…ist der Slogan einer der drei Kulturhauptstädte Europas 2010.
Ein Gastbeitrag von Markus Wiesenhofer, Teamleiter im International Market Management, Österreich Werbung.



Im Rahmen der ITB Destination Days wurde am Mittwoch 10.3. nachmittag auch eine erste touristische Zwischenbilanz zu den drei Kulturhauptstädten Europas 2010 gezogen. Istanbul, Pecs und Essen/Ruhr tragen heuer diesen ehrenvollen Titel. Hochkarätige Vertreter dieser Städte berichteten über die unterschiedlichen Zugänge und Entwicklungen und präsentierten die Programmhighlights des Jahres.
Der Moderator Prof. Friedrich Loock vom KMM-Institut in Hamburg führte durch die anregende Diskussion und erläuterte Hintergründe zur Serie der Europäischen Kulturhauptstädte.
Jede Kulturhauptstadt hat drei Zielgruppen: 1.Bewohner der Städte, 2.Überregionale Öffentlichkeit, 3.Touristen aus Nah und Fern. Diese Gruppen müssen mit unterschiedlichen, auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Maßnahmen aktiviert werden müssen. Sehr viel Investitionen fliessen in Infrastruktur und neue Kultureinrichtungen.
Sehr große Aufmerksamkeit bekommt derzeit auch Istanbul als Brücke zwischen Orient und Okzident. Als dynamische Metropole mit 13 Mio. Einwohner gehört es schon jetzt – hinter London und Paris zur 3. meist besuchten Städtedestination in Europa. Auf der ITB präsentiert sich die Türkei heuer auch als Gastland insbesondere mit seinem Highlight Istanbul.
Die alte ungarische Industriestadt Pecs ihr – bereits im Kommunismus aufgebautes – Image als liberale und experimentierfreudige Stadt pflegen und setzt auf Stärken in den bildenden Künste (Heimatstadt von Viktor Vassarely und zahlreichen Bauhaus-Mitgliedern) sowie Tanz und Openairveranstaltungen.
Das Metropolgebiet RUHR mit 5,3 Mio. Menschen der 3. größte Ballungsraum in Europa hatte bisher 30 individuelle Marketingorganisationen. Die große Herausforderungen war und ist – unter Beratung der österreichischen Firma Invent – daraus eine Einheit zu schaffen und eine gemeinsame Geschichte erzählen zu können. Das umfangreiche kulturelle Angebot wie z.B. das Museum Folkwang, Gasometer, Zollverein, Duisburger Hafen, Dortmunder U soll Bilder in den Köpfen der potentiellen Besucher auslösen. Bei der gigantischen Eröffnungsfeier in der Zeche Zollverein schaffte dies „local hero“ Herbert Grönemeyer bereits sehr eindrucksvoll mit seinem Kulturhauptstadt-Song „Komm zur Ruhr“.
So unterschiedlich die Ausgangslage dieser drei Kulturhauptstädte, so verschiedenartig sind auch die erhofften Erfolge:
- Das bisher sehr stark historisch geprägte Image Istanbul soll künftig stärker mit zeitgenössischen Aspekten (Design, Kunst) erweitert werden. Die Zahl der Gäste soll von 7,5 Mio. auf 10 Mio. Gäste (Ziel jedoch vor Krise festgelegt., deshalb Ziel: 9-10 Mio. 2009 gabs 6,5% mehr Ankünfte.
- In der multiethnischen Stadt Pecs geht es vor allem darum neue Perspektiven Richtung Kultur und Tourismus zu öffen. Vor allem die Aufenthaltsdauer soll von 1,2 Nächte auf 2,2 Nächteerhöht werden.
- Das Ruhrgebiet will mindestens 10% dauerhaft mehr Touristen (dzt. 5,5 Mio. Nächtigungen) und investiert deshalb kräftig in einen Orientierungssystem, Hotels und sonstige touristische Infrastruktur.
Weitere Informationen zu den Kulturhauptstädten 2010:
Pecs: http://www.pecs2010.hu/
Istanbul: http://www.istanbul2010.org/index.htm
Essen/Ruhr: http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/
Tags: Destination, ITB 2010, kreativ, Kultur, Marketing, Marktforschung, Tourismus, Zielgruppe


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