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“best practice”: Der Schatz der Übergossenen Alm

Heute möchte ich zum letzten Mal ein “best practice” aus dem österreichischen Tourismus vorstellen. Ein Hotel bloggt. Dies wäre noch nichts Ungewöhnliches, inzwischen gibt es Etliche die “Menschen” zu Wort kommen lassen anstatt als “anonymes” Unternehmen inhaltsleere Werbebotschaften zu verbreiten.

Ungewöhnlich ist, dass der Hotelier hier über seine MitarbeiterInnen bloggt. Besser: über ein internes – genau genommen sogar vertrauliches – Mitarbeiter-Motivationsseminar gepostet hat.

Blogpost Übergossene Alm

Ziel des Workshops war es MitarbeiterInnen gemeinsam auf die neue Saison vorzubereiten und versteckte Potentiale der MitarbeiterInnen (der “Schatz”) hervorzuholen, mit diesem sie die Alm noch schöner/besser machen können.

Das besondere an diesem Beispiel ist nun, dass er darüber im world wide web schreibt, anderen – auch MitbewerberInnen aber auch potentiellen, künftigen MitarbeiterInnen – davon erzählt. Dies ist perfektes “employer branding”, d.h. der Betrieb wird als Dienstgeber attraktiver. Was wiederum dazu führt dass Wolfgang Burgschwaiger für sein Hotel qualifiziertere, motiviertere Mitarbeiter bekommt, die wiederum den Gästen ein besseres Erlebnis bieten können – ohne einen Euro Aufpreis.

Darüberhinaus ist es ein gelungenes Beispiel für perfekte Online-PR, dieser Blogbeitrag wird von Google indiziert und auch Gästen, Journalisten und anderen die nach diesem Hotel recherchieren als authentische Information angzeigt.

Und schließlich gilt: wird Wissen mit Anderen geteilt erzeugt dies einfach Nachfrage nach mehr Wissen. In diesem Sinne ist “voneinander Lernen” der erste Schritt um selbst besser zu werden. Bravo – vor den Vorhang!

Nun bleibt mir nur mehr auf Wiedersehen zu sagen und meinen KollegInnen viel Erfolg und Mut zu wünschen auch weiterhin innovative Kommunikationswege zu nützen. Um damit Wissen & Know How der Österreich Werbung mit der österreichischen Tourismuswirtschaft zu teilen und den österreichischen Tourismus weiter auf Erfolgskurs zu steuern. Genauso wie es Wolfgang Burgschwaiger mit seiner “Übergossenen Alm” macht – verborgene Schätze heben um erfolgreich zu sein …



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 Martin Schobert am 29.12.2009  |  Ein Kommentar
 

European Travel Commission optimates New Media Trend Watch

Die Europäische Tourismus Kommission (etc) ist die Vereinigung der Nationalen Tourismus Organisationen Europas. Jahrelang war die etc auf Imagemarketing und PR-Initiativen in den “Operations Groups”, also marktbezogen agierenden Einheiten der nationalen Tourismusämter in den unterschiedlichen Ländern fokussiert – mit manchmal mehr und öfters auch einem Erfolg.  In den letzten Jahren gab es aber vor allem zentral positive Entwicklungen: die Marktforschungs-Aktivitäten wurden zum Wohle der Mitglieder stark intensiviert – eine Indien- und Russland-Studie sowie regelmäßige “market insights” werden erstellt und ein Handbook on Tourism Branding wurde veröffentlicht – lesenswert!

Aber auch vor allem im Online Bereich setzte die etc in den letzten Monaten bemerkenswerte Initiativen um:  ein Handbook on E-Marketing (statisch als Buch – aber detailgenau und äusserst umfassend! Nachschlagewerk v.a. für kleinere Tourismusregionen ohne fixen Online-MitarbeiterIn bestens geeignet!) sowie ein gelungener und dennoch kostengünstiger Relaunch der Website visiteurope.com, ein Event Feed auf Google Maps, ein Widget auf Yahoo.com und schließlich die Neuauflage der www.newmediatrendwatch.com.

New Media Trend Watch - Provided by the European Travel Commission

Diese Seite wurde ebenso komplett redesigned, von einigen Bloggern bereits empfohlen und hat als Zielsetzung Marketing-Profis aus Destinations- und Tourismusorganisationen innerhalb Europas zusammen zu bringen und über eine zentrale Website “high-quality intelligence from over 70 sources on trends in internet usage by tourists all over the world” bereitzustellen.

