Ein Tag mit der Geschäftsführung

Die Österreich Werbung beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion Schule macht Wirtschaft des Magazins FORMAT. Im Zuge dessen besuchte Dr. Petra Stolba die Tourismusschule Krems und gab dort in einem Vortrag Einblicke in ihre Arbeit als Geschäftsführerin. Um noch mehr über die Arbeit an der Spitze eines Unternehmens zu erfahren, konnten sich die Schülerinnen und Schüler für einen Tag mit einer Geschäftsführerin / einem Geschäftsführer bewerben.

Martina Kiraly, Schülerin der HAK Mödling, war glückliche Gewinnerin des „Cheftages“ und durfte einen Tag mit Dr. Petra Stolba verbringen. Die Geschäftsführerin der ÖW zeigte der Schülerin aber nicht den „normalen Büroalltag“ in Wien, sondern nahm sie für einen Tag zur weltgrößten Tourismusmesse, der ITB in Berlin, mit.

Wie es ihr gefallen hat, erzählt Martina selbst:

Weiterlesen



Tags: , , , ,
 Österreich Werbung am 31.03.2010  

Oskar Hintereggers ITB Resümee

„Wir sind gut dabei, viel positives ist geschehen und die nächste ITB steht vor der Tür!“

Was mich immer wieder auf’s Neue bei der Arbeit motiviert,  ist der Beitrag den die ÖW in der Moderation zwischen Innen- und Außensicht der Marke „Urlaub in Österreich“ leistet.

Wie sagt man so schön: Beim Absenden der Botschaft an den Empfänger denken! Die ITB 2010 war für mich, erstmalig in meiner neuen Funktion, eine Demonstration wie kompetitiv und spannend die Branche agiert. Eines ist klar, es kommt bei der ITB besonders darauf an, dass Botschaften bei den Kunden und Partnern punktgenau ankommen und möglichst lange nachwirken.

Der Österreich-Stand und die im Rahmen der ITB organisierten Veranstaltungen sind – im wahrsten Sinne des Wortes – komplexe Kommunikationsplattformen. Ein rundum positiv besetztes Umfeld sollte er sein, das anspricht und Neugierde weckt, Besucher anzieht, inspiriert und mit dem sich gleichzeitig beide, Aussteller und Besucher, im hohem Maß wohlfühlen und austauschen können. Aufgrund der bisherigen Rückmeldungen, die Ausstellerbefragung läuft ja noch bis nach Ostern, freue ich mich, dass der Österreich Gemeinschaftsstand diesen Ansprüchen wohl gerecht geworden ist. Mein besonderes Dankeschön gilt den Schülerinnen und Schülern der Salzburger Tourismusschulen für ihre eindrucksvolle Demonstration von Charme und Servicequalität, dem Team von Küchenmeister Franz Raneburger, das abermals zur Höchstform aufgelaufen ist, Margareta Reichstaler und Barbara Klaczak, vom Genussregionen Marketing und den KollegInnen der SLT für die feine lukullische Untermalung und Inszenierung der Via Culinaria. Und natürlich geht ein besonderer Dank an mein Team in Berlin und die KollegInnen in Wien für die vielen kleinen Innovationen (wie eben dieser Blog oder den Presseabend unter dem Motto „ 4 mal quer“) die reibungslose Koordination aller Auftritte und den tollen Einsatz vor Ort.

Gerne hätten wir beim diesjährigen Auftritt einen Appell für alle Sinne vermittelt. Den Stand auch „österreichisch“ duften zu lassen, das ging dann der Messeorganisatoren – zumindest für heuer – doch etwas zu weit. Aber wir arbeiten daran. Auf meinem Weg durch die Hallen, geprägt vom Vorsatz einer intensiven Konkurrenzbeobachtung, hat sich vor allem und speziell in den „Deutschland Hallen“ ein Bild eingeprägt – „size matters“. Aber wenn es, darum geht die Marke erlebbar zu machen oder eine Geschichte zu erzählen blieb da schon weniger übrig. So oder so: wir wollen den Auftritt weiter optimieren und sind für Anregungen dazu dankbar.

