums“ voraus, es zeichnet sich ein zwar langsamer aber kontinuierlicher Aufwärtstrend ab. Erstmals nicht getrieben von Europa (Prognose Auslandsreisen plus/minus 1 %) oder Nordamerika (hohes Staatsdefizit, hohe Schulden,  Prognose minus 5 %), sondern durch Asien (China boomt, sehr dynamisch, Prognose plus 4 %).

Vortrag mit den detaillierten Analysen und Prognosen



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 Martina Pürkl am 15.03.2010  

Das erste Mal

Michael Scheuch (Bereichsleiter Brand Management) und Ulrike Rauch-Keschmann (Unternehmenssprecherin der ÖW) waren in diesem Jahr zum ersten Mal auf der ITB zugegen. Im Interview beschreiben sie, wie es ihnen dabei ergangen ist und welche Eindrücke nach zwei Messetagen hängen geblieben sind:



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 Österreich Werbung am 15.03.2010  

Hinter den Kulissen der Kulinarik

Wie auch schon in den letzten Jahren wurde der Messestand der Österreich Werbung von Haubenkoch Franz Raneburger, Küchenchef auf Schloss Glienicke, kulinarisch betreut. Im Interview erzählt er, was auf der Speisekarte steht und welche Besonderheiten das Kochen auf der Messe mit sich bringt:

Unterstützung bekommt Franz Raneburger von Schülern und Schülerinnen aus österreichischen Hotelfachschulen. Jedes Jahr kommt ein anderes Bundesland zum Zug, 2010 sind die Salzburger Schulen an der Reihe. Eine Schülerin gibt im folgenden Interview einen Einblick in ihre Arbeit auf dem Messestand der ÖW:



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 Österreich Werbung am 14.03.2010  

Interview: Rainer Edlinger über neue Social Media Trends

Rainer Edlinger, Social Web Fachmann der Region Zell am See/Kaprun und Organisator des jährlich stattfindenden Castle Camps auf der Burg Kaprun, erzählt im folgenden Gespräch über neue Trends auf der ITB und sich verändernde Denkweisen in Sachen Social Web.

PS.: Das Castle Camp 2010 findet am 4. und 5. September 2010 wieder auf der Burg Kaprun statt!

PPS: Den von Rainer erwähnten Social Web Guide gibt es hier!



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 Österreich Werbung am 13.03.2010  

Barbara Sammt im Interview

Barbara Sammt – verantwortlich für den Auftritt der Österreich Werbung auf der ITB 2010 – lässt im folgenden Interview die ersten Tage der ITB Revue passieren und erzählt, worauf sie sich nach der Messe besonders freut.



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 Österreich Werbung am 12.03.2010  

Zeit ist der neue Luxus..

DaliEinige Highlights aus der ITB-Podiumsdiskussion „Funktioniert Luxustourismus noch?“. Das Thema klingt zwar nach einem kleinen Segment, was es auch ist, aber einige Aussagen aus der Diskussion treffen meiner Ansicht nach auch für touristische Tendenzen in einem größeren Rahmen zu.
Es diskutierten Klaus Koch (CEO vom Markenconsultant Brandtrust und Moderator), Peter Hill (CEO von Oman Airways) und Hans Peter Holzinger (CEO vom Luxusreiseveranstalter Windrose). Das Publikum konnte per SMS Fragen an den Moderator schicken, der diese auf einem Monitor sah und einbauen konnte.Als Eingangsthese wurde formuliert, dass der Luxustourismus durch die Krise den Zenith überschritten hätte und das Segment in dieser Form nicht mehr funktioniert.

