Eine in mehrerer Hinsicht spannende Website liefert tiefe Informationen zum momentanen Stand der Mobilen Smartphone-Nutzung.
Interessant, weil es sich um sehr ausführliche Informationen (erhoben vom Marktforschungsunternehmen IPSOS) in 30 Ländern im Vergleich handelt. Untersucht wurde die Marktdurchdringung, Aktivitäten, Such- und Kaufverhalten auf Smartphones, Interesse an mobiler Werbung, etc..
Interessant aber vor allem auch, weil man sich alle Daten indivdiualisiert online darstellen lassen kann. In Kooperation mit Google wurde ein einfach zu bedienendes Darstellungssystem entwickelt. So kann man Ergebnisse von z.B. Österreich im Vergleich zu Deutschland heruntergebrochen auf Alterskategorien und Nutzungshäufigkeit darstellen lassen.
Aber wie so häufig steckt die Arbeit darin, aus der Vielzahl der Daten die richtigen Ableitungen für die eigene Mobile-Strateige zu treffen. Die Nuss muss man dann doch immer noch selbst knacken.
Name des Projekts: Our Mobile Planet => LINK
Der Städtetourismus in Europa erholte sich 2010 vollständig von den Rückgängen im Jahr 2009 (Finanzkrise). Die Gesamtnächtigungen stiegen um 6,5% und die Nächtigungen von ausländischen Gästen gar um 8,9%.
London, Paris, Berlin, Rom und Madrid sind die “Big 5″ im Städtetourismus und die 15 Top-Metropolen zeichneten für ein Nächtigungsvolumen von rd. 234 Millionen verantwortlich!
Die stärksten prozentuellen Zuwächse verbuchten 2010 Amsterdam (+13,6%), Frankfurt (+13,5%), München (+12,4%), Madrid (+11,4%) und Wien (+11%).
Die Hauptherkunftsmärkte für den europäischen Städtetourismus sind die USA, Deutschland, Großbritannien und Italien.
Ein Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, International Market Management, Österreich Werbung
Moderiert von Prof. Dr. Klaus Pechlaner (Kath.-Univ. Eichstätt) gaben Klaus-Dieter Koch (Brand:Trust) und Ariane Ehrat (Engadin-St. Moritz) einen Einblick in das Markenmanagement von Alpenregionen. Koch stellte die Markenstudie von Brand:Trust vor. Darin wurden die 40 attraktivsten Wintersportgebiete in Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol analysiert.
Wie Koch ausführte, sind Marken wie ein Eisberg zu sehen: Der häufigste Fehler ist, dass alle bei den sichtbaren Aspekten verändern (Logo, Werbemittel etc.) und es bei Oberflächenmanagement bleibt. Dieser Ansatz ist jedoch nicht erfolgreich, da die Ursachen nicht erkannt werden. Unter der Oberfläche befinden sich die wesentlichen Faktoren im Markenmanagement. Es geht um Spitzenleistungen einer Destination und um die Frage: „Was können wir besser als andere?“
Der Brand:Trust Performance Monitor ist eine Portfolioanalyse, die Marken nach ihrer Bekanntheit und Begehrlichkeit positioniert. Dabei gibt es No Brands, In-Brands, Out-Brands und Star Brands. Ehrat berichtete aus der Markenpraxis einer erfolgreichen Tourismusregion: Im Zusammenschluss der 12 Engadiner Orte plus Starbrand St. Moritz war der Markenbildungsprozess entscheidend. Koch ergänzt, das Menschen grundsätzlich eine einfache und sichere Kaufentscheidung wollen und Marken müssen dies leisten. Wichtig ist es, neben der Bekanntheit, auch Begehrlichkeit auszulösen. Koch hat Maßnahmen dazu in seinem Buch „Was Marken unwiderstehlich macht – 101 Wege zur Begehrlichkeit“ aufgezeigt.
