3. Eurobarometer Tourismus Studie der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission hat im Februar die dritte Erhebung zum Reiseverhalten der Europäer durchgeführt und die Ergebnisse nun gratis veröffentlicht.
=> Link zum vollständigen pdf-Bericht
Es wurden wieder Themen wie die Reiseplanung 2011, Informationsverhalten, Organisation der Reise, Urlaubsarten, etc. untersucht. Es ist in dieser Form die umfassendste gratis öffentlich zugängliche Untersuchung in immerhin 27 europäischen Ländern.

Hier einige interessante Ergebnisse der Untersuchung:

Eurobarometer1
Angeführt ist die Reiseintensität (Inland- und Auslandsreisen mit mindestens einer Übernachtung) im europäischen Vergleich. Die nordischen Länder haben die höchste Reiseintensität. Fast 90 Prozent der Bevölkerung hat 2010 eine oder mehr Reisen unternommen.

Eurobarometer2
Die Grafik zeigt die genutzten Verkehrsmittel im Vergleich der letzten 3 Jahre. Es wird immer mehr mit dem Flugzeug verreist zu Lasten des Autos. Hier hat über die letzten Jahre begünstigt durch die Budget-Airlines und z.B. der kommerziellen Nutzung / Öffnung von Regionalflughäfen eine kräftige Veränderung stattgefunden. Die Europäer sind es mittlerweile gewohnt, schnell, bequem und günstig in ihr Urlaubsziel zu fliegen. Österreich steht hier vor großen Herausforderungen.

Eurobarometer3
Das Internet wird bei der Reiseplanung und Informationsbeschaffung immer wichtiger. Soviel ist bekannt. Wie sich die europäischen Länder bei der Informationsbeschaffung über das Internet unterscheiden zeigt die obige Grafik.

Eurobarometer5
Die Bedeutung von klassischen Reiseveranstaltern sinkt seit Jahren zu Gunsten des Internets. Die höchste Bedeutung für die Informationssuche haben Reiseveranstalter momentan in Italien und Spanien.

Eurobarometer4
Die höchste Bedeutung des Inlandstourismus hat für 2011 die Türkei. 78% der Reisen gehen ins Inland. Österreich liegt mit 32% im Mittelfeld. Bei den Österreichischen Befragten waren allerdings zum Zeitpunkt der Erhebung noch 21% unentschlossen, bzw. gaben an, keinen Urlaub machen zu wollen. Im letzten Jahr waren in Österreich zum gleichen Zeitpunkt noch 33% unentschlossen (bzw. gaben an, keinen Urlaub machen zu wollen). Für den Inlandsurlaub hatten sich nur 20% entschieden. Das deutet darauf hin, dass die Urlaubsplanung wieder “nachkrisenbedingt” stabiler geworden ist und dass das Inland als Reiseziel nichts an Attraktivität verloren hat.



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 Holger Sicking am 24.05.2011  

Preise bei der Reise

Der oft zitierte Big-Mac Index gibt an, wie sich die Kaufkraft von Land zu Land unterscheidet. Mittlerweile wird immer öfter der Ikea-Billy-Regal-Index ins Spiel gebracht, der das gleiche Ziel verfolgt und auch ein recht verlässlicher Indikator zu sein scheint.

Die Idee eines simplen Index gefällt mir gut, also habe ich mich auf die Suche nach simplen Indikatoren für den Tourismus gemacht, allerdings weniger in Bezug auf die Kaufkraft eines Erdbürgers, sondern eher in Bezug auf das Preisniveau in einem Urlaubsland. Simpel und aussagefähig wären z.B. die Kosten für eine Kugel Eis in einem Urlaubsland. Ist aber schwierig zu erheben. Fündig geworden bin ich im Internet bei drei anderen Indikatoren, die den Tourismus tangieren und schnell und aktuell verfügbar sind. Zum einen der Hotel-Preis-Index von trivago. Die Hotelpreise ermitteln sich monatlich aus den Preisen von 53 Hotelketten und Onlinereisebüros.  Zweitens die Spritpreise. Sind online vom arbö erhältlich für die europäischen Länder. Drittens, und jetzt geht es in Richtung Big-Mac-Index, die Bierpreise in den europäischen Ländern. Auf der Website pintprice.com haben tausende von Nutzern Bierpreise für die europäischen Länder eingegeben und der Durchschnittspreis wird berechnet. Wer also seine Urlaubsplanung vom Alkoholpreis abhängig machen möchte wird hier fündig. Der Bierpreis korreliert übrigens weniger mit den Spritpreisen, aber stark mit den Hotelpreisen eines Landes und ist sicher kein schlechter Indikator für das generelle Preisgefüge bei den Urlaubsausgaben.

