Wanderurlauber in Österreich und in Japan

Deutsche Pensionisten auf der Jagd nach der Wandernadel. Dieses Klischee über den Wanderurlauber in Österreich ist noch immer anzutreffen. Aber stimmt es wirklich?  In einer Auswertung zum Wanderurlauber im Rahmen der T-MONA Urlauberbefragung Sommer 2011 kommen wir auf die Bestätigung einiger Klischees, aber einige Punkte sind definitiv anders. Ja, der Wanderurlauber in Österreich kommt vor allem aus Deutschland, ist etwas älter als der Durchschnittsurlauber, kommt wegen der Berge und der Natur und bleibt länger als der Durchschnittsgast. Aber: der Wanderurlauber ist nicht Pensionist (zumindest nicht stärker als der Durchschnittsgast), er ist überdurchschnittlich häufig Akademiker mit überproportional hohem Einkommen. Er nächtigt am häufigsten in 4/5 Sterne-Unterkünften und informiert sich überproportional häufig über das Internet. Einige Basisinfos hier: Link

Unsere Trendscouts in der Österreich Werbung beobachten übrigens in Japan seit längerem einen interessanten Mikro-Trend in Bezug auf das Wandern: In Japan gehen immer mehr junge Frauen in Gruppen wandern, die so genannten “Yama Girls”. Das Besondere ist, dass die Yama Girls das Wandern mit einem besonderen modischen Stil verbinden und einem besonderen Lifestyle / Lebensgefühl. Sie wandern in Leggings (hoffentlich kommt der Trend nicht bei deutschen Hausfrauen an) und Minirock (am besten möglichst bunt). Es geht darum, möglichst stylish und gleichzeitig bergtauglich gekleidet zu sein. Man ist auf der Suche nach so genannten Power Spots (Energiequellen in den Bergen). Mittlerweile kreiert North Face Modelinien für diesen weiblichen Wandertyp und es gibt in Japan eine eigene Zeitschrift (Randonee) für Yama Girls.

http://pinterest.com/alealeb/yama-girl/

http://blog.japantimes.co.jp/japan-pulse/trends-in-japan-2010-yama-boom/

http://www.bloomberg.com/news/2010-11-04/miniskirts-conquer-mount-fuji-as-yama-girls-spur-japanese-trekking-trend.html

http://www.yamagirl.net/

http://blog.japantimes.co.jp/japan-pulse/power-spots-japan%E2%80%99s-latest-spiritual-craze/

(Quelle: Pink Tentacle)

(Quelle: Teva) allerdings eher als Konzept gedacht



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 Holger Sicking am 25.04.2012  |   Keine Kommentare

ADAC Reisemonitor: Erwartungen leicht positiv für Österreich

Der deutsche ADAC hat auf der ITB die aktuellen Befragungsergebnisse des Reisemonitors vorgestellt. Im Rahmen des ADAC Reisemonitors werden 4.300 deutsche ADAC Mitglieder zu ihrem Reiseverhalten befragt. Die Ergebnisse tendieren daher etwas in Richtung Autofahrer und sind nicht 1 zu 1 mit anderen Studien vergleichbar.

Insgesamt tendieren die Ergebnisse aber in die gleiche Richtung wie andere Studien (z.B. Dt. Reiseanalyse), die auf der ITB vorgestellt wurden.

Z.B. ist die Urlaubs-Nachfrage der Deutschen nach wie vor sehr stabil, wenn auch mit einem leichten Rückgang in 2011. Die Ausgaben in die meisten Destinationen konnten gesteigert werden. Die Urlaubspläne für 2012 zeigen wieder steigende Zahlen. Bei den geplanten Zielen für 2012 liegt Österreich leicht im Plus. Profitieren könnten 2012 außerdem vor allem Portugal, Benelux und Spanien.

Die kompletten Ergebnisse der Studie gibt es hier zum Download: Link



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 Holger Sicking am 10.03.2012  |   Keine Kommentare

Was verstehen Urlauber unter Nachhaltigkeit?