Voila – dem ist nichts mehr hinzuzufügen, außer: reinklicken und abonnieren (RSS, natürlich). Was genau es da gibt? Zum Nachlesen auf Englisch hier:

“The NMTW offers a regularly updated news service, a library of research reports and white papers, and a unique graph service allowing marketers the chance to compare data from individual tourism markets.  It is available entirely free of charge to all users, who can also subscribe to a free monthly newsletter featuring the latest research, survey results, and facts and figures on the use of new media in the travel and tourism industry.”



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 Martin Schobert am 13.12.2009  |  2 Kommentare
 

Customer Experience im Tourismus

Ich wurde von Mario Jooss und Roman Egger, FH Salzburg, eingeladen heute am Brennpunkt eTourismus 2009 einen Impulsvortrag zu halten. Die Verantstaltung findet abwechselnd in Salzburg und Oberbayern statt und ist Teil eines spannenden EU-Projektes in Salzburg und Oberbayern unter dem Titel e-Tourism-fitness .

Diese symposienartige Veranstaltung soll gezielte Impulse für die gesamte Projekt-Region geben, den State of the Art Know How und Top Trends aufzeigen, eine breite Plattform für ad Networking bzw. zum Austausch von Synergien bieten und auch gezielt wichtige Markt- und Trendsetter im Reisemarkt auf europäischer Ebene einbinden und Kontaktanbahnungsmöglichkeiten für die Regionen unterstützten.

Hier meine Präsentation zum Impulsvortrag bzw. auf Slideshare

Eine gelungene Veranstaltugn mit Profis für die touristische Basis. Hier Details zum Programm , das immerhin 440 TouristikerInnen interessiert die heute hier nach Garmisch-Partenkirchen gekommen sind.



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 Martin Schobert am 09.11.2009  |  Ein Kommentar
 

Hinterfragen wir doch Destinationen im Web!

pixelio

Reinhard Lanner, Tourismusdirektor der Salzburger Region Lammertal, hat in einem provokanten Artikel auf seinem Blog eine seit langem nötige Diskussion losgetreten: Haben Websites von Destinationen heute noch Relevanz? Und vor allem – morgen? Parallel dazu hat William Baker, E-Marketing-Chef von British Columbia und Gast-Referent aus “Übersee” bei der letzten e-Business Academy der European Travel Commission, einen Blog-Post zum selben Thema geschrieben und dabei die Metapher eines “Supermarktes” zur Beschreibung der Online-Präsenz von Destinationen im Jahr 2009 ins Spiel gebracht. Mein Kommentar zu diesem Artikel hier auch als Blog-Post:

Ehrlich betrachtet – beide haben Recht: gleichen touristische Websites 2009 – mit ihren „vielfältigen“ Angeboten, Lobeshymnen und Marketing-Texten – nicht eher realen Supermärkten mit all ihren Sonder-Angeboten, Kauf-jetzt-Ständern und 4000 Ladenhütern bei 4.500 Artikeln Sortimentstiefe? Ich meine aber nicht die kleinen Supermärkte für den Einkauf von nebenan, vielmehr sind Interspar, Big-Billa, Merkur-, Metro, XXXLutz’s, IKEA und andern Großmärkten doch beinharte Realität der touristischen Online-Praxis. Wie diese der User erlebt wird in den wenigsten Fällen dabei ins Kalkül gezogen. Abbruchraten von 70% gängige Praxis, 2-3 Seiten / Besuch Usus und durchschnittliche Verweildauer von 30 Sekunden durchwegs von allen akzeptierte Realität! Widerspricht jetzt jemand?

Nach intensiver Auseinander-Setzung mit Trends, Online-Entwicklungen und Beobachtung des User-Verhaltens potentieller Urlaubsgäste ergeben sich für mich 4 Varianten von DMO-Websites der Zukunft, wobei unter „Zukunftsforschung“ im Web ein längerer Betrachtungs-Horizont als 3 Jahre (also hier 2012) definitiv haltlose Spekulation wäre:

1. Online-Hub für Destinations-Content: Thomas Baekdal hat unlängst in seinem Blog von der Webstrategie 2010 geschrieben: The Website 2010 is not a Website. Reinhards Blogpost und auch Williams Meinung (www.wilhelmus.ca) bestätigen dies. TripAdvisor, Kayak, WAYN, Joobili, TripWolf, Expedia, YouTube, Twitter, Facebook & Co übernehmen ohnehin seit langem die Aufgaben von Destinationen zur Darstellung von Content einer Urlaubsregion. Das Beispiel Oberstaufen mit seinem genial-einfachen Link-Template zu Social Web-Präsenzen der Region Oberstaufen zeigt, dass es aber in jedem Fall daneben noch eine Minimal-Präsenz oder besser – einen „Online-Hub“ für Destinations-Content – braucht, über den der User entscheiden kann, welcher Content für seine Reise-Entscheidungen die höchste Relevanz hat

2. Nische statt Vielfalt & „Supermarkt“: Statt einer DMO-Website wird die Destination künftig multiple Webpräsenz durch mehrere Themen- oder AffinityGroup-Websites mit unterschiedlichen, streng abgegrenzten und untereinander nur minimal vernetzten Online-Inhalten umsetzen. Der Erfolgsfaktor sind „Geschichten“ die den Besuchern dieser Nischen-Websites aufgrund der hohen Affinität einen ebensolchen Mehrwert bieten. Diese Sites werden durch ihre exakte Spezialisierung und engen Zielgruppen/Millieu-Fokussierungen auch zu erfolgreichen Vertriebskanälen.

3. Online „Flagship-Stores“: Einige Destinationen mit hoher Bekanntheit/USP/Markenwert werden ähnlich dem „Flagship-Store“-Konzept großer Markenartikler a la Gucci, Versace, Diesel ganz abgehoben ohne Transaktions-Absicht innerhalb des Web-Erlebnis-Portals ihre Markenbotschaften in den Vordergrund stellen. Das Verkaufen übernehmen andere, weil die touristischen Produkte dieser Destinationen Selbstläufer sind und von Multiplikatoren daher gern und leicht vertrieben werden. Diese können auch zeitlich befristet sein, z.B. Film-Festival in Cannes, Neujahrs-Konzert / Lifeball-Erlebnis in Wien, Indian Summer in Canada …

4. Aggregation von relevanten Content der Destination. Dies ist der pragmatischte, nachhaltigste und heute sowohl

  • technisch (z.B. durch automatische Aggregation von XML-Daten via einer API) als auch
  • organisatorisch (Trip-Advisor, Tripsbytipps und andere bieten Destinationen heute schon Content-Widgets zur Platzierung von User Generated Content of Destinations-Seiten)

der am leichtesten vorstellbare Anwendungs- und Regelfall von Websites touristischer Destinationen in 3 Jahren. Deshalb ist dies auch der Grund warum wir Vordenker von der Österreich Werbung (Bitte um Nachsicht für dieses provokante Eigenlob) uns HEUTE schon für diesen Ansatz entschieden haben: der Plan ist als offizieller Online-Reiseführer für Österreich jeden relevanten, aktuellen Content den es im Web zu Urlaub in Österreich gibt, zu aggregieren. Entscheidend – Landessprache. Ebenso – kontextuelle Platzierung und geschickte, durchdachte, unterschiedliche Darstellung entlang der „Customer Journey“ eines (potentiellen) Gastes in ebenso unterschiedlichen Phasen seiner Reiseplanung.

@Reinhard: Danke wieder einmal für deinen Mut dieses Thema als Touristiker anzugreifen und sich selbst – also die Sinnhaftigkeit einer Destinations-Präsenz im Web – zu hinterfragen! Gratulation.

@an alle lieben KollegInnen: Machen wir es ihm nach.



 Martin Schobert am 07.11.2009  |  2 Kommentare
 

Social Web für TouristikerInnen – Castle Camp 09

Castlecamp-Zell-am-See-Kaprun

Was ist ein Castle Camp? Die Antwort steht hier. In zwei Sätzen:

TouristikerInnen treffen sich auf einer “Unkonferenz” zu den Themen Social Web, Hotel, Tourismus, Kommunikation, Gäste und stellen sich ihre Agenda selbst zusammen. Ziel ist sich dabei zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.

Heute findet diese von der Tourismus-Region Zell am See – Kaprungenial organisierten Veranstaltung zum 2. Mal auf der Burg Kaprun statt. 95 TouristikerInnen sind dazu heute hierher gekommen. Danke an die Organisatoren, allen voran Rainer Edlinger. Euer Engagement hilft allen teilnehmenden TouristikerInnen online erfolgreicher zu agieren und gemeinsam die Wettbewerbsposition Österreichs zu stärken.

