Von virtuellen Konferenzen, Eventcontrolling und den Bayern

Gastkommentar von Natascha Siegl, die auf der ITB unterwegs nach neuen Erfahrungen ist 

Konferenzen – real vs. virtuell?

Hans-Jürgen Gutleben/Bereichsleiter Geschäftsreisen von DERPART Reisevertrieb GmbH  präsentierte mögliche virtuelle Konferenzformen sowie die Pro & Contras von realen und virtuellen Plattformen.

Bevor der informative Teil begann, stellt Herr Gutleben sehr ausführlich das Unternehmen DERPART (Kerngeschäft Geschäftsreisen) vor ;-) Danach begann der inhaltliche Part über: Können virtuelle Konferenzen reale Meetings ersetzen oder ersetzen sie in Zukunft vielleicht sogar Geschäftsreisen? Wie können marktgerechte Lösungen aussehen und wo sind die Chancen, aber auch die Risiken der virtuellen Kommunikation.

Facts:

  • Neukundengewinnung ohne persönlichen Kontakt: 16 %
  • Neukundengewinnung mit persönlichem Kontakt: 40 %
  • aktuelle Möglichkeiten von virtuellen Veranstaltungen: Telefon-, Web- und Video-Konferenz
  • Pro: mögliche Kosten- und Zeitersparnis, nachhaltig
  • Contra: hohe Investitionskosten, hoher Schulungs- und Konzentrationsbedarf der Teilnehmer, ev. atmospärische “Missverständnisse” sowie interkulturelle Aspekte

Fazit von Herrn Gutleben: Virtuelle Konferenzen sollten in Teilbereichen, wie z.B. interne Meetings und E-Learning als Alternative eingesetzt werden. Komplexe und diskussionsintensive Projekte/Meetings, z.B. im Sales und Account Management, können über diese Plattformen nicht optimal abgewickelt werden.

 

Event Controlling und Erfolgsmessung

Prof. Stefan Luppold/Karlshochschule International Universtiy gab einen Überblick über Controlling-Maßnahmen von Events. Seinen Vortrag können Sie hier downloaden.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass bereits bei der strategischen Planung die Ziele definiert und das Instrument Event bei den bestehenden Marketingaktivitäten eingeplant werden sollte.

Weiters müssen die Faktoren Effizienz (Wirtschaftlichkeit) und Effektivität (Wirksamkeit) ihre Berücksichtigung finden.  Das Thema Emotionsanalyse wurde kurz skizziert. Hier hätte ich gegen eine detailliertere Ausführung  keine Einwände gehabt.

Als letzter Punkt wurde das Projekt “Mystery Attendee” vorgestellt. Unabhängige Personen werden als geheime Teilnehmer in eine Veranstaltung geschleust und geben am Ende eine Beurteilung ab. Diese Methode ist jedoch erst in der Testphase und wird noch einigen Evaluierungen unterliegen, bevor diese Möglichkeit wirklich am Markt eingesetzt werden kann.

Interessanter Vortrag, welcher die Schwierigkeit der Messung erläuterte. Wenn nur noch konkrete Lösungsansätze vorgestellt worden wären …

 

Worauf setzt unser Nachbarland Bayern ?

Die Bayern Tourismus Marketing GmbH hielt am 10.3. um 12.00 Uhr ihre Pressekonferenz ab.

Begrüßt wurde man vom Maskottchen, einem überdimensionalen Bären. Als give away gab es dann noch einen Bären-Schlüsselanhänger. Ganz klar:  Bayern setzt voll auf das Marktsegment Familie. “Kinderland Bayern” ist die FamilieErlebnismarke von Bayern Tourismus.

Bayern

Sybille Wiedemann, BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH

Sybille Wiedenmann/GF erklärte, dass dieses Marktsegment im Umbruch sei und eine starke Rolle für Bayern spielt.  Die Marketing-Aktivitäten werden gezielt an die neuen Lebensformen angepasst: mehrere Familien fahren gemeinsam auf Urlaub oder Großeltern mit ihren  Enkelkindern. Lt. Geo Saison-Umfrage befindet sich das beste Familienhotel Europas in Bayern. 

Danach sprach Martin Zeiler/Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technology und Aufsichtsratsvorsitzender der Bayerischen Tourismus Marketing Gmb: Bayern soll als Urlaubsdestination Nummer 1 innerhalb von Deutschland positioniert werden.

 

Die PK wurde unter dem Motto keep it short and simply gehalten – statt einer Stunde war die Veranstaltung bereits nach einer guten halben Stunde zu Ende.



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 Martina Pürkl am 11.03.2010