Es ist nichts Neues, dass gehaltvolle und relevante Botschaften schon lange Zeit vor dem Start ITB entwickelt werden und die Messe Bühne für eine öffentlichkeitswirksame Präsentation dieser Botschaften ist. Die neuen „Exponate“ und Sonderpräsenzen wie der Dirndlmat aus Niederösterreich, der Tiroler „Outdoor-Spind“, der „Genusstypentest“  der Via Culinaria, das Wasser der Steirer oder der „Rastplatz Donausteig“ aus Oberösterreich kamen sehr gut an. Die deutschen Kampagnen der Österreich Werbung wie „Österreich. Von Natur aus Wandern.“  und „Kulturgeflüster“ wurden durch eindrucksvolle Bildwelten in Szene gesetzt und die Allianz der 10 Kampagne “Österreich neu entdecken“ war neben dem Genussland Österreich der „Star“ der Standparty.

Schön auch, dass in deutschen Medien im Zuge der ITB-Berichterstattung Österreich wieder als „Touristenmagnet“ wahrgenommen wird. Dass Österreich bei den Ergebnissen der Deutschen Reiseanalyse die Türkei überholt und wieder einen Stockerlplatz hat, war ebenfalls eine tolle Botschaft zum richtigen Zeitpunkt. Dass derzeit alle über den Urlaub im eigenen Land oder das gar nicht mehr so neue Schlagwort „homing“ sprechen wissen wir. Wir wissen auch, wer unsere wirklichen Mitbewerber sind: Deutschland liegt im Trend, heißt es (zu) oft und vor allem die Küstengebiete wollen die Wellen noch weiter auskosten.

Nach allem was ich auf der ITB gesehen und erlebt habe bin ich aber zuversichtlich – und überzeugt, dass „Österreich – neu entdecken“ genau jener Fokus ist, den wir jetzt brauchen.



Tags: , , , , , , , ,
 Markus Aspetzberger am 30.03.2010  

Messeauftritt(e)

Für alle, die nicht auf der ITB in Berlin zu Gast waren, gibt es – spät aber doch – ein kurzes Video zum Messeauftritt der Österreich Werbung auf der diesjährigen Messe:

(Anmerkung: Der fußballspielende Drache war nicht Teil des österreichischen, sondern des slowenischen Messeauftritts)

In dieser Sache gleich ein Aufruf: Wenn Sie Anregungen oder Ideen zum Messeauftritt oder -stand haben, Ihnen etwas weniger oder besonders gut gefallen hat, dann posten Sie einen Kommentar. Dies gilt natürlich auch, wenn Sie bei einem Messestand eines anderen Urlaubszieles ein Feature gefunden haben, dass uns Ihrer Meinung nach noch fehlt. Als Inspiration dafür gibt es im folgenden Video ein paar Impressionen eines Rundgangs durch die ITB:



Tags: , , , , ,
 Österreich Werbung am 29.03.2010  

Was fällt Ihnen zu Österreich ein?

Gemeinsam mit Holger habe ich auf der vergangenen ITB eine kleine Umfrage gestartet, was den Leuten spontan zu Österreich einfällt. Befragt wurden größtenteils nicht-österreichische Besucher und Aussteller auf der ITB. Die folgende Tagcloud zeigt, was wir als Antwort bekamen:

Tagcloud zur Umfrage zu Österreich

Ähnliche Antworten (z.B. “gutes Essen” und “gute Küche”) wurden zusammengefasst, die Antworten der Österreicher wurde in der Tagcloud nicht verarbeitet. Alle Personen, denen nichts zu Österreich eingefallen ist, die Österreich nicht gekannt oder Österreich mit Australien verwechselt haben, wurden als “keine Ahnung” gewertet. Diese kamen zu 100% aus dem asiatischen Raum. Diese Umfrage (n = 35) ist natürlich nicht repräsentativ, das Ergebnis aber allemal interessant.