Das Programm findet ihr hier, von zu Hause live mitverfolgen kann man die Veranstaltung über die Twitterwall.

Nachtrag:

Unser Kollege Olaf Nitz hat gerade Überlegungen und best practices / do’s & dont’s zu Facebook Fanpages von Destinationen hier auf Slideshare veröffentlicht.

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Meine Präsentation zum Blättern und Nachlesen ist ebenfalls auf Slideshare zu finden: “Destination 2.0. Die Menschen in der Strategie

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 Martin Schobert am 12.09.2009  |  Keine Kommentare
 

Tourism Marketing and the Social Web

Ich durfte gerade am sehr interessanten Social Web Workshop der Modul Universität meine Erfahrungen und Learnings aus 5 Jahren Social Web Marketing an ein internationales Publikum weitergeben.

Die Präsentation ist auf Slideshare zum Nachblättern und Download.



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 Martin Schobert am 04.09.2009  |  Keine Kommentare
 

Hotels & Kundenbewertungen

Wie nehmen Hotels die steigende Bedeutung von Kundenbewertungen wahr und reagieren darauf?

Begrüßen oder ignorieren Hotels diese Entwicklung im Web?

Eine kürzlich veröffentlichte Market Metrix und TripAdvisor Analyse fokussiert sich darauf Antworten auf diese Fragen zu geben.



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 Martin Schobert am 29.08.2009  |  3 Kommentare
 

Full Value of Search – auch für TouristikerInnen

Google veröffentlicht seit einiger Zeit ausgezeichnete Marktforschungs-Informationen zum Suchverhalten seiner Nutzer und stellt diese – kostenlos – auf seiner Website “Full Value of Search” zur Verfügung.

Spannend ist dabei die ROPO-Studie “Wie das Internet das Kaufverhalten beeinflusst.

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Ein “must read” für jeden Touristiker ist dabei die “ROPO-in-der-Touristik”-Studie, die Google gemeinsam mit der TUI erstellen lies (hier zum Download ROPO-in-der-Touristik (pdf, 518 KB)). Das Ergebnis in einem Satz: potentielle Gäste recherchieren Online ihren Urlaub und kaufen Offline über das Reisebüro oder direkt beim Hotelier, Fluglinie, Bahn über Telefon oder persönlichen Besuch.

Nicht dass wir TouristikerInnen dies nicht gewusst hätten, jetzt ist es nur dokumentiert. Kritisch betrachtet heisst mein Fazit: Clicks, Online-Actions & Buchungen durch User können nicht einziges Online-Ziel für uns sein!

Aus meiner Sicht ist für Online-TouristikerInnen wieder eines erfolgsentscheidend: guter Content, kontextuell dort platziert wo der User ist. TripAdvisor, HolidayCheck, Wikipedia, FlickR, You Tube und v.a. Meta-Suchfunktionen wie Kayak, YahooAnswers / Yahoo Locals oder Google Maps – das sind die Plattformen wo das Reisegeschäft in Zukunft entschieden wird. Egal ob der Kauf dann online oder offline erfolgt!

Übrigens, haben Sie schon einmal in Google Maps nach “Hotel” Ihren Destinationsnamen gesucht? Erschreckend, in wievielen Destinationen noch immer nur einige Hotels erscheinen wiewohl es hunderte Betriebe in der Region gibt. Noch überraschender ist dies, weil Hotels dort kostenlos Fotos, Content – ja sogar Gutscheine (!) usw. hochladen können. Ein “best practice” vor den Vorhang: Tourotel Hotel Wien!

Ein kurzer Nachsatz: Für all jene die das Tourotel auf Google Maps nicht gleich finden: Geben Sie in Google Maps einfach “Hotel wien” ein (Achtung – achten Sie auf Gross- und Kleinschreibung, aber mehr verrate ich jetzt nicht mehr …!)



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 Martin Schobert am 18.08.2009  |  3 Kommentare
 

Urlaub 2.0 in Österreich

Mit Weblogs im Gespräch bleiben!

Das versuchen einige TouristikerInnen seit längerer Zeit. Wir hatten mit dem ersten Test eines touristischen Weblogs ganz gut begonnen seit Jänner 2007 120.000 Unique Visitors), jetzt ändern sich gerade Online-Ziele und -Zielsetzungen und wir arbeiten gerade an einer Optimierung und Neu-Ausrichtung des Pilot-Projekts.

