Urlaubsmotive deutscher Urlauber

Fragt man die Deutschen, welche Motive für sie wichtig sind, wenn Sie Urlaub machen, dann werden vor allem folgende Grundmotive genannt: „Entspannung, kein Stress“, „über sich selbst frei verfügen“, „Abstand zum Alltag finden“ und „frische Kraft tanken“.

Diese vier Grundmotive sind über die letzten 30 Jahre hinweg gleich wichtig geblieben – und werden auch in den kommenden Jahren die Top-Motive bleiben. Hinter diesen Grundmotiven ist aber ein Trend zu mehr Erlebnis und Genuss sichtbar. Zudem werden alle wichtigeren Urlaubsmotive heute von mehr Personen als „besonders wichtig“ eingestuft als noch vor zehn Jahren. Ein grundlegender Urlaubswertewandel ist also nicht erkennbar, wohl aber eine deutlich wachsende Anspruchshaltung.

Der Deutsche will bei seinen Reisen also vor allem seine Grundmotive befriedigen, wobei dies aber auf sehr unterschiedliche Art und Weise und daher in unterschiedlichen Ländern erfolgen kann. Wichtig ist also, die Grundmotive der Deutschen anzusprechen und ihnen aufzuzeigen, wie sie diese bei einem Urlaub in Österreich realisieren können. Die einzelnen Aktivitäten sollten dabei nicht im Vordergrund stehen sondern als Mittel zum Zweck (= Befriedigung der Reisemotive) verstanden werden.

Im Zusammenhang mit den Motiven ist auch ein Blick auf die Urlaubsträume der Deutschen interessant: Laut Trendstudie der Deutschen Reiseanalyse hat sich an der Rangfolge der Urlaubsträume in 20 Jahren nicht viel verändert. Lediglich der Traum „viel Zeit zu haben“ hat den Traum von den „Palmen am Meer“ von der ersten Stelle abgelöst. Auch „zu sich selbst finden“ hat zugenommen, während alle anderen Werte leicht geringer geworden sind. Die „Entschleunigung im Urlaub“ wird für die Deutschen also immer wichtiger. Insgesamt ergibt sich also ein eher ruhiges Traumbild, das wohl erlebnisreich, aber nicht durch rastlose „Action“ geprägt ist und damit hervorragend zu den Bestrebungen des österreichischen Tourismus passt (z.B. „sanfter Winter“, „Entfaltungsurlaub“,…).

Mehr zu den Reisemotiven der Deutschen finden Sie hier.



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 Marion Michenthaler am 12.08.2009