Markenbotschafterin Christina Guidon vom Engadiner Sommerlauf
Die größte Hürde im Markenprozess sind die Bewohner einer Destination (vom touristischen Leistungsträger bis zu den lokalen Bewohnern). Marken wachsen immer von innen heraus. Die Menschen müssen mitgenommen werden. Der Prozess beginnt bei den Bewohnern, wie Ehrat aus eigener Erfahrung ergänzt. Dzt. gibt es 80 Markenbotschafter im Engadin (vom Liftwart zur Verkäuferin) und bis zu 300 sind geplant. Diese sind wichtige Multiplikatoren der Marke.
Koch appelliert nochmals, nicht mehr „alles für alle anzubieten“ und erinnert an den Ursache/Wirkungs-Zusammenhang: Wenn man alle für alles anbietet, dann sind auch alle der Wettbewerb. Wenn man aber das richtig Gute für eine bestimmte Zielgruppe anbietet, dann sind es auch nur wenige, bestimmte Mitbewerber.
Ein Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, International Market Management, Österreich Werbung
Der neuseeländische Universitätsprofessor Ian Yeoman (www.etfi.eu) nahm die Teilnehmer des ITB Marketing & Distribution Days mit auf eine Reise in die Tourismuszukunft. Die drei wesentlichen Faktoren, die die Zukunft der Welt beeinflussen werden, treiben auch den Tourismus an:
Wohlstand
Ressourcen und
Technologie.
Layar-App
Ja, das Wachstum kommt aus Asien. Aber nein, der Wohlstand wird nicht unbedingt gleichmäßiger verteilt. Die neuen/jungen Märkte sind vor allem in Indien und Brasilien zu finden. Die europäischen Märkte altern rapide – soweit altbekannte demografische Entwicklungen. Die offenen Münder im Publikum entstanden dann jedoch bei der Vorstellung von neuen hochtechnologischen Entwicklungen, die schon bald auch den Tourismus maßgeblich beeinflussen werden: Gestural interfaces, Besucherzentren mit Robotern (Banco Santander), Hologramme (japanisches Popkonzert) und den Brillen und Kontaktlinsen mit “augmented reality-Funktionen”. Yeoman spannte den Bogen weiters über viele Facetten des gesellschaftlichen Wandels und wie Experience Economy, Fluid Identity und dem Spannungsfeld zwischen Materialismus und der Balance zwischen Fortschritt und Ökologie.
Fazit trotz allem technischen Fortschritts: Der Mensch bleibt im Mittelpunkt und die Marke wird wichtiger denn je. Zum Abschluss gab uns Prof. Yeoman noch einen Tipp mit: Die gelungene Marketingkampagne von Südkorea Tourismus, die einige der erwähnten Strömungen bereits jetzt mit Storytelling intelligent verbindet: „An extraordinary journey“: www.haru2010.com
Ein Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, International Market Management
Aus Anlass der vergangenen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen und der Kandidatur für die Olympischen Spiele 2018 in München thematisierte Bayern Tourismus in seiner Pressekonferenz das Thema Sportgroßveranstaltungen. Der bayrische Wirtschaftsminister Martin Zeil würdigte zu Beginn die sehr positive Entwicklung des Tourismus in Bayern in den letzten Jahren. Die Nächtigungen stiegen 2010 auf den Höchststand seit 2001 (+3,6 % ggü. 2009). Besonders starker Zuwachs wurde in Mittelfranken verzeichnet. Verstärkt wurde auch die Internationalisierung: 12,9% mehr ausländische Nächtigungen im Vorjahr (Niederlande, USA) bedeuten das bereits jetzt jede 5. Nächtigung in Deutschland auf Bayern entfällt.
Die Wintersportkompetenz wird in Bayern mit hoher architektonischer Qualität verbunden. Zeil nennt dazu nur zwei Initiativen als Beispiel:
Das Projekt „Sightsleeping“ des BayernTourismus bietet „Übernachten für Augenmenschen“ und gibt Bayern eine Vorreiterrolle bei ästhetisch anspruchsvollen Hotels.
Artouro, der bayrische Tourismusarchitekturpreis wird 2011 erstmalig und einmalig in Deutschland vergeben.
