In den letzten Jahren führt diese Frage immer wieder zu heftigen Diskussionen unter TouristikerInnen. Vielleicht ist ja das Business-Netzwerk XING und seine Partner-Sites wie Doodle, slideshare und Dopplr ja inzwischen heute schon bedeutender als etablierte Tourismus-Fachmessen?
Betrachten wir einmal Zahlen:
80.000 Besuchern auf einer Tourismus-Messe. Ist das viel oder wenig? Wenn man schätzt, dass davon 50% am Messestand stehenbleiben, sich – wenn auch nur für Sekunden – mit meiner touristischen Marke auseinander setzen heisst das bei einer 4-tägigen Veranstaltung 10.000 Besucher / Tag.
10.000 User pro Tag ist das viel oder wenig? Wir haben am internationalen Länderportal der Österreich Werbung nicht ganz das Doppelte – täglich, 365 Tage im Jahr. Internationale Player im Social Web haben ein Vielfaches davon, die Reise-Bewertungsplattform TripAdvisor rund 3 Millionen und die Reise-Community WAYN rund 1 Million Besucher pro Tag. Das ist viel.
Noch mehr reise-relevanter Content (Fotos, Videos, Empfehlungen, Erlebnisse, Tipps, …) wird täglich von Millionen Menschen auf den “Social Web”-Leadern Facebook oder You Tube konsumiert. Doch woher sollen wir TouristikerInnen die Ressourcen nehmen um touristische Marken im Social Web zu führen. Was wäre wenn Mitarbeiter statt Kataloge auf Messen authentische, persönliche Meinungen zu touristischen Angeboten bei “Gesprächen” im Web”verteilen”? Diese wären noch Monate später über Google, Bing & Co von Anderen “auffindbar”. Doch ist dies wirklich effizienter als eine Messe-Präsenz? Wie beweise ich meinem Vorstands-Gremium dass Social Web Aktivitäten überhaupt messbar sind und daraus auch Resultate zu erzielen sind, im Idealfall sogar – Buchungen?
Mit dieser unter TouristikerInnen eben schwer-diskutierten Fragestellung hat sich jüngst der PR Blogger auseinander gesetzt. Ein sehr lesenswerter Post, der unter anderem auch mit Mythen zum Medienkonsum von Teenagern aufräumt,

auch PR Fundsachen beschäftigt sich mit der äußerst interessanten Studie von Nielsen. Die Antwort:
Also wenn es tatsächlich ein Mythos ist, dass junge Konsumenten ausschließlich über das Web erreichbar sind, wie wird dann die Konsum-Entscheidung heute tatsächlich getroffen? Ist gar das Informations-Verhalten anders als wir es bislang vermuteten, also doch nicht Web – sondern bleiben wir besser beim historisch sehr professionell organisiertem Marketing auf Reise- & Tourismus-Messen?
Klaus Eck zitiert als Antwort dazu eine andere Studie:
“Einer Studie von Marketing Sherpa zufolge sind face-to-face Events wie Messen extrem in der Gunst der Entscheider gefallen, während “virtuelle Events” und Suchmaschinen sowie Social Media stark an Relevanz gewonnen haben. Ein weiterer Beleg dafür, dass sich Unternehmen bei der Entscheidungsfindung zunehmend auf die Meinungen im Web stützen.”
Für mich ist dieses Zitat eindeutig – und Antwort genug! Aber ich bin ja der Online – Verantwortliche der Österreich Werbung und somit wohl herrlich subjektiv. Doch objektiv wird die Einstiegsfrage wohl niemals zu beantworten sein… .
Tags: Benchmark, Marktforschung, Mediennutzung, ÖW, Studien, Zielgruppe, Zukunft





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