Halle 17 – Standnummer 104

ein Beitrag von Sophie Popp, ITB-Mitarbeiterin in der Österreich Werbung Deutschland

Wir sind schon mitten in den Vorbereitungen für die ITB 2012. Im letzten Jahr waren es 11.000 Aussteller aus 180 Ländern, die sich auf der weltweit führenden Fachmesse präsentierten. Über 160.000 Besucher fanden ihren Weg auf die ITB. Und auch nächstes Jahr möchte Österreich auf ca. 1.200m² seine Gäste willkommen heißen.

Die ITB 2012 findet von Mittwoch 7. März bis Sonntag, 11. März 2012 statt. Die drei Fachbesuchertage sind Mittwoch, Donnerstag und Freitag. Samstag und Sonntag hat die ITB wieder für das Publikum geöffnet. Der Stand der Österreich Werbung befindet sich, wie schon in den Jahren zuvor, in Halle 17/Standnummer 104.

Auch dieses Jahr sind die Erlebniswelt, das Network Café und die Business Lounge wichtige Bestandteile des Auftritts. Auf Grundlage der Rückmeldungen unserer Partner und unseren eigenen Erfahrungen haben wir folgende Adaptionen für das Jahr 2012 vorgenommen:

  • Thematische Präsentationsfläche für Austeller und Ausstellereinheiten in S, M, L
  • Klares Besucherleitsystem durch Stelenbeschriftung
  • Neue optische Wegführung
  • Neue ÖW-Erlebniswelten
  • ÖW Empfänge an beiden Eingängen
  • Neue Boden-, Decken- und Hintergrundgestaltung hinter den Stelen

Auch für den kulinarischen Genuss ist gesorgt – Starkoch Franz Raneburger und sein Team von Edelweiß Catering werden wieder besondere Köstlichkeiten zaubern. Den Service übernehmen die Schüler und Schülerinnen der Kärntner Tourismusschule.

Ein erster kleiner Einblick in das Design des Gemeinschaftsstandes

2012 wird der Stoff hinter den Stelen mit österreichbezogenen Motiven bedruckt. Auch die Decke wird durch Stoffbahnen mit Relief abgehangen um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen.

 

Ansicht vom Stand Slowenien kommend, rechts Eingang mit ÖW-Empfang und Bildwelt

Aussteller 2012

Wir möchten Ihnen auch unsere Aussteller auf der ITB 2012 nicht länger vorenthalten. Hier sind Sie den  Ausstellern auch schon dicht auf den Fersen. Wir haben sie für Sie alphabetisch nach Bundesland sowie anschließend überregional sortiert: Ausstellerliste_Jan 2012



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 Sophie Popp am 19.12.2011  |   Keine Kommentare

Was bewegt den deutschen Sommergast wohin?

In den letzten Jahren musste das Image der Alpenländer vermehrt Federn lassen. Auf der steten Suche nach Ruhe, Ausgeglichenheitund Abstand zum Alltag zog es die Deutschen vermehrt in die Mittelmeerregionen.

 

fernglas„Die Alpen haben sich in den letzten 20, 30 Jahren von einem Reiseziel für jeden zu einem Reiseziel für Natur- und Aktivurlauber mittleren Alters entwickelt“ (Lohmann, 2011). Genau dieses Potential scheint sich Österreich in diesem Sommer  zu Nutzen gemacht zu haben.

Schaut man sich die derzeitigen Prognosen für den Sommer an (die endgültigen Zahlen standen zum Redaktionsschluss noch nicht fest), so verzeichnet Deutschland in den Monaten Mai bis Juli ein gutes Plus sowohl bei den Ankünften als auch bei den Nächtigungen! Und eben letztere gingen in den letzten zehn Jahren eher zurück. Die Deutschen reisten zwar noch fleißig nach Österreich, blieben aber immer kürzer.

Eine spezielle Erhebung der Österreich Werbung mittels tiefenpsychologischer Interviews (Morphologische Untersuchung) stellte heraus, dass die deutschen Gäste Österreich als heile Welt empfinden. Besonders das Bekenntnis der Österreicher zu Tradition und Werten wird sehr geschätzt, ging doch genau dies in Deutschland selber in den letzten Jahren immer mehr verloren (siehe Bankenkrise und ähnliche Skandale). In der Suche der Deutschen nach Geborgenheit, Ruhe und einfach mal dem Alltagsstress entfliehen, bildet Österreich die perfekte Oase an der südlichen Grenze der Bundesrepublik.

Liest man dies, so fragt man sich, warum die Deutschen denn in den letzten Jahren nicht länger geblieben sind. Die Antwort ist simpel: die heile Welt, die zunächst gesucht wird, fällt einem nach wenigen Tagen dann doch auf den Kopf. Der deutsche Gast sucht nach Abwechslung und Anregung für Geist und Körper. Findet er dies nicht, so fährt er wieder nach Hause, oder aber weiter über die Grenze nach Italien.

Mit diesem Wissen schafft die österreichische Tourismusbranche nun neue Angebote um dem Aufenthalt der deutschen Gäste die richtige Balance zwischen sinnstiftender Ruhe und der nötigen Anregung für Geist und Körper zu geben.

Die Österreich Werbung in Deutschland zum Beispiel schuf mit den Sommerglücksmomenten bereits im Jahre 2010 eine Kampagne, die genau in diesen Topf einzahlt. Ziel der Kampagne ist es die Aufmerksamkeit für die entfaltende Wirkung von prachtvoller Natur, Bewegung, Gastfreundschaft und Wohlfühlen in Österreich zu erreichen. Gemeinsam mit den teilnehmenden Partnern möchte man begeistern, Neugierde und Begehrlichkeiten wecken.

All diese Maßnahmen haben ein Ziel: dem deutschen Gast mehr Gründe nicht nur für ein „Kommen“ nach Österreich zu bieten, sondern vor allem für ein „längeres Bleiben“. Und anscheinend sind wir da auf einem guten Weg – die Kunst ist nur, diesen konsequent weiter zu gehen!

Mehr zur Kampagne “Sommerglücksmomente 2012″ hier.



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 Yvonne Beckers am 22.09.2011  

Betten frei im Oktober?

HerbstHerbstferientermine in Deutschland
4.10. – 14.10.  in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Saarland
10.10 – 22.10. in Hessen und Thüringen sowie Schleswig-Holstein
17.10. – 22.10 in Sachsen,  Sachsen Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen
17.10. – 29.10. in Niedersachsen
24.10. – 5.11 2011 Nordrhein-Westfahlen
31.10.2011 – 5.11.2011  Bayern und Baden-Württemberg

MarketingAktivitäten der Österreich Werbung in Deutschland finden Sie hier.

Weitere Ferientermine im Int. Ferienkalender - Suchen Sie nach Datum, Ferienart oder Ländern.



