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Tags: Inlandstourismus, Marketing, Marktforschung, Tourismusforschung
Martina Pürkl am 10.02.2009  

Von Bergsteigern und Gipfelstürmern

Ich hab heuer meinen Sommerurlaub im Montafon verbracht: Ein wunderbar-erholsamer Pot Pourri aus Bergsteigen, kulinarischen Highlights, zubereitet von unserer Vorarlberger Gastgeberin, beeindruckenden Naturerlebnissen und Zeit zum faulenzen und lesen.

Als ich nach zwei Wochen mit g’sunder Farbe, trainierten Wadln und bestens erholt in die Arbeit zurückkehrte, erwarteten mich bereits die ersten spannenden Ergebnisse aus T-MONA, dem Tourismus Monitor Austria…
…und siehe da: Bergsteigen war in der heurigen Sommervorsaison (Mai/Juni 08) ein beliebtes Thema. 17% der Urlauber waren in den Bergen unterwegs. Und damit sind richtige, sportive Berg- und Gipfeltouren, oft oberhalb der Baumgrenze, gemeint, mit mindestens 3 Stunden Gehzeit.

Was verrät uns T-MONA sonst noch Spannendes über die Bergsteiger und Gipfelstürmer?

Junge, beruflich etablierte Zielgruppe.
Rund ein Drittel war zwischen 30 und 39 Jahre alt, darunter überdurchschnittlich viele Selbstständige und leitende Angestellte. Mehr als die Hälfte der Bergsteiger kam aus Deutschland, jeder Fünfte war Österreicher, auch Niederländer waren überdurchschnittlich oft in den Gipfelregionen anzutreffen.
Erholung für Körper und Geist.
Zentrales Motiv ist die aktive, sportliche Betätigung in der Natur – daneben sehnen sich Bergsteiger viel häufiger als andere Urlaubsgäste nach „Echtem“ und „Ursprünglichem“ um Kraft für Körper und Geist zu tanken.
Intensives Urlaubserlebnis.
Ein Thema allein reicht dem Bergsteiger nicht aus: Neben sportlichen Aktivitäten jeglicher Art begeistern sie sich auch für Ausflüge, Naturattraktionen, sowie kulturelle und kulinarische Genüsse.
Rundum zufrieden.
Der gesamte Urlaubsaufenthalt wird im Durchschnitt mit 1,6 (Skala von 1-6) sehr gut benotet; sensationelle Bewertungen erhielten vor allem die schöne Landschaft (1,1), die Naturattraktionen (1,3) und das vielfältige Sportangebot (1,4).
Gastfreundlich und gepflegt.
Fast alle Bergsteiger sehen Österreich als gastfreundliches, gepflegtes und sympathisches Urlaubsland, in dem man erholsame Ferien verbringen kann. Es strahlt Lebensfreude und Aktivität aus, ohne dabei an Gemütlichkeit einzubüßen. Im Vergleich zum Österreichurlauber insgesamt unterstreichen sie sehr stark die sportliche Komponente, aber auch das Traditionsbewusstsein: Österreich ist ein aktives, sportliches Urlaubsland, in dem das „Ursprüngliche“ und das „Echte“ bewahrt wird und der Umweltschutz hoch gehalten wird.



Tags: Bergsteigen, Inlandstourismus, Marktforschung, Studien
Österreich Werbung am 26.08.2008  

Google Streetview und Online Identität

Google hat vor einiger Zeit begonnen Strassenzüge abzufilmen und via Google Streetview (Demovideo) den Zuschauer dreidimensional durch die Landkarte wandern zu lassen. Dabei entsteht der Eindruck, man steht wirklich vor den Gebäuden und begegnet den Leuten auf der Straße.

Streetview bringt natürlich für uns Touristiker extrem spannende Möglichkeiten online unsere Marke zu kommunizieren – und das echt zweinullig: authentisch und echt, halt so wie die Dinge wirklich sind. Und – Google hat die Tourismus-Organisationen der Städte in denen gefilmt wurde nicht um deren Erlaubnis und Vorschläge gefragt.

Mit dieser neuen Anwendung wird klar eine der wichtigsten Travel 2.0 – Entwicklungen fortgesetzt: im Web wird über touristische Marken immer öfter abseits deren Websites und Online Werbeaktivitäten kommuniziert. Das ist die Challenge der Zukunft für uns Online-Touristiker: Wie gehen wir damit um? Wie setzen wir Online Brand Management in der Praxis um, wenn wir keinen Einfluss darauf haben, wer über und mit und manchmal auch gegen unsere touristischen Marken kommuniziert. Noch schlimmer: in den meisten Fällen wissen wir gar nicht davon …

Es gibt aus meiner Sicht nur eine Antwort darauf: Hinein ins Geschehen, selbst personelle Ressourcen bereitstellen und diese Teil der Kommunikation zur und über die Marke werden lassen.