Einen kurzen Überblick über einen Ausschnitt der “Blog-Szene” in der österreichischen Tourismus-Wirtschaft gibt das Blog “Hyperkontext” und schreibt auch gleich die Gründe dazu warum das so sinnvoll sei:

Es gibt noch eine Menge weiterer ausgezeichneter Blogs in Österreichs Touristiker – Landschaft, zu finden z.B. in unserer Blogroll, hier, hier, hier, hier, vielleicht ist künftig auf der T-List auch der eine oder andere Österreich-Blog zu finden oder auf Technorati.

Kleiner “Nebeneffekt” am Rande: in vielen Fällen sind diese Weblogs auch bei Google & Co besser gereiht als die “offiziellen” Seiten der Blogbeitreiber. Die Struktur eines Weblogs, die ständige Aktualisierung usw gefällt den “bots” der Suchmaschinen nämlich. Und genau DORT findet der erste Markenkontakt von und mit “Urlaub in Österreich” statt. Das ist authentisches Österreich.



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 Martin Schobert am 13.08.2009  |  2 Kommentare
 

Haftung für User Generated Content

Haftung

Letztens bin ich in einem Blog-Post vom PR Blogger auf den Hinweis gestossen, dass die Frage nach der Haftung für User Generated Content Dr. Carsten Ulbricht in einem aufschlussreichen Blogpost geklärt hat:

“Zusammenfassend gilt also als Grundregel: Vor einem entsprechenden Hinweis auf einen rechtsverletzenden Inhalt haftet der Plattformbetreiber für fremde Inhalte nicht.”

Na ich bin gespannt ob diese Aussage auch in einem Präzendenzfall bestehen bleibt. In jedem Fall ist die Website rechtzweinull.de sehr interessant.



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 Martin Schobert am 11.08.2009  |  Keine Kommentare
 

Social Web statt Tourismus-Messen?

In den letzten Jahren führt diese Frage immer wieder zu heftigen Diskussionen unter TouristikerInnen. Vielleicht ist ja das Business-Netzwerk XING und seine Partner-Sites wie Doodle, slideshare und Dopplr ja inzwischen heute schon bedeutender als etablierte Tourismus-Fachmessen?

XING-Partner

Betrachten wir einmal Zahlen:

80.000 Besuchern auf einer Tourismus-Messe. Ist das viel oder wenig?
Wenn man schätzt, dass davon 50% am Messestand stehenbleiben, sich – wenn auch nur für Sekunden – mit meiner touristischen Marke auseinander setzen heisst das bei einer 4-tägigen Veranstaltung 10.000 Besucher / Tag.

10.000 User pro Tag ist das viel oder wenig? Wir haben am internationalen Länderportal der Österreich Werbung nicht ganz das Doppelte – täglich, 365 Tage im Jahr. Internationale Player im Social Web haben ein Vielfaches davon, die Reise-Bewertungsplattform TripAdvisor rund 3 Millionen und die Reise-Community WAYN rund 1 Million Besucher pro Tag. Das ist viel.

Noch mehr reise-relevanter Content (Fotos, Videos, Empfehlungen, Erlebnisse, Tipps, …) wird täglich von Millionen Menschen auf den “Social Web”-Leadern Facebook oder You Tube konsumiert. Doch woher sollen wir TouristikerInnen die Ressourcen nehmen um touristische Marken im Social Web zu führen. Was wäre wenn Mitarbeiter statt Kataloge auf Messen authentische, persönliche Meinungen zu touristischen Angeboten bei “Gesprächen” im Web”verteilen”? Diese wären noch Monate später über Google, Bing & Co von Anderen “auffindbar”. Doch ist dies wirklich effizienter als eine Messe-Präsenz? Wie beweise ich meinem Vorstands-Gremium dass Social Web Aktivitäten überhaupt messbar sind und daraus auch Resultate zu erzielen sind, im Idealfall sogar – Buchungen?

Mit dieser unter TouristikerInnen eben schwer-diskutierten Fragestellung hat sich jüngst der PR Blogger auseinander gesetzt. Ein sehr lesenswerter Post, der unter anderem auch mit Mythen zum Medienkonsum von Teenagern aufräumt,
Nielsen
auch PR Fundsachen beschäftigt sich mit der äußerst interessanten Studie von Nielsen. Die Antwort:

Nielsen-Grafik

Also wenn es tatsächlich ein Mythos ist, dass junge Konsumenten ausschließlich über das Web erreichbar sind, wie wird dann die Konsum-Entscheidung heute tatsächlich getroffen? Ist gar das Informations-Verhalten anders als wir es bislang vermuteten, also doch nicht Web – sondern bleiben wir besser beim historisch sehr professionell organisiertem Marketing auf Reise- & Tourismus-Messen?