Dr. Roger Wehrli von der Hochschule Luzern hat auf der ITB Studienergebnisse zum Thema Nachhaltigkeit vorgestellt. Die Fragestellung, die im Rahmen eines Befragungsprojekt in 8 Ländern weltweit nachgegangen wurde, lautete, was Urlauber unter Nachhaltigkeit verstehen bzw. wie wichtig verschiedene Nachhaltigkeitsfaktoren sind.Dazu wurden 23 Attribute vorgestellt (z.B. “Sustainable tourism is characterised by the use of renewable energy sources”).

Insgesamt stellt die Studie fest, dass die Befragten gut über die Teilaspekte von Nachhaltigkeit informiert sind. Die Einstellung/Wichtigkeit in Bezug auf die drei Säulen (ökologisch, sozial und ökonomisch) sind in etwa gleich verteilt. Der Anteil der Personen, die mit den Attributen zustimmen in Bezug auf Nachhaltigkeit, ist bei fast allen 23 Attributen über 50%. Nur bei einigen ökonomischen Attributen und bei “längerer Aufenthalt” und “CO2-Kompensation” liegt die Zustimmung unter 50%.

Vor allem im Bereich der sozialen / soziokulturellen Nachhaltigkeit gibt es große Zustimmung. Das Attribut “upkeep of a scenic view and the cultural heritage” wird am stärksten mit Nachhaltigkeit im Urlaub in Verbindung gebracht.

Es zeigt sich über alle Dimensionen, dass Attribute, die mit Regionalität zu tun haben, die höchste Zustimmung bei den Befragten weltweit bekommen. Regionalität ist (in Kombination mit / unter Berücksichtigung von ökologischen Aspekten) die wichtigste Kompenente bei der Nachhaltigkeit im Tourismus aus Gästesicht.

Die spannenden und sehr umfassenden Ergebnisse (150 Seiten Studienbericht) sollte jeder Interessierte genauer unter die Lupe nehmen. Hier gibt es die gesamte wissenschaftliche Arbeit zum Download: Link.



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 Holger Sicking am 10.03.2012  |   Keine Kommentare

Green City Index: Wien auf Platz 4

Siemens hat auf der ITB den Green City Index präsentiert und in einer anschließenden Podiumsdiskussion wurde Stadtentwicklung unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit diskutiert. Der Green City Index zeigt wie umweltfreundlich Städte weltweit sind (Ranking). Die gesamt Studie kann man hier downloaden: Link

 

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Diskussion:

-          50% der Weltbevölkerung lebt in Städten und verbraucht 70% der Energie

-          Der Green City Index wurde entwickelt, um die Stärken und Schwächen von Städten in Bezug auf Nachhaltigkeit zu finden.

-          Die Studie wird von The Economist (Business Intelligence Unit) durchgeführt, um die Objektivität zu gewährleisten

-          Kopenhagen ist auf Platz 1, danach folgen Stockholm und Oslo

-          Wien liegt auf Platz 4

-          Westeuropäische Länder sind prinzipiell weiter vorne als osteuropäische Städte

-          Nachhaltigkeit korreliert mit „Reichtum“ einer Stadt

-          Wasserverbrauch in den USA pro Kopf ist doppelt so hoch wie in Europa

-          Abhängigkeit der Städteplanung vom Tourismus ist enorm

-          Städte mit einem Masterplan performen besser im Index. Kopenhagen hat z.B. einen klaren Plan für Nachhaltigkeit

-          Megacities werden zu einem riesigen Problem in der Zukunft. In Mumbai ist der Wasserspiegel bereits um 100 Meter abgesunken. Die Infrastruktur kann nicht mehr nachziehen. Privatunternehmen bauen bereits Städte mit 300.000 bis 600.000 Einwohnern im Hinterland. Die Hauptprobleme werden Nahrungs-, Wasser- und Energieversorgung sein.