Natürlich haben wir alle Antworten auch mit der Kamera eingefangen und ein Best-Of daraus erstellt:



Tags: , ,
 Österreich Werbung am 28.03.2010  

Ein Blick über den Gartenzaun: Die Marke "Südtirol"

Ein Gastkommentar von Markus Wiesenhofer, Teamleiter International Market  Management, Österreich Werbung.

Südtirol – Successful Destination Branding: Experiences from a First Mover
Überzeugender wurde eine Destinationsmarke selten präsentiert: Südtirol bewegt!

Homepage www.suedtirol.at

www.suedtirol.info

Christoph Engl / Geschäftsführer der Südtirol Marketing Gesellschaft präsentierte den Entwicklungsprozess der Marke Südtirol in einem überfüllten Konferenzsaal dem gespanntem Publikum. Vor mehr als 5 Jahren startete Südtirol mit professionellem Destination Branding mit Unterstützung der Agentur Metadesign Berlin. Südtirol hat sich im Detail damit beschäftigt, was für die Marke überhaupt wichtig ist.

Engl beginnt seine beeindruckende Präsentation mit einem anschaulichen Erlebnis: Der bekannte italienische Werbefotograf Fulvio Bonavia bereitete sich für ein Fotoshooting in Südtirol vor. Die inszenierte Alpenszene mit Milchkannen vor der Berghütte wurde von ihm aber völlig falsch verstanden: Milchkannen sehen für Italiener einfach wie Gasflaschen aus. Die Erkenntnis daraus: Eine Destination muss als erstes mit den Augen des Gastes gesehen werden. “Marketing ist ein Kampf der Wahrnehmung, nicht der Wahrheit.” D.h. es geht nicht darum welche Bilder wir als Destination zeigen wollen, sondern welche von den Menschen selbst – und mit ihren Farben – gezeichnet werden.

Engl zeigt auf was den Menschen in unserer heutigen Gesellschaft immer wichtiger wird: Natur, Gesundheit, Individualität. Der Luxus der Zukunft wird ein unsichtbarer Luxus sein: Zeit, Aufmerksamkeit, Sinn, Ruhe, Raum. Aus diesen Megatrends und den Südtiroler Stärken wurde der Markenkern von Südtirol definiert: Die kontrastreiche Symbiose von Landschaft (alpin & mediterran), Produkten (Natur & Kultur) und Menschen (Spontaneität & Verlässlichkeit). Bei der Markenpositionierung ist schließlich die Begehrlichkeit, die eine Marke auslöst entscheidend, nicht nur die Bekanntheit (nur eine gute Voraussetzung) – Südtirol muss Begehrlichkeit wecken! Und Südtirol soll nicht als geografischer Ort sondern als Lebensgefühl kommuniziert.

SüdtirolÄpfelEngl zeigt erst zum Abschluss seiner unterhaltsamen Präsentation die Dachmarke Südtirol auch visuell: „Qualität Südtirol“ (1 Mrd. Äpfel tragen das Logo) und „Unternehmen aus Südtirol“ sowie einige Werbeclips. Auch bemerkenswert: Südtirol investiert 75% des Budgets in Fernsehwerbung (inkl. Internetvideos), da alle großen Marken dort kommunizieren. Damit will Engl sein Ziel erreichen: Südtirol positioniert sich als Marke unter den zehn begehrlichsten Destinationen in Europa.


Fazit: Ein sympathischer und professioneller Mitbewerber, dessen Aktivitäten man verfolgen sollte.



Tags: , , , , , ,
 Martina Pürkl am 18.03.2010  

Geschäftsreisen: Alles bleibt anders!

Gastkommentar von Markus Wiesenhofer, Teamleiter bei International Market Management, Österreich Werbung.

Strategien für die Zeit nach der Krise …

… unter diesem Motto läßt sich der Vortrag von Stefan Vorndran von BCD Travel zusammenfassen. Vorndran gab einen Überblick über die Entwicklungen im Geschäftsreisesegment seit Ausbruch der Krise.