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 Bettina Kuprian am 12.09.2011  

Mein Resümee

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Ein stimmiger Auftritt und spürbarer Rückenwind vom Markt

Nahezu zwei Monate sind vergangen, seit  die 45.  ITB ihre Tore geschlossen hat. Die Zwischenzeit haben wir intensiv genutzt um selbst sowie gemeinsam mit unseren mehr als 60 Ausstellern eine umfassende Manöverkritik zu absolvieren.

In einem Satz zusammengefasst kann man festhalten: Die überwältigende Mehrheit aller Beteiligten waren sowohl mit dem Gemeinschaftsstand der Österreich Werbung sowie mit den bei der Messe gewonnenen Kontakten sehr zufrieden. Einige schöne Aspekte möchte ich besonders herausstreichen:

  • Das durchwegs positive Feedback der Fachbesucher am Stand.
  • Durch die Integration des Wiener Würstelstandes und den Auftritt der „Merry Poppins“ am Österreich Abend, wurden die Sujets der Österreich Werbung zum Leben erweckt. Großes Kompliment gab es für die neuen, hinterleuchteten Stelen. Diese sorgten für eine zusätzliche Emotionalisierung der Präsentation und ließen den Stand noch heller, einladender und freundlicher erscheinen.
  • Die gastronomische Bewirtung am Stand ist seit Jahren ein Aushängeschild. Sternekoch Franz Raneburger, sein Team von Edelweiß Catering sowie die Schülerinnen und Schüler der Tourismusschulen Semmering schafften es, die Latte noch höher zu legen.
  • Mit der erstmalig gestalteten Tirol-Lounge wurde gemeinsam mit der Tirol Werbung ebenfalls ein neuer Akzent gesetzt, der zusätzlichen Besprechungsraum für Aussteller und Besucher bot.
  • So duftet „Urlaub in Österreich“ – die Präsentation des „Coporate Scent“ durch Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung sowie die Präsentation der neuesten Reisetrends im Rahmen des Pressegesprächs gemeinsam mit Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Reinhold Mitterlehner und dem Bundesspartenobmann der Wirtschaftskammer Johann Schenner, vermittelten spannende Inhalte für eine umfassende und tagesaktuelle Berichterstattung in den österreichischen Medien.

Und was mir sonst noch Berichtenswertes aufgefallen ist:

Eine gute Vorbereitung für die Messe und Kommunikation vor der Messe macht sich mehr denn je bezahlt. Der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit und Termine mit Fachbesuchern steigt unvermindert an. Auch wenn die ITB sich als „Internationale“ Tourismusbörse erfolgreich positioniert hat, ist die Anzahl der Fachbesucher aus Ländern außerhalb Deutschlands meiner Meinung nach noch ausbaufähig.

Ebenso scheint sich das Verhalten der Besucher auf der Messe zu ändern. Die Anzahl sowie das Interesse der Messeteilnehmer im Rahmen der ITB auch Fachveranstaltungen und -vorträge zu besuchen steigt. Auch wenn bis zum Start der ITB 2012 noch Zeit bleibt, die Website www.itb-kongress.de sollte bei Ihren Favoriten gespeichert werden. So sehr ich ein attraktives Programm an Fachvorträgen – und diese gibt es noch dazu kostenlos! – begrüße, so wollen wir gleichzeitig auch sicherstellen, dass diese neue Interessenten anziehen und nicht zu einer Konkurrenz für den Messe-/Standbesuch werden.

„Neue und erfolgreiche Vertriebswege öffnen“ ist eines der aktuell wichtigsten Themen in unserer Branche. Dies ist u.a. eine zentrale Funktion des ITB-Auftrittes und heuer haben wir deshalb das erste Mal die Angebote der Aussteller auch auf iPads präsentiert. Wie sich im Informationstechnologie-Sektor die Unternehmen, Strukturen und Prozesse ändern, konnte man am besten in Halle 7.1. in der „e-Travel World“ erleben. Dort ist große Dynamik  spürbar. Das umfassende Angebot an Information, neuen Distributionskanälen und Dienstleistern verändert auch das Verhalten der Aussteller insofern, dass bei der ITB nicht nur „Zeit zum Verkaufen“ sondern auch zum Informieren eingeplant wird

Und was können Sie für den Österreich-Auftritt bei der ITB 2012, vom 7. – 9. März erwarten? Wir haben die Rückmeldungen und Anregungen aufgenommen und wollen ein Konzept realisieren, das die Aufmerksamkeit des Österreich-Gemeinschaftsstandes weiter steigert. So soll der Stand ein verbessertes Leitsystem durch alle Bundesländer haben,   noch mehr Emotionen wecken und unseren Partnern noch individuellere Präsentationsflächen bieten.

Ideen und Vorschläge sind gerne willkommen.

Bis spätestens zur ITB 2012,

Oskar Hinteregger



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 Markus Aspetzberger am 05.05.2011  

Chancen für den Tourismus durch Sportgroßveranstaltungen

münchen 2018Ein Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, International Market Management

Aus Anlass der vergangenen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen und der Kandidatur für die Olympischen Spiele 2018 in München thematisierte Bayern Tourismus in seiner Pressekonferenz das Thema Sportgroßveranstaltungen. Der bayrische Wirtschaftsminister Martin Zeil würdigte zu Beginn die sehr positive Entwicklung des Tourismus in Bayern in den letzten Jahren. Die Nächtigungen stiegen 2010 auf den Höchststand seit 2001 (+3,6 % ggü. 2009). Besonders starker Zuwachs wurde in Mittelfranken verzeichnet. Verstärkt wurde auch die Internationalisierung: 12,9% mehr ausländische Nächtigungen im Vorjahr (Niederlande, USA) bedeuten das bereits jetzt jede 5. Nächtigung in Deutschland auf Bayern entfällt.

Die Wintersportkompetenz wird in Bayern mit hoher architektonischer Qualität verbunden. Zeil nennt dazu nur zwei Initiativen als Beispiel:

  • Das Projekt „Sightsleeping“ des BayernTourismus bietet „Übernachten für Augenmenschen“ und gibt Bayern eine Vorreiterrolle bei ästhetisch anspruchsvollen Hotels.
  • Artouro, der bayrische Tourismusarchitekturpreis wird 2011 erstmalig und einmalig in Deutschland vergeben.

