- Laut UNWTO sind die internationalen Ankünfte in Europa zwischen Jänner und Juli um ca. 8% gesunken. In der Sommersaison hat sich die Situation etwas gebessert, die Rückgänge waren gegenüber den Vormonaten abgeschwächt (Juni -7,5%, Juli -4%).
- Mit Ausnahme der Niederlande (+4%) sind die Ausgaben für Auslandsreisen aller Haupt-Herkunftsländer in den ersten 6 bis 8 Monaten des Jahres 2009 gesunken: Italien -3%, Deutschland -4%, Frankreich und Kanada je – 7%, USA -10,4%, UK -14%, Russland -18%, Japan -19%. Für China und Indien lagen bei Redaktionsschluss noch keine Werte vor (Quelle: UNWTO)
- Von allen im TourMIS (www.tourmis.info) verfassten europäischen Destinationen (27) weisen nur Serbien, Schweden, Montenegro und die Türkei Zuwächse bei Ankünften oder Nächtigungen auf. Österreich und die Niederlande sind die Destinationen mit den geringsten Rückgängen (Periode je nach Verfügbarkeit: Jän-Mai, Jän-Juni, Jän-Juli, Jän-August).
- Geschäftsreisen und Fernreisen waren am stärksten betroffen.
- Vollpauschalreisen haben zu Gunsten von selbst zusammengestellten Teilpauschal- und Individualreisen verloren, besonders stark in Großbritannien (Quelle: International Federation of Tour Operators)
- Low(er) cost Destinationen, wie die Türkei, haben am meisten vom Last-Minute Segment profitiert, wohingegen u.a. der starke Euro Einbrüche der Nachfrage für die traditionellen Sun&Beach Destinationen wie Spanien brachte. Destinationen außerhalb der Eurozone (z.B. Marokko, Türkei) haben zu Lasten von Ländern in der Eurozone gewonnen.
- Zweit- oder Mehrfachreisen wurden zu Gunsten eines Haupturlaubes im Sommer gestrichen. Die Haupturlaubsreise war häufig kürzer als früher und wurde häufiger im Nahbereich durchgeführt.
Quelle: European Travel Commission, Tourism in Europe 2009: Trends&Prospects, Quarterly Report 03/2009
Kurzfassung unter www.austriatourism.com/tourismusforschung
Tags: Finanzkrise, Krise, TourMIS


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