Der Sommer ist um, die Weihnachtsmärkte füllen sich und es wird Zeit einen Blick zurück zu werfen. Die Statistik Austria hat heute die Ankunfts- und Nächtigungszahlen für den Österreichischen Tourismus veröffentlicht. Die Ergebnisse sind insgesamt betrachtet erfreulich, zumindest besser als zu Beginn des Jahres von vielen befürchtet.
Es gab einen Rückgang bei den Nächtigungen von -1,1% und bei den Ankünften von -0,5%. Vor allem der inländische Gast hat sich als starkes Rückgrad für den Tourismus erwiesen. Die Ankünfte stiegen um 3,4% auf insgesamt 6,4 Mio. in den Monaten Mai bis Oktober. Die Ankünfte aus dem Ausland sanken um 2,6% auf 10,9 Mio.. Die Nächtigungen entwickelten sich ein wenig verhaltener, aber immerhin mit einem Plus von 2,0% Prozent beim Inlandsgast und -2,6% beim Auslandsgast.
Die meisten der qualitativen Prognosen für dieses Jahr sind übrigens eingetroffen. So gilt zum Beispiel das Argument der Nähe als durchaus zutreffend. Die Märkte, die näher liegen, haben sich besser als weiter entfernt liegende Märkte entwickelt. Der Rückgang aus Deutschland war mit -0,6% bei den Nächtigungen vergleichsweise gering, Italien (+3,0%), Schweiz (+1,9%) und Tschechien (+11,4%) konnten Zuwächse verzeichnen. Auch für die Aussage, dass die Menschen weniger am, sondern eher im Urlaub sparen, kann man durchaus Hinweise aus den nun vorliegenden Daten gewinnen. So haben vor allem Ferienwohnungen (+5,2% bei Nächtigungen) zu Lasten von Hotels hinzugewonnen. Die Ankünfte sind stärker zurückgegangen als die Nächtigungen, d.h. es wird im Schnitt ein kürzerer Urlaub unternommen.
Hoffnungsschimmer scheinen nun nach langer Durststrecke aus den Märkten USA, Japan und Großbritannien auf. Nach zweistelligen Rückgängen lag in Großbritannien der Nächtigungsrückgang im Oktober bei nur mehr 1,7%, USA hat ein Nächtigungsplus von 6,4% und Japan sogar 19,9%.
Tags: Ankünfte, Nächtigungen, Statistik


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