Für Sybille Wiedenmann von Bayern Tourismus ermöglichen „die Sportgroßveranstaltungen die Marke Bayern mit Leben zu erfüllen“. Die Weiterentwicklung der Sportstätten und der Infrastruktur bringen nicht nur für Spitzensportler Wettkampfstätten, von den massiven Investitionen profitieren auch Bewohner und Gäste. Einige Beispiele unterstreichen diese Entwicklung:

Massive Innovationen der touristischen Leistungsträger wurden dort dadurch initiert. (z.B. Renovierung und Ausbau von Hotels statt, TUI Dorfhotel 2014 geplant). Bayern Tourismus unterstützt diesen Aufschwung mittels umfangreicher Medienarbeit (starke Geschichten erzählen!). So wurden kürzlich 60h Stunden Fernsehmaterial produziert, und von über 1.000 Medien übernommen. Im Rahmen der Ski-WM kam die Medienalm mit KUKA (mit einem 4D-Simulationsroboter der z.B. einen Flug über die Zugspitze ermöglichte) zum Einsatz. Mit dem Projekt “Schneebayern“ wurden alle Wintersportangebote zusammengefasst. Wichtig ist hier für Wiedenmann der Beziehungsaufbau vor Ort d.h. die Gewinnung neuer Bayern-Botschafter. Dies gelingt zunehmend über die neuen Medien. Schon 25.000 Fans auf Facebook zeugen davon. 

 

Charles McKee, VP International Canadian Tourist Commission gab einen smarten Rückblick auf die Erfahrung des kanadischen Tourismus mit den olympischen Winterspielen von Vancouver 2010. In wenigen Bildern berichtete er, wie Kanada von diesem Event langfristig profitieren konnte:

  • Market the Destination, not the Sport. (The Games will sell themselves.)
  • Start early with your brand – Canada keep exploring! (We need to make CAN a “now-destination”, so people need to go this year.)
  • Re-Imaging Canada
  • Your People are your brand.
  • Be ready to harvest the afterglow. (most important lesson of the games: the really heavy work begins after the games, heightened interest in destination)

sportMcKee betonte, dass es nach den Winterspielen vor allem auf die “Conversion” ankam d.h. aus dem gesteigerten Interesse tatsächliche Buchungen zu machen. Über die erhöhte Aufmerksamkeit durch die Winterspiele und die dadurch sympathische Positionierung von Kanada konnte ein sehr hoher Impact und effizientere Werbewirkung erzielt werden.

Die Arbeit endet nicht nach dem Spielen.
Im Gegenteil: Die Dynamik kann erst danach durch massive Werbeanstrengungen in Tourismuserfolgen umgesetzt werden.



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 Martina Pürkl am 11.03.2011  

Blick zu den Nachbarn – Deutsche Zentrale für Tourismus

Ein Gastbeitrag von Heidi Tscharf, Strategie & Unternehmensentwicklung in der Österreich Werbung urban20110209-01-029-350x233

Selbstbewusst und vor Erfolg strotzend präsentiert die DZT ihre Erfolgstory auf der diesjährigen itb. Mit 60,3 Mio. internationalen Übernachtungen hat Deutschland 2010 ein Rekordergebnis gelandet: + 10 % an internationalen Übernachtungen. Insbesondere die Märkte NL (+5,4%), Schweiz (+8,6%), UK (+13%), Italien (+6,2%) boomten, ebenso die Märkte aus Übersee, die in Summe wiederum 2 Mio. mehr Übernachtungen für Deutschland brachten. Zum Vergleich – Österreich bilanzierte 2010 mit 89,9 Mio. ausländischen Übernachtungen und konnte mit dem Ergebnis das Vorjahresniveau halten.

Von den Zugewinnen profitierten innerhalb Deutschlands insbesondere die Bundesländer Bayern (+10,9%), Berlin (+14,1%), NRW (+10,5%), Niedersachen (+11%), Hamburg (+11,9%), Sachsen (+11,3%), Brandenburg (+13,8%).

2011 setzt Deutschland auf die Top Events: FIFA Frauen-Weltmeisterschaft, 125. Geburtstag des Automobils, 200. Geburtstag von Franz Liszt, auf Wellness – und Gesundheitsreisen und das Messe- und Kongressgeschäft.

Bis zum Jahr 2020 prognostiziert das Reiseland Deutschland ein mögliches Wachstum von 20 Mio. Übernachtungen. Ein ambitioniertes Ziel. Respekt.



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 Martina Pürkl am 10.03.2011  

Nachhaltigkeit in Deutschland – Randthema oder Massenbewegung?

„Die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sind für viele Menschen von großer Bedeutung.“, verlautbart eine aktuelle Studie der deutschen Karl Kübler Stiftung unter Berufung einer Online Umfrage des Institutes YouGov.[1] Im Rahmen dieser Befragung stimmten 90 Prozent der Teilnehmer der Aussage zu, dass „wir auf lange Sicht nicht auf Kosten der Menschen in anderen Regionen der Erde und auf Kosten anderer Generationen leben dürfen“.

Aber wie sieht es aus, wenn es ums Eingemachte geht? Laut dem aktuellen Umweltbericht des Bundesumweltministeriums geben 20 Prozent der Bevölkerung an, dass Umwelt- und Klimaschutz unter den politischen Aufgabenbereichen an erster oder zweiter Stelle stehen sollten.[2] Schaut man sich die Bereitschaft an, persönlich für nachhaltige Produkte tiefer in die Tasche zu greifen, sind immerhin noch 77 Prozent bereit einen Aufpreis zu zahlen. Ab zehn Prozent steigen jedoch 39 Prozent der Verbraucher aus. Immerhin 29 Prozent der Befragten würden einen Aufpreis von bis zu 20 Prozent akzeptieren.[3]

Nachhaltigkeit in Politik & Wirtschaft

Generell ist das Thema „Nachhaltigkeit“ in der gesamten Bundesrepublik als solches angekommen. Die breite Masse erwartet hier klare Maßnahmen von Staat und Industrie, die diesem Ruf immer mehr nachkommen.[4] Allein am Beispiel Treibhausgasemissionen zeigt sich, dass Deutschland bereits Vorreiter in Sachen Klimaschutz ist. Das Ziel einer Minderung der Treibhausgasemissionen um 21 Prozent bis zum Jahre 2010 wurde bereits im Jahre 2008 mit 22,4 Prozent überschritten. Auch Deutschlands Unternehmen bemühen sich zunehmend dem Ruf nach umweltbewusstem Handeln gerecht zu werden.

Gelebte Nachhaltigkeit in der Bevölkerung

Für 82 Prozent der Bevölkerung wird ein hohes Umweltbewusstsein und umweltfreundliches Verhalten nicht mehr nur mit Verzicht, sondern auch mit hoher Lebensqualität verbunden. Der Anteil der Menschen, die sich im Umwelt- und Naturschutz aktiv engagieren hat sich von 4 % (2008) auf 9 % mehr als verdoppelt! [5] Dies zeigt sich auch im täglichen Kaufverhalten: der Anteil an Biolebensmitteln mit vorzugsweise regionaler Herkunft steigt stetig. Regional ist „in“ wie lange nicht mehr.