Business-TravellerDer finanzwirtschaftliche Kollaps, der im September 2008 begann, bedeutete eine Zäsur: Ca. 20% des Geschäftsreisemarktes ging verloren. Jede Geschäftsreise wird auf ihre Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit hinterfragt (Manche Firmen strichen 50% ihrer Reisen!). Travel Management in Unternehmen erfährt dadurch aber auch eine vollkommen neue Wahrnehmung.

Die Welt hat sich nachhaltig verändert.

Es wird kein Bounce-Back oder einen yo-yo Effekt geben. Vorndran nennt es „The new normal“ – ein dauerhaft niedrigeres Nachfragenivau. Ein erheblicher Teil von Reisen wird schlicht durch virtuelle Meetings ersetzt. Touristikunternehmen passen ihre Kostenstrukturen der neuen Situation an und bereinigen ihr Angebotsportfolio. Geschäftsreisetourismus ist endgültig zum Einkäufermarkt geworden:  Alles bleibt anders!

Vertiefende Informationen zum Thema und aktuelle Studien von Forbes und Oxford stehen online auf: www.bcd.de



Tags: , , , , , , ,
 Martina Pürkl am 17.03.2010  

Trend: näher, kürzer, billiger

Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, Teamleiter im Bereich International Market Management, Österreich Werbung.

ITB BERLIN 2010Im Rahmen der ITB Future Days wurden aktuelle Tendenzen am Reisemarkt diskutiert. Stefan Nigg von GFK präsentierte aktuelle Ergebnisse der GFK Travel Insights (Verkaufsdaten von Reiseveranstalter/-büros).

Grundaussagen: In Deutschland und Großritannien stabilisiert sich die Urlaubsnachfrage für die Sommersaison nach den starken Rückgängen in den letzten 1,5 Jahren.

Die größten Gewinner des kommenden Sommers sind Türkei und Ägypten. “All inclusive” und Kreuzfahrten sind weiterhin sehr gefragte Reiseangebote. Zur Buchung entschließen sich weiterhin sehr kurzfristig. In der obersten Schicht hat die Reiseintensität noch zugenommen, die Mitte stagniert, während die unteren Schichten sich aufgrund der Krise noch weniger Reisen leisten (können).



Tags: , , , , ,
 Martina Pürkl am 17.03.2010  

Die Exotik der Nähe

Ein Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, Teamleiter im International Market Management, Österreich Werbung.

regionaleEiner interessanten Frage ging eine bemerkenswerte Diskussionsrunde nach: “Kann eine Reise in die nahe Umgebung eine exotische Erfahrung sein?”

Unter der Moderation von Dr. Wolfgang Isenberg (Thomas Morus Academy Bensberg) diskutierten Christoph Melcher (BSP Business School Potsdam), Reimar Molitor (Regionale 2010) und Auliana Poon (Tourism Intelligence International). Poon zeigt in ihrer Eingangspräsentation das Potential für Creative Tourism international auf.

Immer mehr Menschen interessieren sich für die kulturellen Hintergründe eines Events und einer Destination. Zunehmend wollen Touristen nicht nur konsumieren sondern sich auch in kulturelle Ereignisse involvieren. Einen sehr spannenden Einblick in Praxis gab Reimar Molitor von der Regionale 2010, einer Kulturinitiative im Umkreis von Köln. Zielsetzung dabei ist den Blick auf die kleineren regionalen Kulturattraktionen zu richten und damit das Bild der Region neu zu prägen. Identität ist nicht nur eine wichtige Frage für die Reisenden sondern auch für Bewohner, die zuerst unter den Einheimischen geklärt werden muss. Es dürfen jedoch keine Gegensätze zwischen Touristen und Besucher aus der Region aufgebaut worden. Die Bewohner sollten sich mit ihrer Rolle als Gastgeber anfreunden.

Melchers merkte an, das Bedarf nach sinnstiftenden Angeboten das ist, sie jedoch sehr schwierig – da komplexe Pakete – anzubieten sind.