Für Sybille Wiedenmann von Bayern Tourismus ermöglichen „die Sportgroßveranstaltungen die Marke Bayern mit Leben zu erfüllen“. Die Weiterentwicklung der Sportstätten und der Infrastruktur bringen nicht nur für Spitzensportler Wettkampfstätten, von den massiven Investitionen profitieren auch Bewohner und Gäste. Einige Beispiele unterstreichen diese Entwicklung:
Massive Innovationen der touristischen Leistungsträger wurden dort dadurch initiert. (z.B. Renovierung und Ausbau von Hotels statt, TUI Dorfhotel 2014 geplant). Bayern Tourismus unterstützt diesen Aufschwung mittels umfangreicher Medienarbeit (starke Geschichten erzählen!). So wurden kürzlich 60h Stunden Fernsehmaterial produziert, und von über 1.000 Medien übernommen. Im Rahmen der Ski-WM kam die Medienalm mit KUKA (mit einem 4D-Simulationsroboter der z.B. einen Flug über die Zugspitze ermöglichte) zum Einsatz. Mit dem Projekt “Schneebayern“ wurden alle Wintersportangebote zusammengefasst. Wichtig ist hier für Wiedenmann der Beziehungsaufbau vor Ort d.h. die Gewinnung neuer Bayern-Botschafter. Dies gelingt zunehmend über die neuen Medien. Schon 25.000 Fans auf Facebook zeugen davon.
Charles McKee, VP International Canadian Tourist Commission gab einen smarten Rückblick auf die Erfahrung des kanadischen Tourismus mit den olympischen Winterspielen von Vancouver 2010. In wenigen Bildern berichtete er, wie Kanada von diesem Event langfristig profitieren konnte:
Market the Destination, not the Sport. (The Games will sell themselves.)
Start early with your brand – Canada keep exploring! (We need to make CAN a “now-destination”, so people need to go this year.)
Re-Imaging Canada
Your People are your brand.
Be ready to harvest the afterglow. (most important lesson of the games: the really heavy work begins after the games, heightened interest in destination)
McKee betonte, dass es nach den Winterspielen vor allem auf die “Conversion” ankam d.h. aus dem gesteigerten Interesse tatsächliche Buchungen zu machen. Über die erhöhte Aufmerksamkeit durch die Winterspiele und die dadurch sympathische Positionierung von Kanada konnte ein sehr hoher Impact und effizientere Werbewirkung erzielt werden.
Die Arbeit endet nicht nach dem Spielen. Im Gegenteil: Die Dynamik kann erst danach durch massive Werbeanstrengungen in Tourismuserfolgen umgesetzt werden.
Ein Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, International Market Management
REWE Touristik präsentierte gemeinsam mit Prof. David Scheffer ein innovatives Projekt im Bereich Neuromarketing. Wie Ingo Markgraf von REWE ausführte, half die Analyse bei der Identifikation von 4 unterschiedlichen Reisetypen. Diese Typen unterscheiden sich massiv in ihren „geheimen“ Sehnsüchten (95% der (Reise)-entscheidungen fallen im Unterbewusstsein). Die Kenntnis über die unterschiedlichen Werthaltungen und ermöglichte REWE ihre Marken (JahnReisen, Tjaereborg etc.) klar auf diese Bedürfnisse auszurichten.
So wurden z.B. die Katalogcover über starke visuelle Signale an diese Schemata angepasst. Die konsequente Weiterentwicklung der Werbematerialen gab den REWE-Marken ein klareres Profil und brachte den entscheidenden Vorteil in der Positionierung (z.B. Marktführer bei Familienreisen). Der Einsatz von Erkenntnissen des Neuromarketings könnte künftig auch Destinationen wertvolle Unterstützung bei der zielgruppengerechteren und damit effizienteren Gestaltung ihrer Werbemittel bieten.