Schritt 1: Monitoring der eigenen Marke z.B. via google alerts oder technorati blogsuche. Geben Sie in beiden Fällen zuerst einmal ihren Markennamen ein, oder den ihres Mitbewerbers …

Schritt 2. Eine eigene Online Identität für die touristische Marken schaffen. Diese brauchen sie um im web 2.0 mit anderen in einen Dialog treten zu können, dies wird meist nur funktionieren wenn man Personen in den Vordergrund lässt. Mitarbeiter des TVB’s, der Therme oder der sympathische Liftwart, der im Sommer Bergbauer ist. Hoteliers der Region oder am allerbesten – Einheimische, die in der Region leben und von ihren täglichen Erlebnissen erzählen.

Die erste Region Österreichs die diese schwierige Thematik professionell aufgegriffen hat kommt aus dem Salzburgischen, genauer gesagt aus dem Lammertal. Genial, einfach & sauber gelöst. Die Gäste werden es lieben …

Aber bildet Euch selbst ein Bild dazu … – bin gespannt auf Eure Meinung zu dem Projekt.



Tags: Destination, Google, Inlandstourismus, Innovation, Kundenorientierung, Social Web, Travel 2.0, Web 2.0, Weblog
Österreich Werbung am 11.06.2008  

Google im TV – Pflichtprogramm für Touristiker

Google Trends ist zwar dzt. nur in englischer und chinesischer Sprache verfügbar, dennoch ist Karl Pall, der google-Österreich Chef hier innovativ unterwegs.

Wie überhaupt sich möglicherweise Österreich Österreich doch nicht nur als Provinzposse eines Bloggers sondern als nachhaltiger Google-Standort in Österreich etablieren könnte.

Wiewohl – Technik-Freaks freuen sich möglicherweise darüber – für uns Touristiker hat diese Meldung kaum Relevanz.



Tags: Google, Inlandstourismus, Innovation, Österreich, Trends
Österreich Werbung am 01.06.2008  

Falschmeldungen erhöhen Inlandsstatistik

Eine der wichtigsten Richtwerte für Touristiker ist die Ankunfts-und Nächtigungsdaten. In einem aufwändigem Erhebungs-Prozedere über Gemeinden, Länder und Bund erhebt die Statistik Austria jährlich die Daten aller gewerblichen Gästeankünfte und -nächtigungen in Österreich. In der letztjährigen Tourismusstatistik ist allerdings ein skurriler Fall eingetreten: Falschmeldungen in Wien führen zu einer falsch dargestellten Statistik der Inlandsurlauber in Wien und zeigen überhöhte Inlandsnächtigungen 2007.

Zwischen Jänner und Dezember 2007 wurden in Wien ca. 300.000 Nächtigungen (+9%) und 156.000 Ankünfte (+11%) von Wienern registriert. Es wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit Zimmer, die von einem Wiener Besteller für ausländische Gruppen reserviert worden sind, als Wiener Nächtigungen verbucht.

Um diesen Fehler zu korrigieren bucht nun Wien sämtliche Ankünfte/Nächtigungen des „Herkunftslandes Wien“ für das Jahr 2007 in die Rubrik „Übriges Ausland“ um, damit für 2007 nicht ein Inlandsboom vorgetäuscht wird. Auf welche Herkunftsländer sich diese 300.000 Nächtigungen verteilen, kann allerdings heute nicht mehr nachvollzogen werden.

Die Statistik Austria wird diese Änderung auf Österreich-Ebene NICHT durchführen, sondern nur in Berichten darauf hinweisen. Das heißt, dass auch im kostenlos zugänglichen TourMIS die bisher angeführten Zahlen zum Inlandstourismus in Wien und somit auch in Österreich (33 Mio., +2,7%) bleiben werden. Bereinigt um die Falschmeldungen ergeben sich für Österreich 2007 ca. 32,7 Mio. (+1,8%) Inlandsnächtigungen und 10,2 Mio. Inlandsankünfte (+3,4%).

Mein Fazit ist wo immer die Gäste auch herkommen – wichtig ist doch nur eines: mehr Ankünfte und zufriedene Gäste in Österreich, oder?



Tags: Inlandstourismus, Statistik, TourMIS
Österreich Werbung am 05.03.2008  

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