Ein Gastbeitrag von Carmen Breuss, ÖW Schweiz
Des einen Freud, des anderen Leid – ist der Höhenflug des Schweizer Frankens ein Beispiel dafür? Zahlreiche Destinationen stürzen sich zur Zeit intensiv auf den Herkunftsmarkt Schweiz. Die vergleichsweise stabile Wirtschafts- und Finanzlage, der hohe Franken und die Reisebegeisterung der Schweizer lassen alle hoffen. Die Schweiz selbst ist marketingmäßig omnipräsent und buhlt um die eigenen Landsleute. Die Schweizer sind die einzigen, die den hohen Franken im Inland nicht schmerzlich spüren. Sie profitieren jedoch bei Auslandsreisen und sind sich dessen sehr bewusst.
Für die Schweiz selbst heißt dieses schwierige Umfeld, die eigenen Stärken (und Schwächen) genau zu analysieren, um im Wettbewerb bestehen zu können. Die Credit Suisse hat ein Tourismus-Benchmarking zwischen den Schweizer Wintersportdestinationen (mit einem Blick über die Grenze) erstellt. Die Erkenntnisse sind auch für die österreichischen Gebiete von Bedeutung.
Was sind die wichtigsten Ergebnisse?
- Wettbewerbsfähigkeit und Klimawandel als zwei große Herausforderungen
- Strategische Positionierung gewinnt an Bedeutung (breites Angebot/große Brands versus Nischenpositionierung)
- Qualitäts- statt Preiswettbewerb
- Steigendes Low-Budget-Segment – Druck durch Hybridisierung der Konsumenten auf das Mittelklassesegment
- Qualitätssicherung bei den Hotelliegenschaften wichtig
- Intakte Natur als Basis für eine erfolgreiche Zukunft
- Qualität der Dienstleistungen (Offenheit gegenüber neuen Technologien, Kundenbedürfnisse bestmöglich erfüllen, Bereitschaft zu Kooperationen, Entrepreneurship und Herzblut)
Die Printversion Studie gibt es hier auch kostenlos zum Bestellen. (Deutsch, Französisch, Italienisch)
Tags: Benchmark, Case Studies, Schweiz, Studien, Winter


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Vielen Dank für den Blick über die Grenze – sehr interessant ist der aus meiner Sicht drastische Wandel von einer extrem starken Internationalisierung unserer Schweizer KollegInnen in den Destinationen hin zu einer hohen Fokussierung auf den Heimatmarkt. Entdecke ich hier Parallelitäten zu Österreich? Ist unser “Heimatmarkt” nicht in den letzten 15 Jahren stetig gewachsen?
Bis 2007 gab es da auch konkrete Auswertungen der Statistik Austria und Marktforschungs-Analysen der Österreich Werbung zum Inlandsmarkt.
Wäre spannend wenn die ÖW hier konkrete Zahlen und Entwicklungen der österreichischen Tourismuswirtschaft bereit stellen könnte. Ist an das gedacht?
Liebe Grüße an alle Ex-KollegInnen
Martin