-          Der Tourismus ist zweitgrößter Arbeitgeber der Welt und hat die Pflicht sich einzumischen.

http://www.siemens.com/entry/cc/de/greencityindex.htm

 



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 Holger Sicking am 10.03.2012  |   3 Kommentare

Weltweites Reisevolumen 2011/12, Quelle IPK International

IPK International führt jährlich ca. 500.000 Interviews mit Urlaubern durch und untersucht das weltweite Reiseverhalten. Auf der ITB heute stellt der CEO Rolf Freitag die wichtigsten aktuellen Erkenntnisse für den weltweiten Tourismus vor.

Die weltweiten Reisen mit Übernachtung im Ausland erhöhten sich nach den vorläufigen Ergebnissen des World
Travel Monitor von IPK International im Jahr 2011 um 5% auf 750 Millionen (nach einem Plus von 7% im Jahr 2010). Dies stellt ein neues Rekordhoch für weltweite Auslandsreisen dar. Der Tourismus trotzte 2011 der anhaltenden Krise und der schwierigen Situation in vielen Ländern, was zu einem Rekordniveau auf allen Ebenen führte, d.h., also nicht nur das Reisevolumen betraf sondern auch die Übernachtungen und Ausgaben mit einbezog“, so Rolf Freitag. IPK ist für das Jahr 2012 verhalten optimistisch, obwohl der wirtschaftliche Ausblick für viele Länder auf Rezession hindeutet. Es wird wohl noch deutlichere Verschiebungen hinsichtlich der touristischen Quellmärkte geben. Insbesondere die südeuropäischen Eurokristenländer werden nicht mehr in der gewohnten Manier verreisen können.

Die Europäer gingen im Vergleich zu 2010 wieder mehr auf Reisen. Die Zahl der Auslandsreisen
stieg 2011 um 3,5% auf 414 Millionen, nach einem Wachstum von 2% im Jahr 2010. Was die Urlaubsarten angeht, so unternahmen die Europäer im vergangenen Jahr bevorzugt Strandurlaube. Hier wurde ein Zuwachs von 5%
verzeichnet. Die Anzahl der Rundreisen konnte ein starkes Wachstum von 12% verzeichnen, und es gab ebenso ein Wachstum von 9% für die Städtereise. Auch Wien z.B. konnte von diesem anhaltenden Trend im vergangenen Jahr profitieren. Ferien auf dem Lande gingen hingegen um 4% zurück.Winterurlaub im Schnee verlor um -1%. Entwicklungen in Österreich bei der Urlaubsnachfrage sollten immer auch im Hinblick auf die Gesamtentwicklungen und Urlaubsnachfrageverschiebungen gesehen werden.

Wie die IPK-Zahlen zeigen, gab es 2011 für die wichtigsten Quellmärkte in Europa Höhen und Tiefen. Der europäische Quellmarkt ohne jegliches Wachstum war im vergangenen Jahr Großbritannien (0%), während die Märkte
Deutschland, Niederlande, Frankreich, Italien oder Spanien im Hinblick auf die Gesamtzahl der Auslandsreisen um 1-2% zunahmen. Den größten Zuwachs in Europa erreichte jedoch im letzten Jahr Russland, mit einem Anstieg der Auslandsreisen von 13%. Auch die Auslandsreisen der Schweizer legten stark zu (+9%).

Vergleicht man diese Zahlen mit den Aufzeichnungen von Ankünftezahlen in Österreich sieht man, dass Österreich vor allem aus Russland, der Schweiz und Italien überproportional profitieren konnte.

Laut den Ergebnissen von IPK liegt Österreichs Marktanteil bei den Auslandsreisen der Deutschen übrigens mit 16% auf Platz Nr. 1 vor Spanien mit 15% und Italien. Der hohe Marktanteil hat allerdings damit zu tun, dass IPK alle Urlaubsreisen ab 1 Übernachtung erfasst. Andere Quellen beziehen sich meist auf Urlaube mit 5 Tagen und länger und weisen Kurzurlaube getrennt aus.