Nachhaltigkeit bei den Postmateriellen & Etablierten© Kai Gaedtke_Berlin

Für Etablierte ist der Umweltschutz kein Herzensanliegen. Jedoch gehört ein gewisses Maß an Umweltschutz zum guten Ton. Da man es sich leisten kann, ist man durchaus bereit mehr Geld für nachhaltige Produkte zu zahlen. Der Trigger ist in diesem Fall jedoch nicht die Nachhaltigkeit, sondern die damit verbundene (oder zumindest vermutete) bessere Qualität. Der Erhalt natürlicher Lebensräume zum Beispiel ist den Etablierten vor allem daher wichtig, weil diese für die Erholung des Menschen wichtig sind. Und genau hier unterscheidet sich dieses Milieu sehr von den Postmateriellen. Diese schützen die Umwelt nicht aus reinem Selbstzweck, sondern weil sie es einfach wichtig finden, dass die Umwelt geschont wird und die Artenvielfalt erhalten bleibt. Sie lehnen z.B. mit einer deutlichen Mehrheit (im Vergleich zu allen anderen Milieus) den Einsatz von Gentechnik ab. Jeder zweite Postmaterielle würde niemals gentechnisch veränderte Produkte erwerben. Sie sind im Gegensatz zu Etablierten auch bereit unkomfortable Veränderungen und Einschränkungen zu Gunsten der Nachhaltigkeit in Kauf nehmen. Genauso wie Etablierte sind sie bereit mehr Geld für nachhaltigen Konsum auszugeben – die Motive sind jedoch unterschiedlich. Auch hier geht es vor allem um den guten Zweck der Sache.[6] Werblich müssen diese beiden Zielgruppen also zum gleichen Thema komplett anders angesprochen werden.

Nachhaltigkeit darf nicht zum Goldesel mutieren!

Die Themen „Nachhaltigkeit & Umweltbewusstsein“ sind in der gesamten Bevölkerung hochsensibel und werden sehr kritisch beäugt. Aus diesem Grund müssen auch Unternehmen, die damit werben, stets authentisch auftreten. Jüngstes „negativ-Beispiel“ in Deutschland ist die Marke „Bionade“. Die Marke, ursprünglich von einem eher kleinen Getränkehersteller auf den Markt gebracht, schaffte es innerhalb kürzester Zeit zum absoluten Kultgetränk in Deutschland zu werden. Bionade galt als DAS nachhaltige Getränk. Der Hersteller verschrieb sich mit einem Teil der Einnahmen fix der Unterstützung diverser nachhaltiger Projekte. Die Limonade selber ist komplett „Bio“. Im Jahre 2008 machte man allerdings zwei entscheidende Fehler: zum Einen wurde die Marke aus „kleinem Hause“ an den Oetker-Konzern verkauft und verlor dadurch das Image der Underdog Firma. Zum anderen wurde der Preis für einen Kasten Bionade von 13 auf ganze 18 Euro angehoben. „Jetzt sind sie gierig geworden“ kommentierten dies zahlreiche, verärgerte Verbraucher in einschlägigen Foren. Als dann auch noch der neue Konzern die finanzielle Unterstützung einiger nachhaltiger Projekt versagte, fielen die Umsätze der einstigen Vorzeigemarke tief in den Keller.[7] Das Thema „Nachhaltigkeit“ darf nicht als Goldesel missbraucht werden! Die Abgrenzung zu Konsumriesen ist (insbesondere der gebildeten Schicht in Deutschland) immens wichtig.   

Bedeutung der Nachhaltigkeit im Tourismus

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Menschen, denen die Nachhaltigkeit im Alltag wichtig ist, dies auch im Urlaub begrüßen. Belege dafür lieferte unlängst die TUI Deutschland. Eine Umfrage aus dem Jahre 2010 bestätigt, dass bereits 12,8 Prozent der Bundesbürger einmal einen Urlaub in einem Hotel mit Umweltsiegel verbracht haben. Besonders hohen Wert auf das Thema legten auch in dieser Studie wieder Urlauber mit Hochschulabschluss (18,2 %), sowie leitende Angestellte bzw. Beamte (23,4 %). Harald Zeiss, Umweltmanager bei TUI Deutschland sagt dazu: „Das Umweltbewusstsein der Urlauber steigt, Urlaubsqualität heißt für immer mehr Menschen auch Umweltqualität. Das bestätigen unsere internen Zahlen: Die Anzahl der Wiederholer ist in den TUI Umwelt Champion Hotels doppelt so hoch wie in Hotels ohne Umweltsiegel.“ Die TUI als Deutschlands größter Reiseveranstalter setzt hier Maßstäbe: bereits seit 1990 setzt sich die Gruppe für umweltschonenden Urlaub ein. Ein Beispiel ist der TUI Wald auf Mallorca: jeder Urlauber, der mit der TUI auf die Balearen fliegt leistet automatisch einen Beitrag zur Wiederaufforstung eines Waldes auf Mallorca.[8] 

Bedeutung des Trends für das Urlaubsland Österreich

Insbesondere Österreich als das Land mit einer der höchsten Bioanbauflächendichte Europas kann von diesem Trend sehr gut profitieren. Österreich hat praktisch von Natur aus alles, was der nachhaltige Gast wünscht: Regionalität ist Tradition, die ganz selbstverständlich gelebt wird. Thematisch eignet sich hier ganz besonders der klassische Wander- und Erholungsurlaub im Sommer und Herbst. Was viele deutsche Gäste noch nicht oder nur sehr wenig kennen, sind z.B. die wunderschönen National- und Naturparks in Österreich. Diese kombiniert mit einer nachhaltigen Anreise mittels der Bahn und dem Angebot regionaler Speisen ist sicher ein Muss für die wachsende Anzahl der Deutschen, denen unsere Umwelt und der Erhalt dieser sehr am Herzen liegen.

 


[1] Studie des Institutes YouGov in Auftrag der Karl Kübler Stiftung,  2010

[2] Umweltbewusstsein in Deutschland 2010 – Hrsg. Umweltministerium der Bundesrepublik Deutschland

[3] LOHAS – Ernst & Young , 2007

[4] Umweltbewusstsein in Deutschland 2010 – Hrsg. Umweltministerium der Bundesrepublik Deutschland

[5] Umweltbewusstsein in Deutschland 2010 – Hrsg. Umweltministerium der Bundesrepublik Deutschland

[6] Umweltbewusstsein und Umweltverhalten der sozialen Milieus in Deutschland, 2008, Umwelt Bundesamt

[7] Quelle: Welt online

[8] Quelle: TUI Deutschland



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 Yvonne Beckers am 08.03.2011  

der Aufbau geht weiter – Tag 4

Aufbautag 4_Bande_Stelen_ITB 2011Auch heute am Donnerstag geht es in Halle 17 sehr geschäftig zu. Jeder werkelt an anderen Stellen und doch tragen alle Aufbauhelfer dazu bei, dass am Ende ein Gemeinschaftsstand entsteht. Sehr spannend war das heute morgen mit anzusehen. Gut, dass die anderen Hallenaussteller heute erst begonnen haben ihr Material zu liefern, so hat unser Messebauer mehr Platz :-)

 

Der Boden ist verlegt und einige Wände stehen auch schon. So konnte man schon in die Küche gehen. Aus dem Boden schauen überall die Kabel raus, aber das wird man bald nicht mehr sehen, denn jetzt kommen so langsam die Aufbauten mit den Stelen und Countern. Waren schon in der Halle zusehen, standen nur noch nicht am richtigen Platz.

