Falschmeldungen erhöhen Inlandsstatistik
Eine der wichtigsten Richtwerte für Touristiker ist die Ankunfts-und Nächtigungsdaten. In einem aufwändigem Erhebungs-Prozedere über Gemeinden, Länder und Bund erhebt die Statistik Austria jährlich die Daten aller gewerblichen Gästeankünfte und -nächtigungen in Österreich. In der letztjährigen Tourismusstatistik ist allerdings ein skurriler Fall eingetreten: Falschmeldungen in Wien führen zu einer falsch dargestellten Statistik der Inlandsurlauber in Wien und zeigen überhöhte Inlandsnächtigungen 2007.
Zwischen Jänner und Dezember 2007 wurden in Wien ca. 300.000 Nächtigungen (+9%) und 156.000 Ankünfte (+11%) von Wienern registriert. Es wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit Zimmer, die von einem Wiener Besteller für ausländische Gruppen reserviert worden sind, als Wiener Nächtigungen verbucht.
Um diesen Fehler zu korrigieren bucht nun Wien sämtliche Ankünfte/Nächtigungen des „Herkunftslandes Wien“ für das Jahr 2007 in die Rubrik „Übriges Ausland“ um, damit für 2007 nicht ein Inlandsboom vorgetäuscht wird. Auf welche Herkunftsländer sich diese 300.000 Nächtigungen verteilen, kann allerdings heute nicht mehr nachvollzogen werden.
Die Statistik Austria wird diese Änderung auf Österreich-Ebene NICHT durchführen, sondern nur in Berichten darauf hinweisen. Das heißt, dass auch im kostenlos zugänglichen TourMIS die bisher angeführten Zahlen zum Inlandstourismus in Wien und somit auch in Österreich (33 Mio., +2,7%) bleiben werden. Bereinigt um die Falschmeldungen ergeben sich für Österreich 2007 ca. 32,7 Mio. (+1,8%) Inlandsnächtigungen und 10,2 Mio. Inlandsankünfte (+3,4%).
Mein Fazit ist wo immer die Gäste auch herkommen - wichtig ist doch nur eines: mehr Ankünfte und zufriedene Gäste in Österreich, oder?
Zwischen Jänner und Dezember 2007 wurden in Wien ca. 300.000 Nächtigungen (+9%) und 156.000 Ankünfte (+11%) von Wienern registriert. Es wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit Zimmer, die von einem Wiener Besteller für ausländische Gruppen reserviert worden sind, als Wiener Nächtigungen verbucht.
Um diesen Fehler zu korrigieren bucht nun Wien sämtliche Ankünfte/Nächtigungen des „Herkunftslandes Wien“ für das Jahr 2007 in die Rubrik „Übriges Ausland“ um, damit für 2007 nicht ein Inlandsboom vorgetäuscht wird. Auf welche Herkunftsländer sich diese 300.000 Nächtigungen verteilen, kann allerdings heute nicht mehr nachvollzogen werden.
Die Statistik Austria wird diese Änderung auf Österreich-Ebene NICHT durchführen, sondern nur in Berichten darauf hinweisen. Das heißt, dass auch im kostenlos zugänglichen TourMIS die bisher angeführten Zahlen zum Inlandstourismus in Wien und somit auch in Österreich (33 Mio., +2,7%) bleiben werden. Bereinigt um die Falschmeldungen ergeben sich für Österreich 2007 ca. 32,7 Mio. (+1,8%) Inlandsnächtigungen und 10,2 Mio. Inlandsankünfte (+3,4%).
Mein Fazit ist wo immer die Gäste auch herkommen - wichtig ist doch nur eines: mehr Ankünfte und zufriedene Gäste in Österreich, oder?
Themen: Inlandstourismus wien Tour-Mis Statistik
Martin Schobert am 5. Mrz, 17:39



Richtige Quellmarktangaben sind wichtig
Es reicht eben nicht aus, wenn man Reisegruppen, die ein Wiener Incoming-Reisebüro eingebucht hat, einfach als Wiener Gäste in Wien zählt.
Unser Rundschreiben hat bewirkt, dass im Jänner die "Wiener in Wien" um 30 % zurückgegangen sind. Der Rest ist auch noch viel zu viel.
Wir ändern die amtlichen Statistiken bei uns nicht, damit einheitliche Daten vorliegen, geben aber in Anmerkungen an, wie das Aufkommen aus den anderen acht Bundesländern aussieht, um der Realität näher zu kommen. Denn in Wirklichkeit haben unsere Landsleute die Deutschen als Gäste in Wien nicht überholt.
Professionelle Analysen ...
Lieber Herr Kraus - jetzt erlaube ich mir noch ein Kompliment: In Österreich gibt es vielleicht 20 - 30 Destinationen die professionell Personal- und Budgetressourcen in Tourismusforschung mit dem Ziel investieren ihre Marketingmittel optimiert einsetzen zu können. Der Wiener Tourismusverband ist hier zweifellos an der Spitze angesiedelt
Und als ehemaliger Marketingmanager für den Inlandsmarkt kann ich mir diese Bemerkung zum Schluss nicht verkneifen: Auch wenn die Wiener in Wien definitiv keine Marketing-Zielgruppe aus touristischer Sicht darstellen, der heimische Gast hat enormes Potential für JEDE heimische Tourismusdestination.
Seit 7 Jahren steigen die Inlandsankünfte ununterbrochen österreichweit stark an, eine Trendabkehr ist dzt. nicht ersichtlich. Der Grund: Österreicher (aus touristischer Sicht interessant sind v.a. Gäste aus den Ballungszentren der 3 Bundesländer W, N, OÖ) schätzen einfach Nähe, Sicherheit und v.a. die Qualität, die wir inzwischen im Vergleich zum nahen Mitbewerb auch zu vernünftigen Preisen erhalten.