Ein Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, International Market Management
Der Schweizer Reisekonzern KUONI präsentierte zum Start der ITB 2011 erstmals den KUONI Global Holiday Report. Mit der Übernahme von GTA (Gulliver Travel) wieder auf Expansionskurs, schlägt KUONI eine klare Differenzierungsstrategie im Wettbewerb mit den großen Mitbewerbern TUI und Co. ein: KUONI will gleichzeitig „Trusted advisor“ und „Destination insider“ für den anspruchsvollen, reiseerfahrenden Gast sein. Dazu gehört fundiertes Wissen über die Zielgruppe und deren Reiseverhalten und –bedürfnisse. Mit dem Global Holiday Report liegt ein aufschlussreiches Psychogramm über die KUONI-Kunden vor: In 12 Märkten wurden 12.000 Kunden vor und nach einer Reise im November/Dezember 2010 befragt. Spannende kulturelle Unterschiede wurden durch diese Consumer Insights deutlich wie z.B. Franzosen sparen beim Essen und Spanier gehen am lockersten mit dem Geld um. Sehr wichtiges Marktwissen, das auch österreichischen Anbietern helfen kann ihr Angebot noch besser auf die Gästebedürfnisse auszurichten. Einziger Wermutstropfen: Der wichtigste Reisemarkt Deutschland ist nicht in der Studie zu finden, da KUONI dort (noch) nicht am Markt präsent ist.
Ein Gastbeitrag von Heidi Tscharf, Strategie & Unternehmensentwicklung in der Österreich Werbung
Selbstbewusst und vor Erfolg strotzend präsentiert die DZT ihre Erfolgstory auf der diesjährigen itb. Mit 60,3 Mio. internationalen Übernachtungen hat Deutschland 2010 ein Rekordergebnis gelandet: + 10 % an internationalen Übernachtungen. Insbesondere die Märkte NL (+5,4%), Schweiz (+8,6%), UK (+13%), Italien (+6,2%) boomten, ebenso die Märkte aus Übersee, die in Summe wiederum 2 Mio. mehr Übernachtungen für Deutschland brachten. Zum Vergleich – Österreich bilanzierte 2010 mit 89,9 Mio. ausländischen Übernachtungen und konnte mit dem Ergebnis das Vorjahresniveau halten.
Von den Zugewinnen profitierten innerhalb Deutschlands insbesondere die Bundesländer Bayern (+10,9%), Berlin (+14,1%), NRW (+10,5%), Niedersachen (+11%), Hamburg (+11,9%), Sachsen (+11,3%), Brandenburg (+13,8%).
2011 setzt Deutschland auf die Top Events: FIFA Frauen-Weltmeisterschaft, 125. Geburtstag des Automobils, 200. Geburtstag von Franz Liszt, auf Wellness – und Gesundheitsreisen und das Messe- und Kongressgeschäft.
Bis zum Jahr 2020 prognostiziert das Reiseland Deutschland ein mögliches Wachstum von 20 Mio. Übernachtungen. Ein ambitioniertes Ziel. Respekt.
Ich hatte im letzten Jahr eine Liste mit 40 österreichischen Destinationen aufgestellt und deren Social Web Aktivitäten dargestellt, also Anzahl der Facebook-Fans, Twitter-Follower, etc.. Martin Schobert von Tourismusdesign hat mich in seinem Blog-Beitrag darauf hingewiesen, dass auch das Engagement und andere Dinge eine wichtige Rolle spielen, also gehen wir jetzt einen Schritt weiter. Auf der österreichischen Website socialmediaranking.at werden die Social Media Aktivitäten österreichischer Organisationen quantitativ miteinander verglichen. Dabei zählt nicht nur die Anzahl der Facebook-Fans und Twitter-Follower, sondern auch z.B. die Stärke der eigenen Aktvitität und das Engagement der Nutzer. Die Daten werden auf einen Gesamtindex verdichtet und wöchentlich ausgewiesen. Einen Einblick in die Methodik findet sich hier. Auf Platz Nr. 1 der österreichischen Organisationen ist Red Bull mit einem Indexwert von 90 (von maximal möglichen 100 Punkten). Der Wien Tourismus liegt auf Platz 10 und die Österreich Werbung auf Platz 14 in dieser Woche. Ich habe nun, um einen Vergleich für den Tourismus anstellen zu können, aus den Top 500 die touristisch relevanten Organisationen herausgefiltert und in Rankings miteinander verglichen. Einschränkend sei darauf hingewiesen, dass u.U. noch die ein oder andere relevante Tourismusmarke nicht in das Monitoring aufgenommen wurde. Das sollte sich über die nächsten Wochen bessern durch höhere Nutzung der Plattform. Viel Spaß mit den Darstellungen. Ich hoffe damit kommt man der realistischen Darstellung der Social Web Bedeutung für touristische Organisationen wieder einen Schritt weiter.