 

früh Aufbautag 4_ITB 2011Die Stoffbahnen mit den Bundesländernamen und dem ÖW Schriftzug hingen auch schon ab. Das wird sehr schön, endlich nicht mehr so viel weiß. Ich freue mich schon auf morgen und bin gespannt , wie weit die Mannschaft gekommen ist. Es gibt dann natürlich wieder neue Fotos. Bis dahin …



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 Pamela Ziegler am 03.03.2011  

Neues auf der ITB

David RuetzGastkommentar von David Ruetz

Wie keine andere Plattform steht facebook heute für die Sozialen Netzwerke. Und damit auch für Glamour, Geld und große Wirkung: Der Film „The Social Network” hat für ein breites Publikum gesorgt. Er ist frisch mit einem Oscar für die beste Buchadaption gekürt worden und Mark Zuckerberg ist längst Milliardär. Nur knapp zwölf Monate sind vergangen, seitdem die neue Social Media Lounge auf der ITB Berlin in Halle 25 das Gesprächsthema und ein wahrer Besuchermagnet war. Aber seitdem haben sich die sozialen Netzwerke zu einer Selbstverständlichkeit im Alltag entwickelt. Auch im Tourismus sind sie nicht mehr wegzudenken.

In diesem Jahr stellen wir auf der ITB fest, dass es in der Reiseindustrie eine Verschiebung von der Produkt-Innovation zur Prozess-Innovation gegeben hat. Es zählen weniger die neuen Reiseprodukte, als vielmehr alle Bereiche, die dieses Produkt entstehen lassen oder vermarkten. Der Bereich Travel Technology ist deshalb auf der ITB Berlin noch wichtiger geworden. Das Segment expandiert stark. Und auch das 2010 neu eingeführte Segment „Mobile Travel Service“ boomt. In Kombination mit Social Media hat sich ein Trio gebildet, das inhaltlich und technisch immer stärker zusammengewachsen ist.

Als Konsequenz haben wir die Bereiche zusammengelegt und und das neue Forum „eTravel World“ geschaffen.  Es soll die Diskussion um die Gestaltung der Reisezukunft bereichern und anschaulicher machen. Die „eTravel World“ wird so auf der ITB Berlin Treffpunkt für alle, die sich für die Verknüpfung der Themen Social Media, Mobile und Tourismus interessieren. Gleich drei verschiedene Locations laden zum Zuhören und Diskutieren ein: Auf der Bühne warten Vorträge und Diskussionsrunden, der Konferenzraum bietet Platz für Workshops und die Lounge lädt dazu ein, Gespräche in entspannter Atmosphäre fortzusetzen.

Am ersten Tag der Messe erwartet die Besucher auf der Bühne der Leiter der Unternehmenskommunikation des Hamburger Airports, Matthias Quaritsch. Er erläutert, warum der Hamburg Airport twittert und auf Facebook aktiv ist. Direkt im Anschluss referieren Bianca Keybach und Benjamin Buhl: Die Geschäftsführer des Oberstaufen Tourismus Marketing, die im letzten Jahr mit einer Google Streetview Kampagne für Gesprächsstoff sorgten, berichten über ihre Tourismuskampagne. Auch im Bereich Mobile wird es spannend: „Vor, nach und während der Reise – näher am Kunden dank mobiler Services“ heißt der Vortrag, den Thomas Berger von CLANMO und Mario Klass von TUI Deutschland an diesem Tag präsentieren.

Am zweiten Messetag hält Oliver Puhe von Trend One um 11 Uhr auf der Bühne einen Mobile-Vortrag zum Thema „Weltweite Trends und Innovationen im Tourismus“. Am Nachmittag bekommen die Messebesucher einiges zur Social Media Entwicklung im Tourismus zu hören: Karen Liller, Social Media Spezialistin bei STA Travel, hält um 15 Uhr auf der Bühne einen Vortrag zum Thema „Corporate blogging for tourism organisations“.

Am Messe-Freitag freue ich mich auf Prof. Dr. Holger Lütters von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, der seine Studie zum Thema „Web2.0 in the Tourism Industry – status quo 2011“ auf der Bühne vorstellt. Im Anschluss daran kommt der Geschäftsführer von Berliner Brandung, Andreas Bersch, zu Wort und widmet sich dem beliebten Thema: „Facebook im Tourismus – Erfolgsfaktoren & Trends“. Nicht nur auf der Bühne warten Vorträge und Referenten, auch die Konferenzräume sind an allen drei Tagen gut gefüllt: Am Freitag verrät zum Beispiel Benjamin Buhl von Trust You mehr zum Thema: „How to profit from Social Media in Travel “. Ab 16 Uhr gibt es dann an allen drei Tagen  abschließende Diskussionsrunde mit vielen renommierten Entscheidern aus der Tourismusbranche und ab 17 Uhr bei eine Happy Hour in der Lounge.

Interessant dürften außerdem die Aussteller im Bereich Mobile Travel Services sein. In diesem Jahr zum ersten Mal präsentieren sich Komoot, die Gewinner des letztjährigen VIR Innovationswettbewerbs aus der Kategorie Start-up und internationale Unternehmen wie Vodafone, Voyavo aus den USA und Leadcall aus Großbritannien. Ebenfalls neu mit einem Stand auf der weltweit führenden Reisemesse sind TravelSIM aus Estland, Worldmobi aus Großbritannien und die österreichische A1Telekom Austria AG vertreten. Durch die räumliche Nähe zum Bereich Travel Technology können sich die Besucher außerdem schnell bei den Technologieanbietern informieren. Und zum guten Schluss möchte ich den Kongress empfehlen. Mark Zuckerberg konnten wir zwar nicht als Redner gewinnen, aber es gibt jede Menge spannende Sessions zum Thema Social Networks.

David Ruetz ist Projektleiter der ITB Berlin




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 Markus Aspetzberger am 28.02.2011  

Macht Österreich glücklich – und wenn ja, wie?

