Hier die wichtigsten Punkte der heute auf der ITB präsentierten Ergebnisse der Deutschen Reiseanalyse.
Die Deutsche Reiseanalyse ist eine der größten und anerkanntesten Erhebungen in Deutschland zum Reiseverhalten. Sie findet seit ca. 40 Jahren mit gleichbleibender Methodik statt, wodurch lange Zeitreihen möglich sind. Es wurden im Januar / Februar 2010 7.660 persönliche Interviews durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 14 Jahren.

Die Ergebnisse der Analysen zeigen, dass die Nachfrage deutscher Touristen sehr stabil ist. Die Reiseintensität stagnierte 2009 auf Vorjahresniveau und für 2010 schauen die deutschen Touristiker positiver in die Zukunft als noch vor einem Jahr. Allerdings sind auch hier gewisse Auswirkung nicht von der Hand zu weisen. So wird eine Tendenz zur Polarisierung erkennbar. Während 2009 ein Teil der Bevölkerung sein Reiseverhalten einschränkte vor dem Hintergrund der wirtschaftlich schwierigen Lage, ist ein anderer Teil mehr gereist als 2008. Dieses hatte vor allem mit unterschiedlichen Einkommenssituationen zu tun. Die soziale Schere klafft auch im Tourismus weiter auseinander.
In Bezug auf die Destinationen gingen 1/3 der Reisen (mit mind. 5 Tagen Dauer ) ins eigene Land. Dabei entfallen rund 75% aller Reisen auf die Top 5 Bundesländer. Die beliebtesten Auslandsdestinationen 2009 waren Spanien (12,9%), Italien (7,9%), Österreich (5,9%) und die Türkei (5,7%). Damit überholt Österreich die Türkei (2008 lag Türkei vor Österreich) in Bezug auf die beliebtesten Auslandsziele der Deutschen.
2010: Die Urlaubslust scheint ungebrochen. 68% der Deutschen planen für 2010 mehr oder weniger sicher Urlaubsreisen, 16% sind noch unentschlossen, 15% planen keinen Urlaub.
10% der Befragten geben an, dass Sie planen in 2010 für Urlaubsreisen weniger ausgeben zu wollen. 11% wollen mehr ausgeben als im Vorjahr (20% können keine Einschätzung abgeben). Das entspricht ziemlich exakt den Werten aus dem Vorjahr und stimmt deshalb zuversichtlich, weil aus der Vergangenheit bekannt ist, dass die Befragten ohne Einschätzung tendenziell mehr ausgeben werden.
Die Deutsche Reiseanalyse weist auf die immer stärker sichtbar werdende Multioptionalität der Urlauber hin. Mittlerweile haben deutsche Urlauber im Schnitt 6,4 alternative Urlaubsziele und 6,6 potenzielle Urlaubsformen. Diese Werte steigen kontinuierlich von Jahr zu Jahr.
Tags: Analyse, Deutschland, Marktforschung, Studie


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