Poon erinnerte daran, dass man Gästen Erlebnisse bieten und damit Gründe geben muss, wieder zu kehren. Wenn die sogenannten „Checklist-Touristen” alle Sehenswürdigkeiten abgehakt hätten, gebe es kein Bedürfnis zu bleiben.

Isenberg brachte die beiden Grundströmungen auf den Punkt:

  1. Reisende im globalen Zusammenhang haben immer stärkeres inhaltliches Interesse an tiefergehenden Informationen über eine Destination.
  2. Ebenso findet eine gewisse Distanzreduzierung statt, da man sich auch stärker mit seinem eigenen Umfeld auseinandersetzen will.


Tags: , , , , , , ,
 Martina Pürkl am 16.03.2010  

Die Deutsche Reiseanalyse

Die Deutsche Reiseanalyse ist eine der größten Urlaubsverhaltenserhebungen in Deutschland. Sie findet seit ca. 40 Jahren statt, wodurch z.B. die Analyse langfristiger Trends möglich ist. Auf der itb haben wir Ulf Sonntag, Marktforschungsleiter des verantwortlichen Instituts N.I.T., zu den wichtigsten Ergebnissen der aktuellen Erhebung interviewt.



Tags: , , , , ,
 Holger Sicking am 16.03.2010  

„Spieglein Spieglein an der Wand, wer hat den schönsten Stand?“

Ein Blick über die Standgrenzen hinaus von Erich Neuhold, Bereichsleiter IMM, Österreich Werbung.

Eine simple Zielsetzung möchte man meinen:

Die Marke Urlaub in Österreich repräsentieren und möglichst gute Voraussetzungen für Fachgespräche schaffen …

Die Ideen, Wünsche und Erwartungen rund um diesen alljährlich mit großem Auftritt betriebenen Messeauftritt, sind jedoch so vielfältig und unterschiedlich wie sich die Tourismusbranche eben darstellt. Ich habe mich auf der Messe bei unseren Mitbewerbern etwas umgesehen, immerhin stellen auf der ITB rund 190 Länder aus. Einige Beispiele nachfolgend. Ohne Wertung.



Tags: , , , , , ,
 Martina Pürkl am 16.03.2010  

Komm zur Ruhr!

…ist der Slogan einer der drei Kulturhauptstädte Europas 2010.

Ein Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, Teamleiter im International Market Management, Österreich Werbung. 

ITB BERLIN 2010ITB BERLIN 2010ITB BERLIN 2010

 

 

 

 

 

Im Rahmen der  ITB Destination Days wurde am Mittwoch 10.3. nachmittag auch eine erste touristische Zwischenbilanz zu den drei Kulturhauptstädten Europas 2010 gezogen. Istanbul, Pecs und Essen/Ruhr tragen heuer diesen ehrenvollen Titel. Hochkarätige Vertreter dieser Städte berichteten über die unterschiedlichen Zugänge und Entwicklungen und präsentierten die Programmhighlights des Jahres.

Der Moderator Prof. Friedrich Loock vom KMM-Institut in Hamburg führte durch die anregende Diskussion und erläuterte Hintergründe zur Serie der Europäischen Kulturhauptstädte.

Jede Kulturhauptstadt hat drei  Zielgruppen: 1.Bewohner der Städte, 2.Überregionale Öffentlichkeit, 3.Touristen aus Nah und Fern. Diese Gruppen müssen mit unterschiedlichen, auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Maßnahmen aktiviert werden müssen. Sehr viel Investitionen fliessen in Infrastruktur und neue Kultureinrichtungen.

Sehr große Aufmerksamkeit bekommt derzeit auch Istanbul als Brücke zwischen Orient und Okzident. Als dynamische Metropole mit 13 Mio. Einwohner gehört es schon jetzt – hinter London und Paris zur 3. meist besuchten Städtedestination in Europa. Auf der ITB präsentiert sich die Türkei heuer auch als Gastland insbesondere mit seinem Highlight Istanbul.