Für die grafische interaktive Darstellung habe ich ein Tool im Internet genutzt, das man kostenlos verwenden kann.

Man kann hier jeweils auf die folgenden Charts clicken und gelangt dann zu den interaktiven Grafiken. Viel Spass.

scatter

balken

weltkarte



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 Holger Sicking am 09.07.2010  

Wo sind die Touristen?

Die neuen Technologien eröffnen auch der Tourismusforschung neue Möglichkeiten, Informationen über die Touristen und die Reiseströme zu erlangen. Eine spannende Innovation ist das Geotagging, bei dem Photos mit dem geographischen Aufnahmeort versehen werden und anschließend auf die bekannten Photoplattformen wie Flickr oder Picasa geladen werden. Das kann mittlerweile jedes Iphone und immer mehr GPS-Handies anderer Hersteller. Was es bringt? Man kann ziemlich genau sagen, wo sich Touristen prinzipiell aufhalten. Es wird aufgezeichnet, wo genau ein Photo geschossen wurde und da Touristen ja eigentlich ständig Photos knipsen (vor allem die Asiaten), bekommt man ein recht gutes Bild.

Hier zwei prominente Beispiele:
Es wurden die Informationen aus Panomario Photos ausgewertet und an Hand einer Heatmap dargestellt. Gelb signalisiert hohe Tourismusintensität, rot mittlere und blau geringe Tourismusintensität.

Heatmap Touristen Europa

Hier der Link zur Originalseite Bluemoon.

Spezifischer wird es in den genialen Darstellungen von Eric Fischer, der die Geoinfos von Flickr und Picasa dazu verwendet Stadtkarten zu visualisieren, auf denen man sieht wo Touristen und Einheimische ihre Photos schießen.
Hier dier Link zur Flickrseite von Eric Fischer.

Für Wien sieht die Visualisierung wie folgt aus. Die roten Markierungen sind Photostandorte von Touristen, blaue von Einheimischen und gelbe sind nicht eindeutig zuordenbar.

Eric Fischer Wien farbig groß

Unten links erkennt man übrigens das Schloss Schönbrunn, unten rechts den Zentralfriedhof.
Wer noch genauer hineinzoomen möchte kann sich hier das Originalbild (6 MB) downloaden, dann erkennt man
die Touristenintensität auf einzelnen Straßenzügen in Wien. Jetzt brauchen wir das Ganze nur noch für Gesamtösterreich!



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 Holger Sicking am 22.06.2010  

ITB World Travel Trends Report

Ein Gastbeitrag von Erich Neuhold, Bereichsleiter International Market Management, Österreich Werbung

Forecasting Global and European Tourism – in Cooperation with IPK Int.
Berlin, 10.03.2010

KopfhörerSechs Milliarden Umsatz macht das Tourismus- und Marktforschungsunternehmen IPK weltweit, mit dem IPK „Travel Monitor“ werden seit 1988 in über 60 Ländern Daten analysiert und 500.000 Befragungen zu „Outbound Travel“ durchgeführt. Die Teilnahme an der Präsentation der „World Travel Trends“ bei der ITB ist daher für viele Touristiker ein „Muss“. Die Ergebnisse von Rolf Freitag, dem CEO von IPK Int. in aller Kürze:

2009 hat erstmals eine „Schuldenkrise der Banken“ (und nicht SARS, die Schweinegrippe oder ein Terroranschlag) auf den Tourismus eingewirkt. Wie und ob die Konjunkturpakete greifen werden, bleibt abzuwarten.

„Worst Case“ wäre, wenn die „Schuldenkrise der Banken“ in eine langfristige „öffentliche“ Krise einmünden und eine „Epidemie“ auslösen würde (das gilt insbesondere für Irland, GB, Spanien, Portugal und Griechenland).

Ankünfte, Umsätze und Rentabilität sind gesunken, nicht aus mangelndem Interesse an Urlaubsreisen, sondern aufgrund der gesunkenen „consumer confidence“.  Die Reisen sind kürzer geworden, kein Verzicht, aber bei der Reise wird gespart. Wertschöpfung, Umsätze und Übernachtungen sind zurückgegangen, die Währungsabwertungen z.B. in GB und Schweden haben die Lage noch zusätzlich verschärft, die Urlaubsreisen wurden dadurch teurer.