Morgens um halb sieben. Aufstehen, ins Bad schleppen, dann ab in die Küche auf einen Kaffee. Da piepst es schon das erste Mal: 10 neue Mails seit letzter Nacht um 0:30 Uhr. Eigentlich wollte ich doch noch einen Blick in die Tageszeitung werfen – ich kenn mich ja gar nicht mehr aus im Weltgeschehen! Meinem allgemeinen Wohnungschaos werde ich auch schon lange nicht mehr Herr, man findet ja nichts mehr. Aber gestern Abend zwischen Geschäftsessen, letzten Mails lesen und nebenbei noch am Geschäftsbericht basteln, blieb dafür wieder mal keine Zeit. Und die Familie würde eigentlich auch gerne mal wieder mehr Zeit mit mir verbringen – aber alles geht nicht – ich lauf schon auf mindestens 150 Prozent!

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Das ist leider Alltag heutzutage. Die chronische Zeitnot unserer modernen Welt macht uns zu hektischen, unausgeglichenen Menschen. Ständig im Einsatz mittels E-Mails, Mobiltelefon, Facebook, etc. können wir uns den Luxus der Achtsamkeit und Tiefe im Umgang mit unseren Mitmenschen nicht mehr leisten. Doch genau das ist uns Menschen ein Grundbedürfnis. Das Streben nach persönlichem Glück und tiefgreifenden Beziehungen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Und genau auf dieses Pferd setzen nun auch viele Tourismuswerber.

Aber was ist das eigentlich „Glück“?

GipfelJeglicher Versuch einer allgemeingültigen, wissenschaftlichen Definition ist bisher fehlgeschlagen – es handelt sich nämlich um ein höchst individuelles Gefühl. Es wird rein physisch durch das Vorhandensein diverser Botenstoffe hervorgerufen. Ob und in welchem Maße wir auf diese Botenstoffe in unserem Körper zurückgreifen können hängt eng mit unserer individuellen, genetischen Ausrüstung, den Eigenheiten der individuellen Hirnentwicklung (prä- und postnatal), sowie den persönlichen Erfahrungen und psychosozialen Einflüssen zusammen. Also nicht sehr vielen Faktoren, die wir als Tourismuswerber beeinflussen könnten.

Möchten wir aber unseren Urlaubsgästen das Glück auf Erden ein wenig näher bringen, so müssen wir uns erst einmal im Klaren darüber sein, über welche Form des Glücks wir reden. Glück reicht vom „zukünftig zu erwartenden Glück“ über das „momentan empfundene Glück“ bis hin zu einer „zeitlich überdauernden Grundgestimmtheit“. Letzteres können wir unseren Urlaubsgästen nicht bescheren – das sollten wir daher auch nicht versprechen. Schwer genug ist es schon ein „momentan empfundenes Glück“ zu erzeugen. Ist dies doch stark von der persönlichen Konstitution des Gastes abhängig – der eine ist schnell zufrieden zu stellen, bei dem anderen beißt man sich regelrecht die Zähne aus.

Die Hauptaufgabe ist es daher das „zu erwartende Glück“ in der Tourismuswerbung aufzugreifen. Die Universität Rotterdam bestätigt dies mit einem Forschungsergebnis, das besagt, dass das Glücksgefühl am stärksten vor dem Urlaub ist. Im Urlaub ist es bereits abgeschwächt und danach hält es kaum mehr als zwei Wochen an.

Doch wie genau löst man diese Form des Glücks aus?

Eigentlich ganz einfach: wir geben dem Menschen das zurück, was er am meisten vermisst – den Menschen! Durch unsere Fähigkeit der Empathie sind wir in der Lage Glücksmomente nachzuempfinden, die andere Menschen auf Bildern jeglicher Art (gemalt, fotografiert, bewegte Bilder) erleben. Man spricht hier auch vom spiegeln der Emotionen. Zeigen wir also dem Gast ein Bild von glücklichen Menschen vor Ort im Urlaub, so ist er in der Lage dieses Glück zu spiegeln und es (in leicht abgeschwächter Form) selbst zu erleben.

Aber Vorsicht! Der Mensch lässt sich nicht so leicht überlisten – gestellte Bilder werden schnell als solche erkannt. Der gewünschte Effekt der Spiegelung bleibt in Gänze aus. Authentizität ist also gefragt. Beliebte Motive sind z.B. staunende Kinderaugen, vertraute Gespräche zwischen Freunden und/oder Liebenden, harmonische Landschaften (keine Photoshop-Montagen), Vorfreude (z.B. kurz vor dem Sprung in einen herrlichen See).

In unseren Texten sollten wir dem Gast versprechen, dass er sich im Urlaub endlich mal all der kleinen Dinge widmen kann, die er sonst immer vernachlässigen muss. Vielleicht möchte ihr Gast gerne mal im Sommer Beeren sammeln gehen und unter Anleitung eine eigene Marmelade einkochen, die er mit nach Hause nehmen kann? Sparsam sollte man jedoch mit zu vielen Events sein – das kann schnell wieder das ungewünschte Gefühl von Stress auslösen. Das wichtigste Ziel, welches man in allen Texten und Bildern stets vor Augen haben sollte, ist das Herzeigen intakter, zwischenmenschlicher Beziehungen. Und natürlich das Versprechen genügend Zeit für diese zu haben.

Sommerglücksmomente

Die Österreich Werbung Deutschland widmet sich daher ausführlich den Sommerglücksmomenten. Mit authentischen Darstellungen faszinierender Landschaften, sowie der Begegnungsqualität zwischen Gast und Gastgeber soll den Gästen ein sinnstiftendes, „Glück erfahrbares“ Österreich gezeigt werden. Ziel soll es sein, Momente darzustellen, die frei nach Herrn Goethe so schön sind, dass sie verweilen mögen.



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 Yvonne Beckers am 26.09.2010  

Die Deutsche Reiseanalyse

Die Deutsche Reiseanalyse ist eine der größten Urlaubsverhaltenserhebungen in Deutschland. Sie findet seit ca. 40 Jahren statt, wodurch z.B. die Analyse langfristiger Trends möglich ist. Auf der itb haben wir Ulf Sonntag, Marktforschungsleiter des verantwortlichen Instituts N.I.T., zu den wichtigsten Ergebnissen der aktuellen Erhebung interviewt.



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 Holger Sicking am 16.03.2010  

Aktuelle Ergebnisse Dt. Reiseanalyse: Österreich überholt Türkei

Hier die wichtigsten Punkte der heute auf der ITB präsentierten Ergebnisse der Deutschen Reiseanalyse.

Die Deutsche Reiseanalyse ist eine der größten und anerkanntesten Erhebungen in Deutschland zum Reiseverhalten. Sie findet seit ca. 40 Jahren mit gleichbleibender Methodik statt, wodurch lange Zeitreihen möglich sind. Es wurden im Januar / Februar 2010 7.660 persönliche Interviews durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 14 Jahren.

