Die neuen Technologien eröffnen auch der Tourismusforschung neue Möglichkeiten, Informationen über die Touristen und die Reiseströme zu erlangen. Eine spannende Innovation ist das Geotagging, bei dem Photos mit dem geographischen Aufnahmeort versehen werden und anschließend auf die bekannten Photoplattformen wie Flickr oder Picasa geladen werden. Das kann mittlerweile jedes Iphone und immer mehr GPS-Handies anderer Hersteller. Was es bringt? Man kann ziemlich genau sagen, wo sich Touristen prinzipiell aufhalten. Es wird aufgezeichnet, wo genau ein Photo geschossen wurde und da Touristen ja eigentlich ständig Photos knipsen (vor allem die Asiaten), bekommt man ein recht gutes Bild.
Hier zwei prominente Beispiele:
Es wurden die Informationen aus Panomario Photos ausgewertet und an Hand einer Heatmap dargestellt. Gelb signalisiert hohe Tourismusintensität, rot mittlere und blau geringe Tourismusintensität.

Hier der Link zur Originalseite Bluemoon.
Spezifischer wird es in den genialen Darstellungen von Eric Fischer, der die Geoinfos von Flickr und Picasa dazu verwendet Stadtkarten zu visualisieren, auf denen man sieht wo Touristen und Einheimische ihre Photos schießen.
Hier dier Link zur Flickrseite von Eric Fischer.
Für Wien sieht die Visualisierung wie folgt aus. Die roten Markierungen sind Photostandorte von Touristen, blaue von Einheimischen und gelbe sind nicht eindeutig zuordenbar.

Unten links erkennt man übrigens das Schloss Schönbrunn, unten rechts den Zentralfriedhof.
Wer noch genauer hineinzoomen möchte kann sich hier das Originalbild (6 MB) downloaden, dann erkennt man
die Touristenintensität auf einzelnen Straßenzügen in Wien. Jetzt brauchen wir das Ganze nur noch für Gesamtösterreich!
Tags: Europa, Geotagging, Google, Marktforschung, Tourismus, Tourismusforschung, Wien


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