Darstellung 1: Ranking der Gesamtindizes
Darstellung 2: Anzahl der Facebook-Fans
Darstellung 3: Anzahl der Twitter-Follower
Darstellung 4: Activity Score (Stärke der eigenen Aktivität)
Darstellung 5: Engagement Score (Stärke des Engagements der Nutzer)
Das Forschungsinstitut BAK Basel Economics hat auch dieses Jahr wieder den internationalen Benchmarkvergleich alpiner Destinationen aufgestellt. Aus österreichischer Sicht ein voller Erfolg. 10 der 15 erfolgreichsten Destinationen im Alpenraum sind österreichisch. Beim Benchmark-Index wird die Marktanteilsentwicklung, die Auslastung der Hotellerie und die Ertragskraft einer Region auf eine Kennzahl verdichtet. Der Bettenauslastung kommt mit 50% das höchste Gewicht im Index zu. Die Skala reicht von 1 bis 6, wobei 6 der Höchstwert ist. Über Zusammensetzung und Gewichtung lässt sich sicher streiten, aber häufig sind solche Benchmarkvergleiche als Ausgangslage für tiefergehende Diskussionen nicht schlecht.
Die österreichischen Destinationen liegen vor allem durch die besseren Auslastungswerte auf den vorderen Plätzen. Vor allem im Winter sind die österreichischen Destinationen nahezu unschlagbar. Im Sommer schaut das Konkurrenzbild schon heterogener aus. Der große Gewinner im Sommer ist Rennweg / Katschberg, die von Rang 64 auf Rang 12 aufgestiegen sind.
Im Winter ist die Region Lech-Zürs spitze, im Sommer Achensee und insgesamt das Grossarltal.
Die gesamt Studie gibt es hier. Eine Zusammenfassung findet sich hier.
Ein Gastbeitrag von Carmen Breuss,
Marktmanagerin ÖW Schweiz
Bei meinen Biketouren oder Wanderungen erlebe ich es immer wieder: Die Schweiz ist multisportiv. Im täglichen Leben zuhause und in den Ferien. Und dank der Erfahrung im eigenen Land recht wetterfest und gut ausgerüstet. Ein Paradies für Outdoor-Ausstatter! Jeder dritte Schweizer gibt Sport sogar als Reisemotiv an. Für Österreich spannend: Wandern hat in den letzten Jahren wieder deutlich an Beliebtheit zulegen können. Was steht nun wo auf der Rangliste der Aktivitäten?
Zu den beliebtesten Sportarten der Schweizer gehören Radfahren/Mountainbiken (35 %), Wandern/Walking (33,7%) und Schwimmen (25.4%). Laut der neuesten Studie des Bundesamtes für Sport „Sport Schweiz – Das Sportverhalten der Schweizer Bevölkerung“ treiben 40% der Schweizer Bevölkerung mehrmals pro Woche mindestens drei Stunden Sport. Dieser Anteil ist in der Deutschschweiz mit 45% sogar noch höher. Obwohl sich die Befragten in rund 200 verschiedenen Sportarten engagieren, gibt es einige klare Spitzenreiter in der Gunst der Aktiven: Radfahren, Wandern/Walking, Schwimmen. Der Sport hat in der Schweizer Wohnbevölkerung ein ausgezeichnetes Image: 98 Prozent der Befragten glauben, dass der Sport einen positiven Beitrag an die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen leistet. Mehr Infos dazu finden Sie hier.