Die alte ungarische Industriestadt Pecs ihr – bereits im Kommunismus aufgebautes – Image als liberale und experimentierfreudige Stadt pflegen und setzt auf Stärken in den bildenden Künste (Heimatstadt von Viktor Vassarely und zahlreichen Bauhaus-Mitgliedern) sowie Tanz und Openairveranstaltungen.

Das Metropolgebiet RUHR mit 5,3 Mio. Menschen der 3. größte Ballungsraum in Europa hatte bisher 30 individuelle Marketingorganisationen. Die große Herausforderungen war und ist – unter Beratung der österreichischen Firma Invent – daraus eine Einheit zu schaffen und eine gemeinsame Geschichte erzählen zu können. Das umfangreiche kulturelle Angebot wie z.B. das Museum Folkwang, Gasometer, Zollverein, Duisburger Hafen, Dortmunder U soll Bilder in den  Köpfen der potentiellen Besucher auslösen. Bei der gigantischen Eröffnungsfeier in der Zeche Zollverein schaffte dies „local hero“ Herbert Grönemeyer bereits sehr eindrucksvoll mit seinem Kulturhauptstadt-Song „Komm zur Ruhr“.

So unterschiedlich die Ausgangslage dieser drei Kulturhauptstädte, so verschiedenartig sind auch die erhofften Erfolge:

  • Das bisher sehr stark historisch geprägte Image Istanbul soll künftig stärker mit zeitgenössischen Aspekten (Design, Kunst) erweitert werden. Die Zahl der Gäste soll von  7,5 Mio. auf 10 Mio. Gäste (Ziel jedoch vor Krise festgelegt., deshalb Ziel: 9-10 Mio. 2009 gabs 6,5% mehr Ankünfte.
  • In der multiethnischen Stadt Pecs geht es vor allem darum neue Perspektiven Richtung Kultur und Tourismus zu öffen. Vor allem die Aufenthaltsdauer soll von 1,2 Nächte auf 2,2 Nächteerhöht werden.
  • Das Ruhrgebiet will mindestens  10% dauerhaft mehr Touristen (dzt. 5,5 Mio. Nächtigungen) und investiert deshalb kräftig in einen Orientierungssystem, Hotels und sonstige touristische Infrastruktur.

Weitere Informationen zu den Kulturhauptstädten 2010:
Pecs:  http://www.pecs2010.hu/
Istanbul:  http://www.istanbul2010.org/index.htm
Essen/Ruhr: http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/



Tags: , , , , , , ,
 Martina Pürkl am 15.03.2010  

ITB World Travel Trends Report

Ein Gastbeitrag von Erich Neuhold, Bereichsleiter International Market Management, Österreich Werbung

Forecasting Global and European Tourism – in Cooperation with IPK Int.
Berlin, 10.03.2010

KopfhörerSechs Milliarden Umsatz macht das Tourismus- und Marktforschungsunternehmen IPK weltweit, mit dem IPK „Travel Monitor“ werden seit 1988 in über 60 Ländern Daten analysiert und 500.000 Befragungen zu „Outbound Travel“ durchgeführt. Die Teilnahme an der Präsentation der „World Travel Trends“ bei der ITB ist daher für viele Touristiker ein „Muss“. Die Ergebnisse von Rolf Freitag, dem CEO von IPK Int. in aller Kürze:

2009 hat erstmals eine „Schuldenkrise der Banken“ (und nicht SARS, die Schweinegrippe oder ein Terroranschlag) auf den Tourismus eingewirkt. Wie und ob die Konjunkturpakete greifen werden, bleibt abzuwarten.

„Worst Case“ wäre, wenn die „Schuldenkrise der Banken“ in eine langfristige „öffentliche“ Krise einmünden und eine „Epidemie“ auslösen würde (das gilt insbesondere für Irland, GB, Spanien, Portugal und Griechenland).