Langstrecken-Reisen waren stärker betroffen als Kurzreisen, ein für Krisenzeiten typisches Verhalten (nicht zu weit weg von zu Hause). „High End“-Reisende machen zwar nur 1 Prozent der Reisenden aus, auf Ihr „Konto“ gehen jedoch 27 % der Ausgaben.

Der Buchungsanteil im Internet steigt, zurückzuführen u.a. auf die verbesserten Buchungsplattformen.

Bei den Verkehrsmitteln haben der Flug- und der Busverkehr am stärksten gelitten, PKW-Reisen haben zugenommen.

In Deutschland nehmen Inlandsreisen kontinuierlich zu, gerade im Hinblick auf nachhaltige und „gesunde“ Reisen wurden neue Produkte entwickelt. Schnee, -Sport- und Eventreisen liegen ebenfalls im Trend, negative Entwicklung bei den Geschäftsreisen.

PK ITBFür 2010 wird langsamer Aufschwung erwartet, aber es gibt nach wie vor Gefahren und noch keine klaren Signale für ein nachhaltiges Wachstum. Siemens z.B. sagt „Jahre des langsamen Wachstums“ voraus, es zeichnet sich ein zwar langsamer aber kontinuierlicher Aufwärtstrend ab. Erstmals nicht getrieben von Europa (Prognose Auslandsreisen plus/minus 1 %) oder Nordamerika (hohes Staatsdefizit, hohe Schulden,  Prognose minus 5 %), sondern durch Asien (China boomt, sehr dynamisch, Prognose plus 4 %).

Vortrag mit den detaillierten Analysen und Prognosen



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 Martina Pürkl am 15.03.2010  

Fotowettbewerb für nachhaltigen Tourismus

Setzen Sie auf Nachhaltigkeit und Verantwortung gegenüber Natur, Umwelt und MitarbeiterInnen? Bieten Sie ein nachhaltiges Angebot? Und fotografieren Ihre Gäste?

Dann könnten Sie sie auffordern, hier mitzumachen um z.B. ein Sony VAIO VGN-P11Z/G Notebook zu gewinnen! Ganz zu schweigen von der völlig kostenlosen europaweiten Werbung für Ihre Region oder Ihren Betrieb, wenn dann ein Foto gerade Ihres Betriebes gewinnt … ;-) )

EDEN-Fotowettbewerb

Die EU sucht das Foto, das die Idee des nachhaltigen und verantwortungsvollen Tourismus am besten ins Bild setzt. Sie will damit Reiseziele in Europa fördern, die sich dem verantwortungsvollen Tourismus verschrieben haben.

Teilnehmen können alle, die gerne reisen und fotografieren. Worauf es ankommt, ist das besondere Gefühl, das mit der Kamera eingefangen wird.

Wie Sie das unterstützen können? Machen Sie Ihre Gäste darauf aufmerksam – in der Hotelzeitung, in den aktuellen News, über Ihren Newsletter …

Einsendeschluss ist der 18. September 2009.

Weitere Informationen und alle Wettbewerbsregeln finden Sie auf dieser Website.



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 Martina Pürkl am 17.08.2009  

Umfassende Europäische Tourismus-Studie gratis

Die Europäische Kommission hat am Freitag den Eurobarometer Flash für Tourismus in E27 Ländern veröffentlicht. Wir durften im Vorfeld bei der Fragebogengestaltung unterstützen und freuen uns bei der Geburt dieses Babys mitgeholfen zu haben. Das Resultat ist eine 126 Seiten umfassende Studie, die auf Interviews mit ca. 27.000 Personen in 27 Europäischen Ländern beruht. Der Inhalt reicht von Urlaubshäufigkeiten in 2008, über Informationsverhalten bis zu den konkreten Urlaubsplänen für 2009. Das heißt wir haben nun die Möglichkeit im Detail zu sehen, in welchen Ländern die Urlauber eher im eigenen Land bleiben und in welchen Ländern sie ins Ausland verreisen wollen.
Gut gemacht sind die kompletten Ländervergleich auf einen Blick, z.B. die Verteilung der Urlaubsreisen über das Jahr nach Monaten. Hier ein kleiner Vorgeschmack.

Monatsverteilung-Urlaub-E27

Die Studie muss jeder Touristiker lesen, der nicht nur Gäste aus Deutschland und Österreich hat.

Ach ja, fehlt noch der Link zur Studie (pdf 4 MB).