Klaus Eck zitiert als Antwort dazu eine andere Studie:

“Einer Studie von Marketing Sherpa zufolge sind face-to-face Events wie Messen extrem in der Gunst der Entscheider gefallen, während “virtuelle Events” und Suchmaschinen sowie Social Media stark an Relevanz gewonnen haben. Ein weiterer Beleg dafür, dass sich Unternehmen bei der Entscheidungsfindung zunehmend auf die Meinungen im Web stützen.”

Marketing-Sherpa

Für mich ist dieses Zitat eindeutig – und Antwort genug! Aber ich bin ja der Online – Verantwortliche der Österreich Werbung und somit wohl herrlich subjektiv. Doch objektiv wird die Einstiegsfrage wohl niemals zu beantworten sein… .



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 Martin Schobert am 07.08.2009  |  6 Kommentare
 

Herkunftsmarkt USA

Einen kompakten Überblick über den Herkunftsmarkt USA (Auslandsreisen, Reiseart, Reiseausgaben, Kurzprofil der Reisenden, Top Destinationen) liefert die European Travel Commission (ETC) mit dem Market Insight USA, das kostenlos von der ETC Website zu beziehen ist.



 Martin Schobert am 03.08.2009  |  Keine Kommentare
 

Content matters, not the Website.

Ich finde es einfach lässig ein blog-post mit einer Zusammenfassung zu beginnen:

Conclusion: There was a time when a website was enough. Now, your website needs to be just one small part of your overall Web strategy. Expecting users to come to you is naive. Instead, take your content to them, whether on a social network like Facebook’s or a mobile device like the iPhone.

Und dann mit einer Frage weiterzumachen:

Which is more important, driving traffic to your website or encouraging as many people as possible to see your content?

Meine Antwort?
Eine Website ist nur eines von vielen Online-Tools.

Heute ist es einfach auch abseits der Firmen-Website eigenen Content zu “verteilen. D. h. konkret: heute ist es wichtig “Marken”-Kontaktpunkte dort im Web zu schaffen – wo meine Zielgruppe bereits online vertreten ist. Ohne diesen über Werbung einzukaufen. Sondern indem ich “Gesprächen” zu meinen Produkten “zuhöre”, in diese gegebenenfalls eintrete um zu reagieren oder auf Fragen zur Destination zu “antworten”. Oder – sicherlich der schwierigste Fall – man versucht diese Interaktionen selbst zu “initiieren”, Diskussionen über sein touristisches Angebot in Gang zu setzen (Beispiel: “Felsenputzer-Aktion” von Schweiz Tourismus, “Der Beste Job der Welt” in Queensland, “Recruiting eines Community Managers” via You Tube Spot wie Zell am See oder “Axel wandert durch …”, doch dazu später einmal in diesem Blog).

Die Lektion lautet also: Wir brauchen eine umfassendere Web-Strategie als nur “potentielle Gäste” auf unsere Website zu bringen. Passiert dies zufälligerweise, werden wir uns sicher nicht wehren. Wie es aber wohl einfacher geht kann man in diesem blog-post nachlesen, aus dem ich obige Inhalte zitiert habe: 10 Ways To Put Your Content In Front Of More People

Die 10 einfachen aber wirkungsvollen Vorschläge für ein effizientes Ausrichten einer neuen Online Strategie auf Content-Verteilung sind (mit meinen Kommentaren in Klammer):