Der Steffelbauer von der Hebalm und sein Jo-Jo brachten der Steiermark Tourismus GmbH nun auch beim CIFFT-Festival (Comité International des Festivals du Film Touristique) die Auszeichnung zum “Weltbesten Tourismusfilm 2010″. Die Begründung für den Preis (gedreht von Andreas und Renate Meschuh, Art Media): mit dem humorvollen Zugang zur Steiermark wurde eine neue Art des Tourismusfilms kreiert. Jo, jo – mir gefällt er auch, er bringt mich zum Schmunzeln … aber sehen Sie selbst:
Ein zweiter österreichischer Film ist unter den CIFFT-Preisträgern, der “Adlerweg” der Tirol Werbung. Er bringt ganz andere Seiten in mir zum Schwingen.
Unter den weiteren Preisträgern sind 2 polnische Filme, die sich vor allem mit Frederic Chopin befassen (Chopin-Jahr 2010), ein dänischer und einer aus Mozambique (wo mir vor allem beeindruckende Aufnahmen sehr großer Echsen in Erinnerung geblieben sind). Der Film über Riga, wo der Weihnachtsbaum “erfunden” wurde und der vor allem zur Jahreszeit passt, verführte mich in ein Advent-Aufklappbuch. Für verspielte Menschen wie mich was ganz Besonderes:
Die touristische Nachfrage für Europa hat in den ersten beiden Quartalen leicht an Fahrt gewonnen, dennoch konnte der Rückgang vom letzten Jahr nicht wettgemacht werden. In West- und Südeuropa sind die internationalen Ankünfte in den ersten Monaten 2010 gestiegen, in Nord- und Zentraleuropa erneut gesunken.
Die Ergebnisse der einzelnen Destinationen sind sehr unterschiedlich. Von 28 Destinationen weisen nur 15 Zuwächse bei den internationalen Ankünften auf. Die stärksten prozentuellen Zuwächse zeigten sich in Estland (+14,8%), den Niederlanden (+11,8%) und Portugal (+11%).
Weitere Eckpunkte zusammengefasst finden Sie hier.
Den englischen Originalbericht der European Travel Commission können Sie hier kostenlos downloaden.
Der oft zitierte Big-Mac Index gibt an, wie sich die Kaufkraft von Land zu Land unterscheidet. Mittlerweile wird immer öfter der Ikea-Billy-Regal-Index ins Spiel gebracht, der das gleiche Ziel verfolgt und auch ein recht verlässlicher Indikator zu sein scheint.
Die Idee eines simplen Index gefällt mir gut, also habe ich mich auf die Suche nach simplen Indikatoren für den Tourismus gemacht, allerdings weniger in Bezug auf die Kaufkraft eines Erdbürgers, sondern eher in Bezug auf das Preisniveau in einem Urlaubsland. Simpel und aussagefähig wären z.B. die Kosten für eine Kugel Eis in einem Urlaubsland. Ist aber schwierig zu erheben. Fündig geworden bin ich im Internet bei drei anderen Indikatoren, die den Tourismus tangieren und schnell und aktuell verfügbar sind. Zum einen der Hotel-Preis-Index von trivago. Die Hotelpreise ermitteln sich monatlich aus den Preisen von 53 Hotelketten und Onlinereisebüros. Zweitens die Spritpreise. Sind online vom arbö erhältlich für die europäischen Länder. Drittens, und jetzt geht es in Richtung Big-Mac-Index, die Bierpreise in den europäischen Ländern. Auf der Website pintprice.com haben tausende von Nutzern Bierpreise für die europäischen Länder eingegeben und der Durchschnittspreis wird berechnet. Wer also seine Urlaubsplanung vom Alkoholpreis abhängig machen möchte wird hier fündig. Der Bierpreis korreliert übrigens weniger mit den Spritpreisen, aber stark mit den Hotelpreisen eines Landes und ist sicher kein schlechter Indikator für das generelle Preisgefüge bei den Urlaubsausgaben.
Für die grafische interaktive Darstellung habe ich ein Tool im Internet genutzt, das man kostenlos verwenden kann.
Man kann hier jeweils auf die folgenden Charts clicken und gelangt dann zu den interaktiven Grafiken. Viel Spass.
… Menschen zum Schmunzeln zu bringen und dabei auch gleich Werbung für ein Urlaubsland zu machen. Dabei sollte man die Präsenz im Web 2.0 nicht unterschätzen – das Video von Italien wurde 1,5 Mio Mal betrachtet.
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