Quintessenz der Diskussion war, dass die Rückgänge 2009 im Luxussegment eine einmalige Situation darstellen. Das Luxussegment ist seit 30 Jahren kontinuierlich gestiegen und nach wie vor eines der resistentesten Bereiche. Die große Angst bei Luxustouristen über mögliche wirtschaftliche Verschlechterung der eigenen Situation sei vorbei. Windrose verbucht z.B. seit Jahresbeginn ein Plus von 9% nach Rückgängen im Vorjahr.
Der Reiseveranstalter verkauft Luxusurlaube nicht als Luxus, sondern als Lebensarttourismus. Er betrachtet Luxus als Genuss, Komfort, Dinge, die man genießen kann. Angebote werden demnach nicht als Luxus, sondern als Lebensart und Lifestyle verkauft. Ganz bewusst auch, um von dem gegenwärtig angeschlagenen Image von Luxus wegzukommen. In diesem Punkt hat die Krise doch auch ihre Spuren hinterlassen. Es zählen jetzt wieder mehr traditionelle Werte. Wichtig ist es, den Luxusgästen einen möglichst stressfreien Urlaub zu bieten. So werden z.B. Museumsführungen außerhalb der Besucherzeiten angeboten. Gourmetaspekte spielen neben den Sehenswürdigkeiten eine große Rolle.
Komfort und Stressfreiheit werden also noch wichtiger. Entschleunigung und Zeit sind der neue Luxus.

Ein anderer Punkt, der recht differenziert diskutiert wurde, war die Bedeutung von Ökotourismus im Luxussegment. Es wurde angemerkt, dass der Ökotourismus kaum eine Rolle spielt und auf absehbare Zeit auch keine Rolle spielen wird. Nachhaltigkeit sei zwar wichtig, aber nicht entscheidend für die Urlaubsentscheidung.

Ein Punkt der aus meiner eigenen Sicht bedeutsam in Bezug auf den Tourismus insgesamt ist, ist der Umstand, dass der Luxus von heute der Mainstream von morgen ist. Früher mag der Flat-TV im Hotel Luxus gewesen sein, heute ist es Standard. Das gilt für den gesamten Wellness-Bereich und es lassen sich noch tausende Beispiele bringen. D.h., dass man das Luxussegment auf jeden Fall in Bezug auf das eigene touristische Angebot der Zukunft beobachten sollte, selbst wenn man nicht in diesem Bereich nach Gästen fischt.



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 Holger Sicking am 10.03.2010  

Die ITB kann starten…

Zur Einstimmung auf die nächsten Tagen luden wir gestern zu einem exklusiven Abendessen ins Jüdische Museum Berlin ein. 4 mal quer – so das Motto und der Name der Veranstaltung – gestaltete sich auch der Abend. Nämlich einfach ein bisschen anders.

30 Journalisten aus Deutschland und Österreich trafen auf 4 österreichische Regionen und konnten diese von einer etwas anderen Seite kennenlernen. Niederösterreich, Kärnten, Oberösterreich und die Nationalparkregion Hohe Tauern waren durch jeweils 3 Personen vertreten und sorgten für gute Stimmung und interessante Gespräche. Sei es bei dem Rundgang durch das Museum, bei dem jede Region auch ein Ausstellungsobejekt vorstellte und damit Lust auf das Museum aber auch auf Österreich machte, oder beim anschließenden Dinner. Die Art und Weise des Ablaufs war für alle neu. Denn hinter dem Namen der Veranstaltung „4 mal quer“ verbirgt sich natürlich auch eine ausgefeilte Idee. 4 Regionen, 4 Tische, 4 Gänge – quer durch Österreich und quer durch das Auditorium des Museums. Denn zwischen den Gängen des Dinners, die aus den vertretenen Regionen stammten, wechselten die Österreicher aus Kärnten, Oberösterreich, Niederösterreich und der Nationalparkregion Hohe Tauern auf den nächsten Tisch und hatten so die Möglichkeit mit allen Journalisten ins Gespräch zu kommen. Zwischen Flusskrebescocktail, Lamm, Rheinanke und Zwetschkenknödel hatte man deshalb immer wieder neue Gesprächspartner. Je später der Abend wurde desto anrregender wurden auch die Unterhaltungen und beim Ausklang mit Digestif fand man nochmal die Möglichkeit sich durchzumischen und Gespräche fortzuführen.

Ein sehr gemütlicher, aber dennoch spannender Abend vor der Hektik der kommenden Tage kam auch bei den Gästen gut an und  wir freuen uns, dass die ITB 2010 in einer so netten Atmosphäre eingeläutet wurde.

Es kann also los gehen…



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 Lisa Rauchbüchl am 10.03.2010