  1. Target the Desktop
    (gemeint ist eine desktop application die dem User nützlich ist, also z.B. Anzeige wenn gewünschte Schneehöhe erreicht ist …)
  2. Going Mobile
    (iPhone, iPhone und wieder iPhone, dann …)
  3. Start Tweeting
    (Twitter ist ein geniales Tool für – GESPRÄCHE!)
  4. Write for other Websites
    (Genau das ist auch unser Job in der Österreich Werbung – dzt. tun wir dies in 26 Sprachen in 40 Ländern weltweit!)
  5. Embrace Facebook
    (Facebook ist nicht länger auf “junge” Zielgruppen fokussiert. Die Anzahl der User zwischen 35 and 54 ist um 276% auf über 6 Millionen Menschen marschiert.)
  6. Develop a Widget or API
    (Die Österreich Werbung setzt dies gerade um: A widget is typically a small piece of code that you can copy and paste into your website. Literally thousands of widgets are available. They allow website owners to use the content and functionality of other websites quickly and easily. Widgets are used to embed YouTube videos, show your Amazon wish list and display your location on a map.)
  7. Offer better Feeds
    (RSS – Feeds sind eine der wichtigen Online-Währungen der Zukunft)
  8. Use Multimedia
    (ist wohl nichts hinzuzufügen – doch: KARTEN nützen! Unter den 5 meistgenutzten Travel-Sites in den USA sind auf Platz 1 (MapQuest), 2. (Google Maps) und 4. (Yahoo Maps) 3 Karten-Anwendungen ….)
  9. Start Streeming
    (eben via Karten, You Tube Channels, dem Online-Broadcaster Joost, …)
  10. Do not forget EMail.
    (obwohl ich langweiligem Newsletter-Marketing kritisch gegenüber stehe – heute zählt Newsletter-Versand via Mail noch immer zu den effektivsten Online-Instrumenten v.a. im Pauschalreise-Business)


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 Martin Schobert am 30.05.2009  |  8 Kommentare
 

Wirklich g(oogle)ut ist diese Präsentation …

Ein Google & Compete (größter Web-Researcher weltweit) – Webinar aus Paris. Perfekte Form der Präsentation. Perfekte Information für uns TouristikerInnen.



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 Martin Schobert am 20.05.2009  |  Keine Kommentare
 

MICE 2.0???

Mit Speck fängt man Mäuse – auch im Web 2.0?

© Pauline / PIXELIO

Nicht ganz. TouristikerInnen wissen, daß sich hinter dem Kürzel MICE die Meeting-, Incentive-, Kongress- und Event-Wirtschaft im Reise-Business versteckt. Aber MICE ins Web 2.0? Hängt nicht gerade dieser touristische Industrie-Zweig besonders von persönlichen Kontakten und Treffen ab, spielt User-Generated-Content und Co also hier überhaupt eine Rolle? Oder ist nicht vielleicht das Social Web sogar der “Sargnagel” professionell organisierter Business-Treffen, kann man sich über virtuelle Netzwerke nicht viel effizienter austauschen als in kostenintensiven persönlichen Meetings und bei Kongressen …?

Experten sagen klar – NEIN.

MICE wird auch künftig wichtiger und entscheidender Zweig der Tourismuswirtschaft sein und bleiben. Trotz oder vielmehr auch wegen Web 2.0.

Das Vienna Convention Büro hat unlängst dazu in der Wiener Hofburg das Zukunftssymposium “Scientific congresses 2020 – A look into the future” abgehalten. Ich hätte gerne hier einen Link zu den Präsentationen der – laut Teilnehmer-Meinung – ausgezeichneten Referenten gegeben, doch gibt es diese (noch) nicht auf der Website des VCB, also bei Interesse direkt bei den netten KollegInnen anfragen.

Eine spannender Standpunkt eines Meeting- & Kongress-Experten zu MICE im Social Web ist hingegen jüngst hier im den branchen-news “meetingsreview” veröffentlicht worden. Ebenso gab es auf Kanada’s letzter Meeting & Incentive Show ein interessantes Statement wie die Industrie Social Web nützen kann und z.B. gibt es auch hier eine eigene Community für die Meeting-Industrie.

Alles in allem zeigt sich: Soziale Kommunikation, Interaktion und Dialog nehmen in alle Bereiche touristischer Kommunikation Einzug. Schließlich entstehen durch authentische, glaubwürdige Dialoge zwischen und mit Menschen drastisch mehr Erfolgspotentiale, Geschäftsoptionen und Chancen auf neue Kundenkontakte als sich dadurch Risiken eröffnen. Auch im Meeting-, Incentive- und Kongress-Business entsteht durch Online-Dialog beteiligter “B2B”-Konsumenten Wissensaustausch, eröffnet sich damit wettbewerbs-entscheidender Wissensvorsprung und somit steht durch Social Web die Weiterentwicklung eines ganzen Tourismus-Zweiges im Raum.



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 Martin Schobert am 29.04.2009  |  Keine Kommentare