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 Holger Sicking am 24.03.2009  

Die ETC beobachtet Online Tourismus Trends

Unsere Freunde der European Travel Commission (ETC) haben vorgestern eine neue Website in die Welt gesetzt. Sie sammeln dort statistische und qualitative Informationen zu den “neuen Medien”. www.newmediatrendwatch.com

Welchen Mehrwert die Seite hat wird man wohl erst in einigen Wochen sehen, momentan gibt es nur einige Basics zum Onlineverhalten von Urlaubsgästen. Vielversprechend ist allerdings das Grafiktool, mit dem Statistiken dargestellt werden. Das lässt auf mehr in Zukunft hoffen.

Statistik-Onlinenutzung



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 Holger Sicking am 28.01.2009  

Noch mehr Prognosen: Via Web-Flugsuchen?

Ich diskutiere mit meinem Team Tourismus-Forschung schon lange wie wir systematisch das Web nützen können um Prognosemodelle für das Reiseverhalten aufzustellen. Wir haben schon einige interessante Analysen gemacht, allerdings bislang noch zu wenig methodisch absichern können um daraus tatsächlich verlässliche Ableitungen treffen zu können.

Ein spannendes Ergebnis liefert aber nun Hitwise, eine der führenden Web-Analyse-Unternehmen weltweit. In einem Travolution Blog-Beitrag stellen die Analysten fest, dass die Flugsuche im Web von Usern aus dem United Kingdom im Vergleich zur Weihnachtswoche im Vorjahr stark gesunken sind – um 42,4%!

Klar kann man ins Spiel bringen, dass v.a. in Mittagspausen und vor / nach der Arbeit das Web im Büro genutzt wird und dieses Jahr aufgrund der günstigen Feiertagslage, weniger Zeit im Büro verbracht wurde. Dennoch machen die Zahlen in jedem Fall nachdenklich. Österreich ist in der Aufstellung leider nicht gelistet, bin noch nicht sicher ob wir das positiv oder negativ interpretieren sollten …:

Change in searches for flights to different geographical areas between 05/01/08 and 03/01/09:

  • USA: -52.2%
  • Eurozone:-44.8%
  • Global average: -42.4%
  • Rest of the world: -34.4%
  • UK Domestic: -32.7%

“There have been big falls in searches for flights to all of the most popular European holiday destinations over the last 12 months: France is down 45.4%, Spain 42.8%, Portugal 41.7% and Italy 41.2%. Change in UK Internet searches for flights to popular destinations between 05/01/08 and 03/01/09:

  • Turkey: -24.6%
  • Dubai: -27.1%
  • Thailand: -32.2%
  • Australia: -32.8%
  • South Africa: -32.9%
  • Caribbean: -34.6%
  • Italy: -41.2%
  • Portugal: -41.7%
  • Spain: -42.8%
  • France: -45.4%

Only five destinations have experienced an increase in flight searches over the last 12 months: Norway, Denmark, Brazil, Morocco and Cuba. Robin Goad commented: “The two areas that have benefitted most from the Pound falling against the Euro are Scandinavia and the cheaper sunshine destinations.”

The Scandinavian countries may still be expensive by global standards, but in relative terms their cost for UK consumers has fallen compared with other European countries. In terms of warmer destinations, the weak pound is encouraging people to look further afield for bargains, with places such as Brazil, Morocco, Cuba, Kenya and India all moving up the rankings over the last 12 months.



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 Österreich Werbung am 10.01.2009  

the empire strikes back

so schnell kann’s gehen:
gestern schrieb peter in seinem blog über seine eindrücke von einem hotel in hannover, die nicht wirklich positiv waren und rief die blogosphäre auf, dies zu verbreiten. ein paar stunden später gab es bereits über 20 beiträge auf anderen blogs (u.a. von helge, daniel und reinhard) und unzählige kommentare. auch auf twitter wurde die sache besprochen. auf google ist peter’s beitrag mittlerweile an 2. Stelle.

beeindruckend. so schnell wird der beitrag auch nicht wieder verschwinden aus den google suchergebnissen. stellt dich die frage: sind es die 5 euro pro stunde für die benutzung des WLANs wert, (wahrscheinlich) einige buchungen zu verlieren? dass immer mehr leute das internet für die vorab-information nutzen, sollte auch den verantwortlichen des hotels klar sein. spätestens seit heute. was mich wieder dazu bringt, was auch in unserem travel 2.0 guide drinsteht: achten sie auf ihre online-reputation und reagieren sie drauf. ich bin mal gespannt, wie das hotel in weiterer folge agiert. laut peter sitzt die chefin ja heute in seinem vortrag.