Reiseintentität

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ergebnisse der Analysen zeigen, dass die Nachfrage deutscher Touristen sehr stabil ist. Die Reiseintensität stagnierte 2009 auf Vorjahresniveau und für 2010 schauen die deutschen Touristiker positiver in die Zukunft als noch vor einem Jahr. Allerdings sind auch hier gewisse Auswirkung nicht von der Hand zu weisen. So wird eine Tendenz zur Polarisierung erkennbar. Während 2009 ein Teil der Bevölkerung sein Reiseverhalten einschränkte vor dem Hintergrund der wirtschaftlich schwierigen Lage, ist ein anderer Teil mehr gereist als 2008. Dieses hatte vor allem mit unterschiedlichen Einkommenssituationen zu tun. Die soziale Schere klafft auch im Tourismus weiter auseinander.

In Bezug auf die Destinationen gingen 1/3 der Reisen (mit mind. 5 Tagen Dauer ) ins eigene Land. Dabei entfallen rund 75% aller Reisen auf die Top 5 Bundesländer.  Die beliebtesten Auslandsdestinationen 2009 waren Spanien (12,9%), Italien (7,9%), Österreich (5,9%) und die Türkei (5,7%). Damit überholt Österreich die Türkei (2008 lag Türkei vor Österreich) in Bezug auf die beliebtesten Auslandsziele der Deutschen.

2010: Die Urlaubslust scheint ungebrochen. 68% der Deutschen planen für 2010 mehr oder weniger sicher Urlaubsreisen, 16% sind noch unentschlossen, 15% planen keinen Urlaub.
10% der Befragten geben an, dass Sie planen in 2010 für Urlaubsreisen weniger ausgeben zu wollen. 11% wollen mehr ausgeben als im Vorjahr (20% können keine Einschätzung abgeben). Das entspricht ziemlich exakt den Werten aus dem Vorjahr und stimmt deshalb zuversichtlich, weil aus der Vergangenheit bekannt ist, dass die Befragten ohne Einschätzung tendenziell mehr ausgeben werden.

Die Deutsche Reiseanalyse weist auf die immer stärker sichtbar werdende Multioptionalität der Urlauber hin. Mittlerweile haben deutsche Urlauber im Schnitt 6,4 alternative Urlaubsziele und 6,6 potenzielle Urlaubsformen. Diese Werte steigen kontinuierlich von Jahr zu Jahr.



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 Holger Sicking am 10.03.2010  

ADAC Reisemonitor 2010

Vor 10 Minuten endete die Veranstaltung des ADAC mit der Präsentation der Ergebnisse des ADAC Reisemonitors und ich versuch mal die wichtigsten Punkte hier zusammenzufassen:
Der Deutsche ADAC Verlag erhebt seit 1995 Daten zum Urlaubs- und Reiseverhalten der Deutschen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die 16,5 Millionen ADAC Mitglieder in Deutschland. Man muss also einschränkend erwähnen, dass die Ergebnisse nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sind, sondern für die ADAC-Mitglieder. Insgesamt wurden im Dezember 2009 4.000 private Haushalte befragt.  Die Urlaubsreisen bei der ADAC Studie beziehen sich auf Reisen mit einer Mindestdauer von 5 Tagen. Die komplette Studie findet man gratis im Internet unter www.media.adac.de.

Gemäß ADAC haben 35,5 Mio. Deutsche mindestens eine längere Urlaubsreise unternommen. Der Gesamtumsatz für Reisen ins Ausland betrug 2009 52 Milliarden Euro. Das Reisejahr 2009 schloss mit einem Minus von 6,2% ab, vor allem durch eine starke Abnahme bei den Fernreisen. Insgesamt haben 66% der Deutschen mindestens eine längere Urlaubsreise unternommen.

Leichter Optimismus scheint für 2010 angesagt. 65,3 Prozent planen mindestens eine längere Urlaubsreise in 2010. Dieser Wert liegt mit +1,2% leicht über dem Wert vom Vorjahr.

Vor allem die Fernreisen dürften gewinnen. Während die Planungen für einen Urlaub in Europa stagnieren und die Planung für einen Urlaub innerhalb Deutschlands um 10% zurück gehen, nimmt die Planung für Fernreisen um fast 18% zu. 55% der Deutschen planen einen Urlaub ins europäische Ausland. Italien und Spanien führen die Liste der beliebtesten Auslands-Destinationen an, dann folgt allerdings bereits Österreich auf dem 3. Rang mit 6,7% Planern. Türkei und Griechenland folgen auf den Rängen. Zu den Gewinnern für 2010 zählen das Spanische Festland, Kroatien und Dänemark. Österreich wird mit einem negativen Vorzeichen geführt, allerdings vor Südtirol und der Schweiz.

Die Frage, ob die Krise in Bezug auf Urlaubsreisen aus den Köpfen ist kann nicht abschließend beantwortet werden, aber die Sparneigung bei den Deutschen Touristen hat laut den Ergebnissen abgenommen. 66% gaben an, beim nächsten Urlaub nicht zu sparen.

In Bezug auf die Reisedauer wurde erwähnt, dass der einwöchige Urlaub kontinuierlich über die Jahre zunimmt vor allem zu Lasten der dreiwöchigen Reisen. Das Frühjahr gewinnt als Urlaubsreisezeit gegenüber dem Herbst. Es wurde allerdings auch gesagt, dass gerade für die Reisen innerhalb Deutschlands eine Entzerrung der Saisonalität sehr schwierig ist.
Knapp 2/3 organisieren ihre Reise selbst. Ganz über Reisebüro buchen 29 Prozent. Die Teilbuchung nimmt im Laufe der Jahre wieder ab.

Laut ADAC sind für deutsche Urlauber das Meer (47%) und die Berge (19%) die beliebtesten Urlaubsregionen.

Ein Schwerpunkt der Analyse liegt auf der Untersuchung von Auswahlgründen für die Urlaubsdestinationen. Landschaft und Natur dominieren bei den Auswahlgründen. Es wurde hervorgehoben, dass das Länderimage mitentscheidend bei der Auswahl der Destination ist. Hier geht es vor allem um die Gastfreundlichkeit und Charakteristik bei der Auswahl. Wichtige Entscheidungsgründe für Urlaub in den Bergen sind die schöne Landschaft, gute Erholung, Erreichbarkeit mit dem Auto, gastfreundliche Menschen und viele Wanderwege. Die häufigsten Urlaubsaktivitäten in den Bergen sind Wanderungen, Ausflüge, Zusammensein mit Freunden, Kontakt mit Einheimischen und der Besuch von guten Restaurants. Auch ein Gefühl von Heimat wurde als wichtig erkannt (man spricht deutsch, Essen wie zu Hause). „Man ist im Urlaub, man fühlt sich aber auch zu Hause“.