 

 



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 Holger Sicking am 07.03.2012  |   Ein Kommentar

Ein Blick zu den Nachbarn Deutschland anlässlich der ITB

von Heidi Tscharf, Strategie & Unternehmensentwicklung, Österreich Werbung:

Bei der diesjährigen Pressekonferenz der Deutschen Zentrale für Tourismus  berichtet die Geschäftsführerin Petra Hedorfer neuerlich von einem Rekordjahr 2011:   +5,6 % bei den Ankünften, und das trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.  Damit reüssiert Deutschland im Europa Schnitt (Ankünfte Europa 2011: + 6,0%) bzw. über dem Weltschnitt (Ankünfte Welt 2011: + 4,4 %).

Betrachtet man die Reisen der Europäer (Quelle IPK 2012) verteidigt Deutschland  wacker die  Top Position Nr. 2 innerhalb Europas mit 42,3 Mio. Reisen (+ 6 %).  Nummer 1 Reiseland der Europäer bleibt unangefochten Spanien (2011: 48 Mio. Reisen, + 9 %). Gefolgt von Frankreich (Reisen 2011: 36 Mio. Reisen, + 2  %). Vom Incomingaufkommen nach Deutschland entfallen 54 % auf Urlaubsreisen (2011: + 7 %)  und 27 % auf Geschäftsreisen (2011: + 10 %).

¾ der Gäste der Deutschen stammen aus Europa, der Rest verteilt sich auf Amerika (10,1 % Marktanteil), Asien (9,6 % Marktanteil), etc.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus betreibt 30 Auslandsbüro. Zuletzt wurde in Belgrad ein neues Büro bzw. eine Marketing- und Vertriebsagentur eröffnet. Zentraleuropa mit Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Herzegowina, Serbien, Montenegro (2011  1,6 Mio.  Reisen)  zählt zu den Wachstumsmotoren und wirkt kräftig umworben. Dafür gab es extra Budgetmittel in der Höhe von € 500.000,– aus der Staatskasse. Bis 2020 will Deutschland die CEE Märkte auf  2 Mio. Reisen ausbauen.

2012  kommuniziert die DZT unterschiedlichste Themenjahre und die Themen “ Weinkultur und Natur“, „Discover the taste of Germany“ und Kultur. Für 2013 ist im Auslandsmarketing der Schwerpunkt  „Junges Reisen nach Deutschland“ und „Unesco Welterbe 2014“ geplant. Im Geschäftsreisebereich liegt der Scheinwerfer auf  „Green Meetings“.



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 Holger Sicking am 07.03.2012  |   Keine Kommentare

Smartphone-Nutzung in 30 Ländern

Eine in mehrerer Hinsicht spannende Website liefert tiefe Informationen zum momentanen Stand der Mobilen Smartphone-Nutzung.
Interessant, weil es sich um sehr ausführliche Informationen (erhoben vom Marktforschungsunternehmen IPSOS) in 30 Ländern im Vergleich handelt. Untersucht wurde die Marktdurchdringung, Aktivitäten, Such- und Kaufverhalten auf Smartphones, Interesse an mobiler Werbung, etc..
Interessant aber vor allem auch, weil man sich alle Daten indivdiualisiert online darstellen lassen kann. In Kooperation mit Google wurde ein einfach zu bedienendes Darstellungssystem entwickelt. So kann man Ergebnisse von z.B. Österreich im Vergleich zu Deutschland heruntergebrochen auf Alterskategorien und Nutzungshäufigkeit darstellen lassen.
Aber wie so häufig steckt die Arbeit darin, aus der Vielzahl der Daten die richtigen Ableitungen für die eigene Mobile-Strateige zu treffen. Die Nuss muss man dann doch immer noch selbst knacken.
Name des Projekts: Our Mobile Planet => LINK

MobilePlanet



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 Holger Sicking am 28.10.2011