übrigens: daniel hat einen wettbewerb ausgerufen. wer die beste lösung für die verzwickte lage des hotels findet, erhält eine kiste (bayrisches) bier und eine flasche (französischen) wein. wenn das kein ansporn ist!



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 Österreich Werbung am 27.11.2008  

Fan oder nicht Fan?

Bild_Pixelio.de_RainerSturm
Ich gehe ja nicht wirklich als Fußballfan durch – maximal noch als Anhängerin des FC Mistelbach. Aber was mich wirklich an der EURO fasziniert, ist wie kreativ manche an das Thema Fußball herangehen und andere Blickwinkel ermöglichen.

Zum Beispiel, Homophobie im Fußball anlässlich der EURO 2008 zu thematisieren, stand im Mittelpunkt des europaweit ausgeschriebenen Plakatwettbewerbs “Homo:Foul”. Das Siegerfoto kommt aus Österreich.

Oder “Cordoba Reloaded”: in Erinnerung an das Match in Cordoba traten zwei deutsche und zwei österreichische Mannschaften aus Roboter-Hunden und elektronischen Würfeln gegeneinander an.

Auch die Aktion des Foto-Künstlers Spencer Tunick :
1.840 Menschen zogen sich im Ernst-Happel Stadion aus.

Und Ausstellungen – z.B. im Wien Museum am Karlsplatz: “Wo die Wuchtel fliegt…” oder gleich gegenüber: “herz:rasen” im Wiener Künstlerhaus

Über verschiedene Meinungen und Blickwinkel auch ein überaus lesenswerter Artikel in den Salzburger Nachrichten.
Der-Euro-eine-Chance- (pdf, 5,938 KB)

Und wenn mir mein Bruder vom Match Österreich gegen Kroatien erzählt. Wo er ganz begeistert davon sprach, dass die AnhängerInnen sich gegenseitig bejubelten, beim Singen aushalfen und das auch noch lange nach dem Match in der U-Bahn. Dann freue ich mich über das Völkerverbindende daran.



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 Martina Pürkl am 11.06.2008  

ETC launcht "Europa"-Portal für China

Die European Travel Commission etclogo ist online inzwischen auch sehr gut “drauf” und führt ein internationales Portal, das Gäste ansprechen soll, die an die Destination “Europa” denken. Das neueste Projekt – sie haben vorgestern das neue “Europa”-Portal für den chinesischen Markt “gelauncht”. Doch braucht es Europa? Die Antowort liefert wohl dieses Bild und das Statement des ETC-Präsidenten, Arthur Oberascher.

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“Speaking of Europe, the idea at the core of the European Travel Commission (ETC) is that “Destination Europe” can be more effective as a whole. That we can achieve more, be more successful together than we can on our own”, said Dr Arthur Oberascher, President of the European Travel Commission, at a Press Conference in Bled Slovenia during the ETC’s 74th General Meeting.

Destination Europa – da wir Tourismusprofis noch alle mit “Kirchturm-Denken aufgewachsen” sind, bedarf dies in den Köpfen von uns Tourismus- und Destinations-Experten doch eine Menge an Neuorientierung und Mut zum Loslassen … . Fakt aber ist – Europa ist größer. Und eine angreifbare touristische Marke, ob uns das gefällt oder nicht – eine Menge Gäste nehmen Europa als Ganzes & Tourismusdestinaton war.

Die Zugriffszahlen des touristischen Europaportals zeigen die Realität: grob 1,7 MILLIONEN Besucher 2007, knapp ein Drittel der Besucher des Europa – Portals kommt aus den USA. Eh klar, denkt sich jetzt jeder erfahrene Touristiker. Spannend ist, dass Brasilien aber das zweitgrößte Herkunftsland der “Europa-Clicks” aus touristischer Sicht ist und schon knapp ein Drittel der USA-Visitors ausmachen. Ebenso – Brasilianer interessieren sich sichtlich wirklich für Europa, machen doch die Page-Views mehr als die Hälfte der US-Besucher des Portals aus.

europemap

FAZIT – Ängste beseitigen und loslassen: in einem globalen Online-Wettbewerb touristischer Destinationen, einfacher Erreichbarkeit, größerem frei verfügbaren Einkommen des Einzelnen, mehr frei verfügbare Freizeit der Arbeitnehmer als noch vor 10 Jahren , Entwicklung zu einer nachhaltig orientierten Service-Gesellschaft usw. geht es UNSEREN GÄSTEN nicht mehr um Saalbach vs. Kitzbühel, Ischgl oder doch einem Städtetrip nach Wien. Es geht um Europa. Punkt.



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 Österreich Werbung am 08.05.2008