Überproportional wächst die Nachfrage nach Wellness, anspruchsvoller Unterhaltung und Weiterbildung (Sprachen, Kunst, Handwerk). Die Nachfrage geht also eher in Richtung qualitativ hochwertiger Urlaub mit etwas höherem Anspruch als in früheren Jahren. Wellness ist aber kein Grundmotiv für längere Urlaubsreisen. Zu diesem Ergebnis kam der ADAC im Zuge mehrerer Gruppendiskussionen mit Urlaubern.

Nischensegmente, die momentan stärker wachsen sind Kreuzfahrten (zwar noch kleiner Markt, aber hohes Potenzial bei jüngeren Leuten). Als zweiter Wachstumsmarkt bei den Deutschen wurden Campingurlaube ausgemacht. Das Interesse über die letzten zwei Jahre konnte relativ stark steigen. Als Beweggründ wurde die Suche nach neuen Eindrücken bei Kreuzfahrten und das Preisbewusstsein bei Camping genannt.

Für 2010 sei noch erwähnt, dass die Entscheidungen für einen Urlaub im Vergleich zu den Vorjahren immer später fallen. Das macht natürlich Prognosen immer schwieriger und die Arbeit von Touristikern sicher nicht leichter. Die Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage der Deutschen Befragten ist bei der Erhebung im Dezember 2009 im Vergleich zum Vorjahr besser geworden. Von dieser Seite also ein positives Signal für 2010. Erfreulich ist die konstant hohe Quote der regelmäßig Reisenden. Die Deutschen lassen sich laut den Ergebnissen auch weiterhin die Lust am Reisen keinesfalls vermiesen.



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 Holger Sicking am 10.03.2010  

Urlaubsmotive deutscher Urlauber

Fragt man die Deutschen, welche Motive für sie wichtig sind, wenn Sie Urlaub machen, dann werden vor allem folgende Grundmotive genannt: „Entspannung, kein Stress“, „über sich selbst frei verfügen“, „Abstand zum Alltag finden“ und „frische Kraft tanken“.

Diese vier Grundmotive sind über die letzten 30 Jahre hinweg gleich wichtig geblieben – und werden auch in den kommenden Jahren die Top-Motive bleiben. Hinter diesen Grundmotiven ist aber ein Trend zu mehr Erlebnis und Genuss sichtbar. Zudem werden alle wichtigeren Urlaubsmotive heute von mehr Personen als „besonders wichtig“ eingestuft als noch vor zehn Jahren. Ein grundlegender Urlaubswertewandel ist also nicht erkennbar, wohl aber eine deutlich wachsende Anspruchshaltung.

Der Deutsche will bei seinen Reisen also vor allem seine Grundmotive befriedigen, wobei dies aber auf sehr unterschiedliche Art und Weise und daher in unterschiedlichen Ländern erfolgen kann. Wichtig ist also, die Grundmotive der Deutschen anzusprechen und ihnen aufzuzeigen, wie sie diese bei einem Urlaub in Österreich realisieren können. Die einzelnen Aktivitäten sollten dabei nicht im Vordergrund stehen sondern als Mittel zum Zweck (= Befriedigung der Reisemotive) verstanden werden.

Im Zusammenhang mit den Motiven ist auch ein Blick auf die Urlaubsträume der Deutschen interessant: Laut Trendstudie der Deutschen Reiseanalyse hat sich an der Rangfolge der Urlaubsträume in 20 Jahren nicht viel verändert. Lediglich der Traum „viel Zeit zu haben“ hat den Traum von den „Palmen am Meer“ von der ersten Stelle abgelöst. Auch „zu sich selbst finden“ hat zugenommen, während alle anderen Werte leicht geringer geworden sind. Die „Entschleunigung im Urlaub“ wird für die Deutschen also immer wichtiger. Insgesamt ergibt sich also ein eher ruhiges Traumbild, das wohl erlebnisreich, aber nicht durch rastlose „Action“ geprägt ist und damit hervorragend zu den Bestrebungen des österreichischen Tourismus passt (z.B. „sanfter Winter“, „Entfaltungsurlaub“,…).

Mehr zu den Reisemotiven der Deutschen finden Sie hier.



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 Marion Michenthaler am 12.08.2009  

West- und ostdeutsche Gäste im Vergleich

20 Jahre nach der Wiedervereinigung zeigen West- wie Ostdeutsche inzwischen ein recht ähnliches Reiseverhalten. Unterschiede sind nur noch im Kleinen zu bemerken. So präsentiert sich der ostdeutsche Österreich-Urlauber nach wie vor etwas erlebnishungriger, naturverbundener und gesundheitsorientierter als der westdeutsche Gast. Bei der Vorbereitung auf den Urlaub geht der Ostdeutsche faktenorientierter vor: er achtet verstärkt auf den Preis, stellt öfter Preisvergleiche an (gibt aber letztendlich genau so viel aus wie der Westdeutsche), liest Bewertungen und Tipps anderer Gäste und informiert sich öfter über Ausflugs- und Sportangebote. Dem Westdeutschen sind hingegen das Veranstaltungsangebot und die visuellen Eindrücke der potenziellen Urlaubsregion (Internet) wichtiger.

Das Reisebüro spielt beim ostdeutschen Österreich-Urlauber sowohl als Infoquelle als auch als Buchungsstelle eine überdurchschnittlich wichtige Rolle. Das Internet ist aber seine liebste Infoquelle: Hier bevorzugt er häufiger die Websites von Reisezielen/-regionen und Reiseportale während der Westdeutsche häufiger Websites von Unterkünften nutzt. Für die Reiseentscheidung nimmt er sich tendenziell etwas mehr Zeit: So entscheidet er sich häufiger zwischen 1 bis 2 Monate, aber auch 4 bis 6 Monate vor der Anreise. Bei den Kurzfristentscheidern ist er im Gegensatz zum Westdeutschen hingegen (noch) kaum anzutreffen.

Vor Ort ist der Ostdeutsche deutlich aktiver: Ist er ein Städtetourist, nutzt er alle Kultur- und Unterhaltungsangebote häufiger. Als Wintersportler fährt er öfter Ski, geht aber auch häufiger Rodeln und Eislaufen. Im Sommer unternimmt er häufiger Wanderungen und Ausflüge (auch organisierte). Und für all dies nimmt er sich auch etwas mehr Zeit als der Westdeutsche: zwar machen beide am liebsten eine Woche Urlaub in Österreich, aber abseits von den 1-Woche-Urlaubern bleiben die Ostdeutschen bevorzugt länger, während die Westdeutschen eher Kurzurlaub machen.

Die Ostdeutschen sind tendenziell kritischere Gäste, wie ihre Image- und Zufriedenheitsbewertungen zeigen: Sie vergeben bei fast allen Punkten niedrigere Werte als die Westdeutschen. Nur von der Qualität der österreichischen Unterkünfte zeigen sie sich beeindruckter als die Westdeutschen.

Weitere Informationen können Sie hier nachlesen!



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 Marion Michenthaler am 05.08.2009