Ankünfte, Umsätze und Rentabilität sind gesunken, nicht aus mangelndem Interesse an Urlaubsreisen, sondern aufgrund der gesunkenen „consumer confidence“.  Die Reisen sind kürzer geworden, kein Verzicht, aber bei der Reise wird gespart. Wertschöpfung, Umsätze und Übernachtungen sind zurückgegangen, die Währungsabwertungen z.B. in GB und Schweden haben die Lage noch zusätzlich verschärft, die Urlaubsreisen wurden dadurch teurer.

Langstrecken-Reisen waren stärker betroffen als Kurzreisen, ein für Krisenzeiten typisches Verhalten (nicht zu weit weg von zu Hause). „High End“-Reisende machen zwar nur 1 Prozent der Reisenden aus, auf Ihr „Konto“ gehen jedoch 27 % der Ausgaben.

Der Buchungsanteil im Internet steigt, zurückzuführen u.a. auf die verbesserten Buchungsplattformen.

Bei den Verkehrsmitteln haben der Flug- und der Busverkehr am stärksten gelitten, PKW-Reisen haben zugenommen.

In Deutschland nehmen Inlandsreisen kontinuierlich zu, gerade im Hinblick auf nachhaltige und „gesunde“ Reisen wurden neue Produkte entwickelt. Schnee, -Sport- und Eventreisen liegen ebenfalls im Trend, negative Entwicklung bei den Geschäftsreisen.

PK ITBFür 2010 wird langsamer Aufschwung erwartet, aber es gibt nach wie vor Gefahren und noch keine klaren Signale für ein nachhaltiges Wachstum. Siemens z.B. sagt „Jahre des langsamen Wachstums“ voraus, es zeichnet sich ein zwar langsamer aber kontinuierlicher Aufwärtstrend ab. Erstmals nicht getrieben von Europa (Prognose Auslandsreisen plus/minus 1 %) oder Nordamerika (hohes Staatsdefizit, hohe Schulden,  Prognose minus 5 %), sondern durch Asien (China boomt, sehr dynamisch, Prognose plus 4 %).

Vortrag mit den detaillierten Analysen und Prognosen



Tags: , , , , , ,
 Martina Pürkl am 15.03.2010  

Das erste Mal

Michael Scheuch (Bereichsleiter Brand Management) und Ulrike Rauch-Keschmann (Unternehmenssprecherin der ÖW) waren in diesem Jahr zum ersten Mal auf der ITB zugegen. Im Interview beschreiben sie, wie es ihnen dabei ergangen ist und welche Eindrücke nach zwei Messetagen hängen geblieben sind:



Tags: , , ,
 Österreich Werbung am 15.03.2010  

Hinter den Kulissen der Kulinarik

Wie auch schon in den letzten Jahren wurde der Messestand der Österreich Werbung von Haubenkoch Franz Raneburger, Küchenchef auf Schloss Glienicke, kulinarisch betreut. Im Interview erzählt er, was auf der Speisekarte steht und welche Besonderheiten das Kochen auf der Messe mit sich bringt:

Unterstützung bekommt Franz Raneburger von Schülern und Schülerinnen aus österreichischen Hotelfachschulen. Jedes Jahr kommt ein anderes Bundesland zum Zug, 2010 sind die Salzburger Schulen an der Reihe. Eine Schülerin gibt im folgenden Interview einen Einblick in ihre Arbeit auf dem Messestand der ÖW:



Tags: , , , , , , ,
 Österreich Werbung am 14.03.2010  

Interview: Rainer Edlinger über neue Social Media Trends

Rainer Edlinger, Social Web Fachmann der Region Zell am See/Kaprun und Organisator des jährlich stattfindenden Castle Camps auf der Burg Kaprun, erzählt im folgenden Gespräch über neue Trends auf der ITB und sich verändernde Denkweisen in Sachen Social Web.

PS.: Das Castle Camp 2010 findet am 4. und 5. September 2010 wieder auf der Burg Kaprun statt!

PPS: Den von Rainer erwähnten Social Web Guide gibt es hier!



Tags: , , , , , ,
 Österreich Werbung am 13.03.2010